Rapsblüte 2013 (BILD)
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(ots) -
Später als im vergangenen Jahr, jedoch imposant wie immer, blüht
in diesem Jahr der Raps in Deutschland. Auf etwa 1.4 Millionen Hektar
präsentieren sich die Rapsfelder jetzt drei Wochen lang in intensivem
Gelb. Die leichte Verspätung der Rapsblüte hat ihre Ursache im
Winter, der in diesem Jahr viel länger als erwartet dauerte. Bis in
den März hinein waren viele Rapsflächen mit einer Schneedecke
überzogen. Das war für die jungen Pflanzen jedoch kein Problem. Sie
haben einfach unter dieser Schneedecke überwintert. Die Decke aus
verharschtem Schnee währte in diesem Jahr nur kurz, so dass der Raps
weder erdrückt noch vom Sauerstoff abgeschnitten wurde. Mit den rasch
steigenden Temperaturen im April fiel dann der Startschuss für ein
beeindruckendes Schauspiel auf den Feldern. Die Pflanzen
"explodierten" regelrecht und holten im Frühjahr im Handumdrehen zwei
Wochen Vegetationsverzug auf.
Es gibt kaum eine andere Pflanze, der man im Frühling so
regelrecht beim Wachsen zusehen kann wie dem Raps. Ursache ist das im
Vergleich zu Getreide viel stärker verzweigte Wurzelwerk mit
zahllosen Härchen, die die Wurzeloberfläche noch einmal um ein
Vielfaches vergrößern.
Raps wird auch als "Stickstoffpumpe" bezeichnet, denn er saugt den
Stickstoff, den die Landwirte im Frühjahr als Dünger ausbringen,
regelrecht auf. Zusammen mit einer vielerorts guten Wasserversorgung
führte das dazu, dass die Rapspflanzen in diesem Jahr in kurzer Zeit
in die Länge schossen und sich optimal verzweigten. An diesen
Verzweigungen bzw. an der Dichte der Rapsblütenstände kann der
Fachmann das Ernteergebnis abschätzen. Und so wie es momentan
aussieht, wird die Ernte im Juli trotz des langen Winters im
Vergleich zum Vorjahr nur etwas geringer ausfallen.
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Datum: 02.05.2013 - 08:49 Uhr
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