Volkswagen Braunschweig und Betriebsrat zeichnen junge Braunschweiger mit ?Sally Perel Preis? aus
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Volkswagen Braunschweig und Betriebsrat zeichnen junge Braunschweiger mit "Sally Perel Preis" aus
Preis wird künftig jährlich für Respekt und Toleranz vergeben
Werkmanagement und Betriebsrat des Volkswagen Werks Braunschweig haben erstmals den "Sally Perel Preis" für Respekt und Toleranz verliehen. Der 88-jährige Namensgeber Sally Perel, der als Jude die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebte, überreichte die Auszeichnung heute bei einer Betriebsversammlung vor 2.500 Teilnehmern an drei Gruppen junger Braunschweiger, die sich für respektvolles und tolerantes Verhalten einsetzen.
Schüler der Nibelungen-Realschule haben sich mit dem Unrecht in der Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt und so das geschichtliche Hörspiel "Szenen aus dem Leben der Familie Meyer" produziert. Die Heinrich-Büssing-Schule hat mit anderen Braunschweiger Schulen das Musical "Streetlight" aufgeführt, das sich für Toleranz und Weltoffenheit stark macht. Beim Projekt der "Töne Braunschweigs" kommen sich Menschen verschiedener Kulturen über ihre Musik näher. Die Preisträger erhielten Schecks über jeweils 1.000 Euro.
"Für uns waren alle drei Projekte so gut, dass wir uns nicht für einen ersten, zweiten und dritten Platz entscheiden konnten", sagte Perel. "Ich bin beeindruckt, was junge Menschen wie Ihr leisten und ich freue mich, dass Ihr Euch mit der deutschen Geschichte und dem Thema Respekt in unserer Gesellschaft beschäftigt", lobte der gebürtige Peiner. Bekannt wurde er unter anderem durch das Buch "Ich war Hitlerjunge Salomon".
Für Dr. Ulrich Hackenberg, Mitglied des Vorstands der Marke Volkswagen Pkw, sind Respekt und Toleranz wesentliche Elemente der Unternehmenskultur von Volkswagen: "An unseren weltweiten Produktionsstandorten bauen Menschen unterschiedlichster Kulturen unsere Fahrzeuge für Kunden in aller Welt. Rund um den Globus arbeiten Entwickler an Innovationen für Volkswagen. Das funktioniert nur, weil sie sich respektvoll begegnen und akzeptieren, dass sie verschieden sind. Volkswagen ist auch deshalb erfolgreich, weil wir als Unternehmen die Chancen nutzen, die sich aus dieser Verschiedenheit ergeben. Das Werk Braunschweig trägt seinen Teil bei, indem es weltweit Komponenten für nahezu alle Marken des Konzerns liefert."
Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, Schirmherr des Jugendwettbewerbs, sagte: "Ich begrüße es sehr, dass sich junge Menschen für Toleranz und Respekt einsetzen. Ich danke Werkleitung und Betriebsrat von Volkswagen Braunschweig, dass sie mit der Auslobung des Preises die Grundlage dafür schaffen. Es ist wichtig, schon bei jungen Menschen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Toleranz und Achtung Grundlagen unseres Zusammenlebens sind und Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf."
"Unter allen Bewerbungen gab es beeindruckende Projekte und Konzepte", betonte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Volkswagen Werks Braunschweig, Mathias Möreke. Er habe mit Freude festgestellt, dass sich die Jugend in der Schule, aber auch in ihrer Freizeit vielseitig mit dem Thema Respekt auseinandersetze. "Für uns sind alle Bewerber Gewinner und ihre Projekte ein wichtiger Teil unserer Kultur in Braunschweig."
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Respekt und Toleranz geht im Werk Braunschweig über den "Sally Perel Preis" hinaus. Mit dem Aufstieg von Eintracht Braunschweig bekomme das Thema in der Region noch einmal einen neuen Auftrieb, sagte der Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen Braunschweig, Uwe Fritsch. Künftig werden drei regionale Vereine in der Ersten Fußball-Bundesliga spielen: Eintracht Braunschweig, Hannover 96 und der VfL Wolfsburg. "Ich wünsche mir spannende Derbys. Ich wünsche mir aber auch, dass wir nicht nur bei der Arbeit Kolleginnen und Kollegen sind, sondern auch im Fußballstadion. Egal, für welchen Verein wir klatschen, Respekt und Toleranz enden nicht am Werktor", betonte Fritsch.
Der "Sally Perel Preis" wird jährlich von Volkswagen Braunschweig an junge Braunschweiger zwischen 14 und 25 Jahren vergeben. Er fördert Initiativen für Respekt und Toleranz und ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Über die Preisträger entscheidet eine neunköpfige Jury. Namensgeber Sally Perel ist Jude und überlebte den Nationalsozialismus "versteckt unter der Haut des Feindes" als Hitlerjunge. Heute gibt er seine Erfahrungen weiter und tritt für Respekt und Toleranz ein.
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Datum: 23.05.2013 - 17:31 Uhr
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