Bundesumweltminister Altmaier päppelt Spritschlucker
ID: 871970
Bundesumweltminister Altmaier päppelt Spritschlucker
Greenpeace-Aktivisten fordern den Minister zu mehr Klimaschutz im Straßenverkehr auf
Gegen die klimafeindliche Position von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) protestieren Greenpeace-Aktivisten mit einem Banner am Bundesumweltministerium in Berlin. Die Umweltschützer fordern den Minister auf, sich bei den aktuellen Verhandlungen über CO2-Grenzwerte für Neuwagen in der EU, seiner Verantwortung für den Klimaschutz zu stellen: "Herr Altmaier, Klima schützen statt Spritschlucker päppeln!" Das zehn mal zehn Meter große Banner hängt seit heute früh und zeigt Altmaier, wie er mit der Baby-Flasche einen Geländewagen aufzieht.
Anlass des Protests sind die heute beginnenden Gespräche der Ländervertreter in Brüssel über den ab 2020 gültigen CO2-Grenzwert für Neuwagen. Die Verhandlungen gehen jetzt in die entscheidende Phase. Die Bundesregierung, vertreten von Altmaier, fordert eine Abschwächung des von der EU-Kommission vorgeschlagenen Grenzwertes von 95 Gramm CO2 je Kilometer (entspricht 3,9 Liter Sprit auf 100 Kilometer). Minister Altmaier vertritt damit nahtlos die Position der Premium-Hersteller wie Daimler und BMW. Mit Geländewagen machen diese Spitzengeschäfte auf Kosten der Umwelt.
Volkswagen will CO2-Ausstoß ohne Rechentricks senken
"Minister Altmaier irrt, wenn er glaubt, die Interessen aller deutschen Autobauer zu vertreten", sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck. "Er scheint zu übersehen, dass er mit seinen Forderungen hinter die Vorstellungen des größten europäischen Herstellers VW zurückfällt." Nach einem Gespräch zwischen VW-Chef Martin Winterkorn und der Greenpeace-Geschäftsführung Ende März hatte Volkswagen zugesichert, das 95-Gramm-Ziel der EU "ohne wenn und aber", also ohne Schlupflöcher wie "Supercredits", einhalten zu wollen.
Kernforderungen von Altmaier und großer Teile der Autolobby sind sogenannte "Supercredits", also Bonuspunkte für Elektro- und Hybridautos. Strombetriebene Fahrzeuge sollen gleich mehrfach auf die CO2-Bilanz der Hersteller angerechnet werden. So würde das EU-Ziel massiv verwässert. Zudem versuchen sie zu verhindern, dass die EU ein CO2-Limit über das Jahr 2020 hinaus festlegt. Setzt sich Altmaier durch, würde das Ziel statt 2020 erst im Jahr 2024 erreicht. Damit wäre auch ein strengeres CO2-Limit für 2025 passé, wie es das Europäische Parlament fordert.
"Für die Energiewende, von der der Minister so viel redet, tut er im Verkehrsbereich nichts. Im Gegenteil: Seine Position schadet dem Klima und der Entwicklung spritsparender Autos", sagt Lohbeck. Im bisherigen Gesetzgebungsverfahren konnte sich Altmaier mit seinen Sonderwünschen für Premium-Hersteller nicht durchsetzen. Es ist zu befürchten, dass er versuchen wird, die vom Parlament vorgegebenen Eckwerte bis zur finalen Entscheidung Ende Juni im zuständigen EU-Ministerrat zu kippen.
Greenpeace lehnt eine Aufweichung des EU-Grenzwertes ab und fordert für 2025 einen Grenzwert von höchstens 60 Gramm CO2 (entspricht ca. 2,5 Liter auf 100 km).
Greenpeace e.V.
Grosse Elbstrasse 39
22767 Hamburg
Deutschland
Telefon: 040/30618 -340
Telefax: 040/30618-160
Mail: presse@greenpeace.de
URL: http://www.greenpeace.de
PresseKontakt / Agentur:
Greenpeace e.V.
Grosse Elbstrasse 39
22767 Hamburg
Deutschland
Telefon: 040/30618 -340
Telefax: 040/30618-160
Mail: presse(at)greenpeace.de
URL: http://www.greenpeace.de
Datum: 15.05.2013 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 871970
Anzahl Zeichen: 3612
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 238 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesumweltminister Altmaier päppelt Spritschlucker"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Greenpeace-Aktivisten protestieren am französischen Atomkrafwerk Tricastin Paris 15. Juli 2013: Greenpeace-Aktivisten haben heute früh auf der Atomanlage in Tricastin/Frankreich zwei Banner entrollt mit der Botschaft: "Accident nucléaire à Tricastin, François Hollande : président de
Nach Greenpeace-Protest: Transportfirmen schicken Walfleisch zurück an den Absender ...
Umweltminister Altmaier soll deutsche Häfen gesetzlich für Walfleisch sperren Der gestrige Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen den Transport von Walfleisch über den Hamburger Hafen zeigt Wirkung: Am späten Abend kündigte die taiwanesische Transportfirma "Evergreen Line" an, d
Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport ...
Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den Schiffstauen des 170 Meter langen Frac
Weitere Mitteilungen von Greenpeace
Eagle Hill stösst in Bohrprogramm 2013 auf hochgradige Goldmineralisierung mit 288,5 g/t Gold auf 12,4 Meter ...
in Bohrprogramm 2013 auf hochgradige Goldmineralisierung mit 288,5 g/t Gold auf 12,4 Meter (kein Cutoff, Abschnitt enthält u.a. 4.180 g/t Au auf 0,8 Meter) VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA - 14. Mai 2013 (TSX.V: EAG) Eagle Hill Exploration Corporation ("Eagle Hill" oder das "Unterne
Denk an mich. Dein Rücken: Sieben von zehn Menschen plagt laut Umfrage der Rücken ...
Auch junge Menschen mehrheitlich betroffen Ein großer Teil der Bevölkerung hatte in seinem Leben schon Rückenbeschwerden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken". Danach gaben fast drei Viertel der Befragt
NIEDERBERGER Gruppe nun sowohl für Umwelt- als auch für Qualitätsmanagement DIN ISO-zertifiziert ...
Zertifizierte Qualität und ökologische Nachhaltigkeit gehen bei der NIEDERBERGER Gruppe künftig Hand in Hand. So ist der deutschlandweit tätige infrastrukturelle Gebäudedienstleister nicht nur erfolgreich für sein Qualitätsmanagement gemäß DIN ISO 9001 rezertifiziert worden, sondern konnt
Dr. Herbert Heitmann wird neuer Leiter Communications Government Relations bei Bayer ...
Dr. Herbert Heitmann, derzeit Executive Vice President External Communications bei der Royal Dutch Shell mit Sitz in Den Haag (Niederlande), wird zum 1. September 2013 die Leitung des neu geschaffenen Bereichs "Corporate Communications and Government Relations" bei Bayer übernehmen.
Virtuelle Realität in 3D und innovative 3D-Drucker lassen Prototypen bei Ford zur Wirklichkeit werden ...
CAVE (Computer-Automated Virtual Environment) visualisiert Fahrzeuge in 3D und ermöglicht Ford-Ingenieuren virtuelle Tests bei der Entwicklung von Prototypen Dank CAVE lässt sich die Verkehrsumgebung inklusive Fußgänger und Radfahrer darstellen. Das System wurde bereits bei der Entwicklung




