Neue OZ: Kommentar zu EU/Fischerei

Neue OZ: Kommentar zu EU/Fischerei

ID: 872583
(ots) - Nicht der große Wurf

Fischbestände besser schonen - das hört sich zunächst einmal gut
an. Doch worauf sich die EU-Staaten da in ihrem Verhandlungsmarathon
geeinigt haben, ist bei genauem Hinschauen kein großer Wurf. Der
Streit mit Meeresexperten und Umweltschützern um die längst fällige
Fischereireform wird weitergehen. Und auch das Europaparlament, das
deutlich schärfere Regeln fordert, sollte sich tunlichst nicht mit
dem faulen Kompromiss zufriedengeben.

Denn um Fischbestände nachwachsen zu lassen, muss deutlich weniger
und mit anderen Methoden gefischt werden. Doch genau diesen zentralen
Punkt haben die EU-Minister ausgeklammert. Stattdessen wollen die von
einer starken Lobby beeinflussten Fischereinationen die
EU-Abgeordneten über die Beifangquote ins gemeinsame Boot holen: Nur
noch fünf Prozent der ungewollt im Netz gelandeten Meerestiere sollen
Fischer wieder ins Meer zurückwerfen dürfen.

Doch wer soll das wie überprüfen? Weder gibt es Kontrollpersonal,
noch kann Fischern nachgewiesen werden, doch mehr Beifang entsorgt zu
haben. Die Forderung ist nur Kosmetik, auf die sich das EU-Parlament
keinesfalls einlassen darf. Würde der Gesetzesentwurf abgesegnet,
bräuchten die Fischbestände laut WWF mehr als 100 Jahre, um sich auf
normalem Niveau einzupendeln. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Marcus Tackenberg



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zu Gesellschaft/Demografie Neue OZ: Kommentar zu Verteidigung/Bundeswehr/Rüstungsindustrie/Drohnen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.05.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 872583
Anzahl Zeichen: 1649

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 222 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu EU/Fischerei"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Krankenkassen: Verwässerung der Gesundheitsreform würde zu höheren Beiträgen führen / GKV-Chef Blatt: "Einsparungen bei Pharma und Ärzten nicht zurücknehmen!" "Kliniken dürfen s ...
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell

Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt

"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Landtag/Diäten ...
Ein Politikum Dass die Diäten der niedersächsischen Landtagsabgeordneten um 2,5 Prozent steigen sollen, ist für sich genommen kein Problem. Dieser Wert entspricht dem durchschnittlichen Einkommenszuwachs der Arbeiter, Angestellten und Beamten während des vergangenen Jahres. Das Übel

Neue OZ: Kommentar zu Verteidigung/Bundeswehr/Rüstungsindustrie/Drohnen ...
Peinlich, peinlich Der Skandal um die Drohne "Euro-Hawk" ist gleich doppelt peinlich für die Bundesregierung. Erstens hat das Verteidigungsministerium eine halbe Milliarde Euro verschleudert. Zweitens kommt diese Nachricht in einer Zeit, in der ohnehin leidenschaftlich um die Ansc

Neue OZ: Kommentar zu Gesellschaft/Demografie ...
Eine Lebensform auf dem Rückzug Der Mikrozensus lohnt sich eben doch: Durch die aktuellste Befragung der Haushalte ist es schwarz auf weiß, dass weniger als die Hälfte der Deutschen in einer Familie leben. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Statistik, mit der sich Wissenschaftler in An

Neue OZ: Kommentar zu USA/Nachrichtenagentur AP ...
In Deutschland möglich Erst soll die Regierung von US-Präsident Barack Obama CIA-Informationen manipuliert haben, um den Anschlag auf die Botschaft in Bengasi herunterzuspielen. Dann hat die Steuerbehörde offenbar gezielt regierungskritische Interessengruppen überprüft. Nun wird aufgedec


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z