Neue OZ: Kommentar zu Auto / Umwelt / Verbraucher
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Deutsche Autohersteller tricksen, dass sich die Bleche biegen: Ein
international renommiertes Institut hat nun herausgefunden, dass
Audi, BMW und Co den Verbrauch ihrer Flotte gleich um 25 Prozent nach
unten mogeln. Weltweiter Negativrekord.
Damit schadet einer der wichtigsten deutschen Industriezweige
nicht nur massiv dem eigenen Image. Er zieht auch bewusst den
Verbrauchern das Geld aus der Tasche. Weil sie nur auf dem Papier ein
sparsames Auto fahren, zahlen sie im Schnitt pro Jahr etwa 300 Euro
mehr für Treibstoff als vielleicht geplant.
In den Labortests tunen die Konzerne ihre Fahrzeuge so lange bei
Schmierstoffen, Reifen und Drehzahlen, bis die Werbung mit der
Wirklichkeit kaum mehr etwas zu tun hat. Die Start-Stopp-Automatik,
die in der Realität viel seltener zum Einsatz kommt, poliert die
Zahlen zusätzlich auf. Mit normalem Stadtverkehr hat diese miese
Mogelpackung so wenig zu tun wie eine Pferdekutsche mit einem
Formel-eins-Rennwagen.
Eine Vollbremsung der Hersteller ist dabei nicht in Sicht: Sie
werden wegen der anstehenden EU-Reform der CO2-Grenzwerte weiter
tricksen. Wie sonst sollten sie es schaffen, in nur sieben Jahren
ihren Durchschnittsverbrauch noch einmal erheblich zu reduzieren?
Auffällig ist, dass die neue Vorgabe fast genau der nun beklagten
25-Prozent-Täuschung entspricht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Fabian Löhe
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: +49(0)541/310 207
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Datum: 28.05.2013 - 22:00 Uhr
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