Qualifikationen europaweit vergleichbar machen
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Bund und Länder unterzeichnen gemeinsamen Beschluss zur Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR)
"Der Qualifikationsrahmen schafft mehr Transparenz und Mobilität in Europa. Mit der gemeinsamen Zuordnung von Bachelor- und Meisterabschlüssen machen wir die Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung deutlich und erhöhen die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsbereichen", sagte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Bundeswirtschaftsminister Dr. Rösler unterstrich den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung für die Fachkräftesicherung: "Die berufliche Bildung erhält durch den Deutschen Qualifikationsrahmen die ihr gebührende Anerkennung. Denn die berufliche Bildung wird besser vergleichbar und ihr hoher Stellenwert nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa besser wahrnehmbar. Sie zeichnet sich durch interessante Karrierewege bis hin zur Selbständigkeit aus."
"Lebenslanges Lernen wird heute in allen Bereichen immer wichtiger. Das muss sich auch in der Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen und Qualifikationen niederschlagen", betonte der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Stephan Dorgerloh. Zugleich hob er die Bedeutung des DQR für die europäische Bildungszusammenarbeit hervor: "Durch die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung wird dem deutschen Bildungssystem in Europa angemessen Rechnung getragen." Der Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Harry Glawe, sagte: "Beim DQR geht es nicht um die Festschreibung von bestehenden Bildungshierarchien, sondern letztendlich um die Sicherung von Fachkräften durch eine Förderung der Durchlässigkeit auf nationaler und europäischer Ebene."
Der Deutsche Qualifikationsrahmen setzt die Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen um. Die Entwicklung des DQR erfolgte unter Federführung von Bund und Ländern in einem mehrjährigen Prozess unter kontinuierlicher Mitwirkung von Sozialpartnern und Wirtschaftsorganisationen sowie weiterer Experten aus Wissenschaft und Praxis. In einem SpitzengeÂspräch im Januar 2012 hatten sich Bund, Länder, Sozialpartner und Wirtschaftsorganisationen auf eine grundsätzliche Linie für die Einführung des DQR und die Zuordnung von Ankerqualifikationen des formalen Bildungssystems verständigt. In einem nächsten Schritt sollen auch Lernergebnisse aus dem nicht-formalen Bereich in den DQR einbezogen werden. Dazu soll eine Expertengruppe bis Ende des Jahres Vorschläge vorlegen.
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Datum: 16.05.2013 - 13:45 Uhr
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