Neue OZ: Kommentar zu Internet / USA / Facebook
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Seit dem Börsengang von Facebook schien es, als gerate das
Geschäftsmodell des weltweit größten sozialen Netzwerks unter
existenziellen Druck. Die Aktie war auf gutem Weg zu einem Wertpapier
auf kümmerlichem Niveau. Hinzu gesellte sich ein knallharter
Wettbewerb mit Plattformen wie WhatsApp und Pinterest auf dem
US-Heimatmarkt. Es ist ein Kampf um die effizienteste Anwendbarkeit,
die klarste Handhabung, die schönste Ästhetik. Nordamerika ist dabei
ein entscheidendes Feld, denn hier sind die Vorreiter der
Lifestyle-Bewegungen unterwegs, ist die Bindungstreue der Kunden
schwächer als in Europa.
Doch jetzt ist dem Konzern um den smarten Mark Zuckerberg ein
Durchbruch gelungen. Die Kalifornier vermelden Top-Werte bei Umsatz
und Gewinn, weil sie das Kerngeschäft pflegen, aber auch in neue
Bereiche investieren. Facebook hat einen technisch innovativen Coup
gelandet: Die Werbeeinnahmen über Smartphones sprudeln, da es endlich
kreative Anzeigeformate für kleine Bildschirme und auf Handys
zugeschnittene Anwendungen gibt. Rasch und in Scharen wandern die
Nutzer in die mobilen Seiten, dort müssen alle Anbieter stark sein.
Ursprünglich war Facebook die geniale Idee eines Studenten an der
Harvard-Uni. Heute ist Facebook ein gigantisches Gebilde mit 1,1
Milliarden Mitgliedern. Obwohl es sich aber nach wie vor einseitig
über Werbung finanziert, hat es gute Überlebenschancen, denn es wird
erwachsen.
Robin Fehrenbach
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 02.05.2013 - 22:00 Uhr
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