NABU warnt vor Kostenexplosion bei Fehmarnbeltquerung
ID: 860567
NABU warnt vor Kostenexplosion bei Fehmarnbeltquerung
Miller: Reißleine ziehen und aus Staatsvertrag aussteigen
Der NABU hat seine Forderung nach einem Ausstieg aus dem Staatsvertrag mit Dänemark beim geplanten Bau der festen Fehmarnbeltquerung bekräftigt. Neue Berechnungen zu dem Großprojekt, erstellt vom schwedischen Gutachterbüro Vectura Consulting AG im Auftrag der Region Schonen, gehen mittlerweile von einer Verdopplung der Baukosten aus. Die Gesamtkosten der Eisenbahnachse Fehmarnbelt belaufen sich nach Schätzungen der schwedischen Gutachter auf 11 Milliarden Euro. Offiziell spricht der Projektträger aber immer noch von 5,5 Milliarden Euro - Schätzungen aus dem Jahr 2008. Der Deutsche Bundestag will am heutigen Donnerstag über Anträge von Grünen, SPD und Linke beraten, die den Bau der Querung kritisch hinterfragen.
"Einen guten Teil der Kosten des Großprojektes wird Deutschland tragen müssen, da der Bund für den Ausbau der gesamten Hinterlandanbindung bis Hamburg zuständig ist. Angesichts der zu erwartenden Verdopplung der Kosten einhergehend mit den ökologischen Schäden muss der Bund die Reißleine ziehen und mit den Dänen über einen vertraglich möglichen Ausstieg verhandeln", forderte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die immensen Kostensteigerungen aus der Erfahrung mit anderen, völlig aus dem Ruder gelaufenen Großbauprojekten wie Stuttgart 21 oder dem Berliner Flughafen, sollten hier Warnung genug sein.
Nikola Vagt vom NABU-Wasservogelreservat Fehmarn warnt vor den negativen Folgen für Umwelt und Tourismus: "Während die Eisenbahnachse als Zulaufstrecke zur Fehmarnbeltquerung immense Kosten bis Hamburg produziert, wird gleichzeitig der Tourismusregion Ostholstein ein enormer Schaden zugefügt. Die Verbindung zwischen Kopenhagen und Hamburg über Flensburg und die Storebeltbrücke wurden erst Ende 1997 für den Bahngüterverkehr fertiggestellt. Nun in einem so engen Raum - mitten in der Kinderstube der streng geschützten Schweinswale - auf Kosten von Natur und Umwelt im Fehmarnbelt eine dritte Querung zu realisieren, ist angesichts der alarmierenden Projektkosten und der marginalen Verkehrsprognosen ökonomischer Wahnsinn und ökologisch höchst bedenklich."
NABU - Naturschutzbund Deutschland
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/284 984-1510
Telefax: 030-284 984-2000
Mail: Presse@NABU.de
URL: http://www.nabu.de
PresseKontakt / Agentur:
NABU - Naturschutzbund Deutschland
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/284 984-1510
Telefax: 030-284 984-2000
Mail: Presse(at)NABU.de
URL: http://www.nabu.de
Datum: 25.04.2013 - 13:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 860567
Anzahl Zeichen: 2697
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 329 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU warnt vor Kostenexplosion bei Fehmarnbeltquerung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU - Naturschutzbund Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Miller: Forderung nach Abschaffung des Verbandsklagerechts ist billiges Mittel Berlin - Der NABU beurteilt die Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, das Verbandsklagerecht einzuschränken oder gar abzuschaffen, als billiges Mittel, um von seiner desaströsen Amtszeit abzulenken.
Weiße Riesen mit schwarzer Weste - NABU startet Fotowettbewerb zur Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe ...
Berlin - Schwarze Rauchsäulen aus den Schloten von Kreuzfahrtschiffen - Wer dies in diesem Sommer beobachtet, sollte am besten gleich zur Kamera greifen. Denn der NABU ruft dazu auf, die enorme Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe zu dokumentieren. "Noch immer pustet jedes vermeintliche Tr
Artenschutz/International: Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan Tennhardt ...
aaten müssen sich auf globalen Schutzplan verständigen Berlin/Bischkek - Ein stattlicher Schneeleopard ist in eine der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist
Weitere Mitteilungen von NABU - Naturschutzbund Deutschland
Umbau auf der Zielgeraden ...
Das zweistöckige Verwaltungsgebäude aus den 1980er Jahren wird seit März 2012 zu einer modernen, energieeffizienten und vor allem größeren Firmenzentrale umgebaut. „Durch die Verlagerung von Standorten und den Ausbau neuer Geschäftsfelder ist unsere Kemptener Belegschaft seit 2006 um mehr al
Experten der Energiebranche diskutieren auf dem?Forum Energiespeicher und ?systeme? am 06. November in Hannover ...
Das Thema ?Energiewende? gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und nimmt auch in Politik und Wirtschaft in Niedersachsen eine übergeordnete Position ein. Wind und Sonne sind volatile Energiequellen, die sich nicht an der Nachfrage der Verbraucher orientieren. Angesichts dieser neuen Herausfor
Currenta: Neuer Analysencontainer steigert Effizienz und Prozesssicherheit ...
Online-Messtechnik optimiert Abwasserreinigung Leverkusen - Die vom Chempark-Manager Currenta betriebene Gemeinschaftskläranlage im Entsorgungs- und Recyclingzentrum hat vor wenigen Monaten einen Umweltanalytik-Messcontainer in Betrieb genommen. In Echtzeit werden dort im Klärwerk des Chempar
Rösler beim Regionaldialog zur Energiewende in Gera ...
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, diskutierte am 24.04.2013 mit Unternehmern und Handwerkern auf dem Regionaldialog zur Energiewende in Gera. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Mittelstandsinitiaitve Energiewende statt. Bundesminister Rösler: "




