?Strommarkt braucht europäische Lösungen?
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"Strommarkt braucht europäische Lösungen"
Acht Energieunternehmen appellieren an die EU
Peter Terium: "Emissionshandel zügig reformieren und stärken"
Im Vorfeld des Treffens des Europäischen Rates haben acht große europäische Energieunternehmen einen Appell an die führenden europäischen Politiker gerichtet. Mit ihrem Schreiben wollen die Unternehmen die Aufmerksamkeit der Staats- und Regierungschefs auf die Herausforderungen lenken, vor denen der Energiemarkt steht. Zu den Unterzeichnern gehören die CEOs von Enel, Eni, Eon, GasNatural Fenosa, GasTerra, GDF Suez, Iberdrola und RWE.
Sie fordern unter anderem, dass ein künftiges Strom-Marktdesign einen europäisch koordinierten Ansatz für Kapazitätsmechanismen beinhaltet, in dem alle Erzeugungskapazitäten, die zur Versorgungssicherheit beitragen, in angemessener und ausgewogener Weise vergütet werden. Darüber hinaus, so die Vorstandschefs übereinstimmend, sollen bei der Reform des europäischen Emissionshandels realistische und verlässliche Minderungsziele für den Zeitraum nach 2020 festgelegt werden.
Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, ergänzt: "Wir haben in den vergangenen Monaten für die strukturelle Reform des Europäischen Emissionshandels geworben. Dieses marktwirtschaftliche Instrument hat sich bewährt, und wir sind überzeugt, dass es weiterhin geeignet ist, die Klimaschutzziele der EU zu erreichen.
Wichtig ist uns bei der anstehenden Reform vor allem eine schnelle politische Einigung auf langfristige CO2-Minderungsziele. Das wird am Ende zu einem verschärften CO2-Minderungspfad über das Jahr 2020 hinaus führen. Der steilere Minderungspfad kann begleitet werden durch die dauerhafte Entnahme von Zertifikaten, wenn diese Maßnahme in eine politische Festlegung auf langfristige Emissionsminderungsziele eingebettet ist. Diese Verknüpfung ist von zentraler Bedeutung.
Denn langfristig stabile politische Rahmenbedingungen sind wesentlich für ein erfolgreiches Funktionieren des Europäischen Emissionshandels. Bei kurzfristigen, punktuellen Markteingriffen wie dem "back loading" allein sind wir nach wir vor skeptisch, weil sich dadurch strukturell nichts ändert, gleichzeitig aber der Markt verunsichert wird. Einmal-Aktionen oder nationale Alleingänge - egal, ob bei Kapazitätsmechanismen oder Ausbauzielen für Erneuerbare - helfen uns nicht, wir müssen nach europäischen Lösungen suchen."
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Datum: 22.05.2013 - 12:31 Uhr
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