Bundesweit größtes Smart Meter Projekt in Mülheim an der Ruhr wissenschaftlich ausgewertet

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Bundesweit größtes Smart Meter Projekt in Mülheim an der Ruhr wissenschaftlich ausgewertet



(pressrelations) -
Strom-Einspareffekt durch intelligente Zähler liegt in der Testgruppe bei knapp 3 Prozent

Motivation der Verbraucher ist wichtige Einflussgröße

Die beiden Fraunhofer-Institute ISI und ISE sowie das Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien haben im Auftrag von RWE Deutschland das bundesweit größte Smart Meter Projekt in Mülheim an der Ruhr wissenschaftlich untersucht. Hierzu ist eine Gruppe von über 200 freiwilligen Mülheimer Testkunden zusätzlich zu den heute in ganz Mülheim verfügbaren RWE Smart Metern mit einer Visualisierungs-Software ausgestattet worden. Diese Untersuchungsmethode erlaubte es teilnehmenden Kunden, detaillierte Verbrauchsdaten auf ihren heimischen PCs darzustellen, auszuwerten und weiter zu analysieren. Ein wesentliches Ergebnis ist, dass die Testgruppe im Zeitraum zwischen 2010 und 2011 durchschnittlich 2,8 Prozent mehr Strom eingespart hat als eine Vergleichsgruppe außerhalb von Mülheim, die nicht über Smart Meter verfügte. Insgesamt belief sich die durchschnittliche Einsparung der Testgruppe in Mülheim mit 211 Teilnehmern auf 4,4 Prozent gegenüber 1,6 Prozent bei den 207 Vergleichshaushalten, vornehmlich in Essen.

Neben den quantitativen Messergebnissen haben die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts auch die mit den Teilnehmern beider Gruppen geführten telefonischen Interviews ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass die seitens der Verbraucher mit einem Smart Meter erzielte Einsparung höher war, wenn die Teilnehmer die Visualisierungs-Software als ein Mittel betrachteten, das ihnen hilft, mehr über ihren Stromverbrauch zu lernen. Besonders erfolgreich waren diejenigen Teilnehmer, die bereit waren, diesen so genannten Lerneffekt durch aktives Handeln zu unterstützen. Dazu zählten beispielsweise die Anschaffung von Energiesparlampen und Steckdosenleisten, der Austausch von Geräten mit einer niedrigen Energieeffizienz oder der Verzicht auf den Standby-Modus. Die Ergebnisse machen damit deutlich, dass die Bereitschaft der Verbraucher, aktiv etwas für die Energieeinsparung zu unternehmen, einen wesentlichen Einfluss auf die erzielbaren Ergebnisse hat.



Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender von RWE Deutschland, betont zu den Untersuchungsergebnissen: "Es ist wichtig, die Verbraucher zum Energiesparen zu ermutigen. Dazu haben die Vertriebsunternehmen der RWE-Deutschland-Gruppe zahlreiche Beratungsangebote im Rahmen ihrer Serviceleistungen. Zudem gibt es unterstützende Gerätetechnik für die Haushalte, beispielsweise mit RWE SmartHome. Die deutliche Steigerung der Energieeffizienz ist unerlässlich, um die Energiewende unmittelbar beim Stromkunden zu fördern."

Bei dem Projekt "Mülheim zählt" wurde die Stadt im Zeitraum 2008 bis 2012 mit mehr als 100.000 intelligenten Zählern praktisch flächendeckend ausgestattet. Neben dem intelligenten Stromzähler wurde auch eine Kommunikationseinheit eingebaut, um die Fernauslesbarkeit der Verbrauchsdaten zu testen. Datenschutz und Datensicherheit hatten dabei eine große Bedeutung, in enger Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die berechtigten Interessen der Kunden gewahrt. Die Kosten des Forschungs- und Entwicklungsprojekts in Höhe von etwa 30 Mio. Euro hat RWE Deutschland übernommen. Die Kosten eines kommunikationsfähigen Smart Meters sind heute etwa zehn Mal so hoch wie die eines herkömmlichen Analogzählers. Mit dem Feldversuch und der in diesem Rahmen durchgeführten Begleitforschung hat RWE Deutschland wichtige Erkenntnisse über Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz fernauslesbarer intelligenter Zähler und die durch diese Technik erzielbaren Effekte gewonnen.


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Datum: 29.05.2013 - 12:01 Uhr
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