Einzigartige Elefanten-Oase in Gefahr

Einzigartige Elefanten-Oase in Gefahr

ID: 861517

Einzigartige Elefanten-Oase in Gefahr



(pressrelations) -
Weltnaturerbe Dzanga-Sangha bedroht durch Putsch, WWF-Mitarbeiter evakuiert

Berlin/Bayanga, 26. April 2013. Nachdem Mitte März Rebellen die Macht in Zentralafrika übernommen haben, versinkt das Land im Chaos - mit bedrohlichen Folgen nicht nur für die Menschen, sondern auch für den dort beheimateten Waldelefanten und viele andere Tierarten. Wie der WWF mitteilt, nimmt die Wilderei vor allem auf Elefanten landesweit und auch in der Nähe des berühmten Nationalparks Dzanga-Sangha immer mehr zu. Die Naturschutzorganisation befürchtet bei anhaltendem Chaos zahlreiche weitere Übergriffe auf die Dickhäuter, die wegen ihres Elfenbeins gejagt werden.

Aufgrund der bedrohlichen Zustände mit Plünderungen und Schießereien in verschiedenen Landesteilen konnte die genaue Anzahl der getöteten Tiere bislang nicht ermittelt werden. Erste Meldungen deuten an, dass die Wilderei stark zunimmt. Die Gefahr für das Weltnaturerbe Dzanga-Sangha und seine Elefantenbestände ist groß: Auf Märkten in der Nähe des Parks soll Elefantenfleisch offen verkauft worden sein. Die ausländischen WWF-Mitarbeiter wurden wegen massiver Kidnapping-Gefahr aus dem Nationalpark evakuiert, die einheimischen Parkranger tun jedoch weiterhin ihr Möglichstes, um die Elefanten und andere Wildtiere trotz der Unruhen zu schützen.

Johannes Kirchgatter, WWF Afrika-Referent, sagte: "Der Druck auf die letzten Elefanten steigt täglich. Sie sind der unstillbaren Gier nach Elfenbein ausgeliefert. Nicht einmal in einem Weltnaturerbe wie Dzanga-Sangha ist ihre Sicherheit noch garantiert. Artenschutzerfolge, die über Jahrzehnte erkämpft wurden, drohen in wenigen Wochen vernichtet zu werden." Der WWF ist seit den 1980er Jahren mit Schutzprojekten in Zentralafrika engagiert. Auf Drängen der Naturschutzorganisation hatte die Regierung Kameruns Anfang dieses Jahres tausend Soldaten in den Norden des Landes geschickt, um dort die Massaker an den Elefanten zu stoppen.



Der WWF ruft die Zentralafrikanische Republik und die Nachbarstaaten dringend dazu auf, sofort für den Schutz und die Sicherheit der Menschen und Elefanten vor Ort zu sorgen. Die hochkriminelle Wilderei bedrohe auch die Stabilität der Region und die wirtschaftliche Entwicklung der Länder. Denn aus den exorbitanten Gewinnen des Elfenbeinhandels finanzieren lokale Rebellengruppen ihre Kriegswaffen. In der kommenden Woche treffen sich die Regierungen Zentralafrikas in einer außerordentlichen Sitzung, um gemeinsam den Kampf gegen die ständig zunehmende Wilderei zu verstärken. Sollten nicht sofort entscheidende Maßnahmen eingeleitet werden, könnte der Elefant in Zentralafrika im kommenden Jahrzehnt ausgerottet sein.

Vor allem der Waldelefant ist stark bedroht: In Afrika, und dort vor allem in Zentralafrika, leben noch circa. 100.000 dieser Tiere. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist der Bestand im Kongobecken um 62 % gefallen. So wurden beispielsweise in Gabun innerhalb von neun Jahren 11.000 Waldelefanten getötet.
Insgesamt sterben jährlich bis zu 30.000 Elefanten in Afrika für deren Stoßzähne in Asien Zehntausende von Euro gezahlt werden.


Pressekontakt WWF Deutschland

Johannes Kirchgatter, WWF Afrika Referent, Tel.
Sylvia Ratzlaff, Pressestelle WWF Deutschland, Tel. 030-311 777 467


Fotobildmaterial unter folgendem Link zum Download: https://photos.panda.org/gpn/external?albumId=4238
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Johannes Kirchgatter, WWF Afrika Referent, Tel.
Sylvia Ratzlaff, Pressestelle WWF Deutschland, Tel. 030-311 777 467



drucken  als PDF  Katar zeigt: Alle Waffenexporte verbieten Eine Schatztruhe der Natur
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.04.2013 - 13:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 861517
Anzahl Zeichen: 3708

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 207 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Einzigartige Elefanten-Oase in Gefahr"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stillstand beim bayerischen Wolfsmanagement ...
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l

Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw

Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor


Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature


Freegold durchteuft bei Bohrungen zur Erweiterung der Ressourcen im Projekt Golden Summit in Alaska 112 Meter mit 1,03 g/t ...
ft bei Bohrungen zur Erweiterung der Ressourcen im Projekt Golden Summit in Alaska 112 Meter mit 1,03 g/t 25. April 2013 (Vancouver, BC) - Freegold Ventures Limited (TSX: FVL, Frankfurt: FR4N) ("Freegold") freut sich, die Ergebnisse der ersten fünf Kernbohrungen im Bohrprogramm Dolphi

HSE arbeitet an der Wasserversorgung - Rhönring übers Christi-Himmelfahrt-Wochenende gesperrt ...
DARMSTADT (ler) - Die HSE erneuert eine Wassertransportleitung in der Kranichsteiner Straße. Dafür muss auch an der Kreuzung Kranichsteiner Straße mit dem Rhönring/Spessartring gearbeitet werden. Die Bauarbeiten dort beginnen am Freitag (10.) um 19 Uhr und dauern voraussichtlich bis zum Sonnta

ZDF berichtet in Leute heute spezial und ZDFzeit vom Thronwechsel in den Niederlanden ...
Am 30. April 2013 übergibt Königin Beatrix nach 33 Jahren im Amt den Thron an ihren ältesten Sohn Willem-Alexander. Royals aus aller Welt und Millionen Oranjes feiern nicht nur den neuen König, sondern auch den Abschied von Königin Beatrix. Das ZDF berichtet in einem "Leute heute spezial

Eine Schatztruhe der Natur ...
Bundesprogramm Biologische Vielfalt fördert Lebensgemeinschaften von Alt- und Totholz im Saarland Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Naturschutz Bonn/Saarbrücken 26. April 2013: Heute wurde in Saarbrücken ein Projekt zum Schutz und Entwicklung von Alt- und Totholz in Wäld


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z