Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten / Alfred Gro

Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis für sechs Journalisten / Alfred Grosser für das Lebenswerk geehrt

ID: 871559
(ots) - Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen -
Theodor-Wolff-Preis wird in diesem Jahr an sechs Journalisten
verliehen: Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnungen in der
Sparte "Lokaljournalismus" gehen an Jan Haarmeyer für seinen Artikel
"Im Namen des Volkes, auf Kosten des Kindes" ("Hamburger Abendblatt
"), der sehr differenziert und bewegend über Pflegeeltern berichtet,
die nach Jahren aufgrund von Behördenversagen das geliebte Kind
wieder verlieren, sowie an Kai Müller für seinen Beitrag "Es war ein
schöner Tag" ("Der Tagesspiegel", Berlin), in dem der Autor spannend
in der Form und dramatisch im Aufbau schildert, wie eine
Messerstecherei aus dem Nichts entsteht und in der Rückschau keiner
der Beteiligten wirklich erklären kann, warum ein Jugendlicher tot am
Boden liegt.

Jochen Arntz sowie Andrea Jeska bekommen den ebenfalls mit je
6.000 Euro dotierten Journalistenpreis der deutschen Zeitungen -
Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie "Reportage/Essay/Analyse".
Jochen Arntz ("Süddeutsche Zeitung", München) portraitiert in seinem
Artikel Maike Kohl-Richter. Andrea Jeska erzählt in ihrem sprachlich
das Poetische streifenden Beitrag "Der Mann, der die Wüste aufhielt"
("Die Zeit", Hamburg) von einem Bauern in der Sahel-Zone, der über
Jahrzehnte durch das Pflanzen von Bäumen 30 Hektar ehemals totes Land
wieder fruchtbar machte. Ausgezeichnet und mit 6.000 Euro gewürdigt
wird in dieser Kategorie auch der Essay "Auf den Herd gekommen" von
Robin Alexander ("Welt am Sonntag", Berlin). Der Autor geht darin
analytisch der Frage nach, wie der Begriff der "Herdprämie" entstand,
wie er politisch aufgeladen und polemisch eingesetzt wurde.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Alfred Grosser. Jury und
Kuratorium unter Vorsitz von Hermann Neusser würdigen ihn als großen
Europäer, der sich als Publizist und Wissenschaftler besonders um die


deutsch-französische Partnerschaft verdient gemacht habe. Der
diesjährigen Jury gehören an: Evelyn Roll (Vorsitz, leitende
Redakteurin der "Süddeutschen Zeitung", München), Wolfgang Büscher,
(Autor, "Die Welt", Berlin), Dr. Markus Günther (Journalist,
Augsburg), Peter Stefan Herbst (Chefredakteur "Saarbrücker Zeitung"),
Bernd Hilder (Journalist, Leipzig), Christoph Irion (Chefredakteur
"Reutlinger General-Anzeiger"), Professor Bernd Mathieu
(Chefredakteur "Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten"),
Professor Bascha Mika (Publizistin, Berlin), Franz Sommerfeld
(Vorstandsmitglied Mediengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit
Redaktion, Köln).

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen -
Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die
Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie erinnert an den langjährigen
Chefredakteur des legendären "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff
(1868 - 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil
fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb
1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 4. September bei einem Festakt auf
Einladung der "Süddeutschen Zeitung" in München überreicht. An der
Ausschreibung hatten sich 396 Journalisten beteiligt. Berücksichtigt
wurden mit der Ausschreibung 2013 erstmals auch Artikel, die nur
online auf der Website einer Zeitung erschienen sind.



Pressekontakt:
Hans-Joachim Fuhrmann
Telefon: 030/ 726298-210
E-Mail: fuhrmann@bdzv.de

Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de

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Datum: 14.05.2013 - 18:56 Uhr
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