Der "Enkeltrick" ist besonders dreist
ID: 876602
Aufklärungskampagnen gibt, treiben Trickbetrüger weiter ihr Unwesen.
Allein für das Jahr 2011 registrierte die Kriminalstatistik für
Deutschland rund 120.000 Fälle, beim Nachbarn Österreich zählte die
Polizei mehr als 37.000 Fälle von Taschen- und Trickdiebstahl. Das
Magazin Reader's Digest widmet sich in seiner Juni-Ausgabe
ausführlich dem Thema und gibt wertvolle Tipps, wie man sich gegen
die Gauner schützen kann. So sollte man beim Einsteigen in Busse und
Bahnen oder auf Rolltreppen besonders vorsichtig sein. Denn
Trickdiebe treten oftmals als Team auf. Ein Dieb lenkt das Opfer
unter falschen Vorzeichen ab, dann greift der Komplize zu.
Dabei nutzen die Diebe ganz unterschiedliche Tricks. Mal umarmen
sie einen vermeintlichen Bekannten, mal putzen sie dem Opfer
scheinbar versehentlich verkleckertes Eis von der Jacke. "Am
Geldautomaten sollten Sie besonders wachsam sein", sagt
Kriminalhauptkommissarin Frauke Hannes von der Polizeilichen
Kriminalprävention in Hamburg und gibt in der neuen Ausgabe des
Magazins Reader's Digest konkrete Verhaltenstipps: Im Zweifelsfall
sollte man andere Kunden bitten, Abstand zu halten, so lange man Geld
abhebt. Fremde sollten auch nicht sehen können, wie viel Geld man
holt. Und: Größere Beträge sollte man sich nicht am Automaten,
sondern in der Bank auszahlen lassen. "Tragen Sie Geld, Schecks,
Kreditkarten und Papiere am besten in verschiedenen verschlossenen
Innentaschen Ihrer Kleidung möglichst dicht am Körper", rät Hannes
zudem. Praktisch sind auch ein Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche
oder ein Geldgürtel.
Äußerste Vorsicht ist geboten, wenn Trickdiebe an der Haustür
klingeln, zum Beispiel verkleidet als Handwerker oder Mitarbeiter der
Hausverwaltung, die nach einem Zettel und Stift verlangen, etwas zu
trinken erbitten oder angeblich dringend telefonieren müssen. Auch in
diesen Fällen arbeiten die Täter oftmals im Team: Einer lenkt das
Opfer ab, der andere sucht in der Wohnung nach Beute. "Ältere
Menschen sind bevorzugte Opfer und werden bewusst ausgespäht",
berichtet Kriminalhauptkommissarin Angelika Platthaus,
Seniorenberaterin der Polizei in Nordrhein-Westfalen, in der neuen
Ausgabe von Reader's Digest. Der Rat der Experten lautet deshalb: Die
Tür bleibt geschlossen, wenn draußen ein Unbekannter steht. Im
Zweifelsfall sollte zuerst der Türspion oder die Gegensprechanlage
genutzt werden. Und sollte ein Handwerker klingeln, der gar nicht
bestellt war, lässt man sich am besten den Dienstausweis oder die
Auftragsbestätigung zeigen. Besonders dreist ist der "Enkeltrick".
Unter dem Vorwand, ein Verwandter zu sein, nehmen Täter telefonisch
Kontakt auf mit bevorzugt älteren Opfern und bitten um finanzielle
Hilfe. In solchen Fällen sollte man niemals Geld aushändigen oder
Auskunft über Wertsachen und Bankguthaben geben, sondern umgehend die
Polizei alarmieren.
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader's Digest
Deutschland ist ab dem 27. Mai an zentralen Kiosken erhältlich.
Artikel aus der Juni-Ausgabe zum Download:
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Datum: 23.05.2013 - 10:00 Uhr
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