Romani Rose kritisiert NSU-Ermittlungen: "Mit großer Sympathie weggeschaut" / Lebensbedingungen in Osteuropa verbessern
ID: 881654
Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose,
haben Ermittlungsfehler im Zusammenhang mit der NSU-Mordserie
gesellschaftlichen Schaden angerichtet. Im PHOENIX KAMINGESPRÄCH
(Ausstrahlung am Sonntag, 2. Juni 2013, 13.00 Uhr) sagte Rose: "Dass
diese Vorfälle in den letzten zehn Jahren möglich waren, das hat
Vertrauen zerstört." Bei der Ermittlungsarbeit habe man offenbar "mit
großer Sympathie weggeschaut", so Rose. "Das müssen Leute mit
Verantwortung im Sicherheitsbereich gewesen sein, die Informationen
nicht weitergegeben haben. Da muss genauer hingeguckt werden."
Mit Blick auf die Situation von Sinti und Roma in Städten wie
Duisburg, Dortmund und Mannheim, sagte Rose: "Der Bund und das Land
dürfen diese Städte nicht im Stich lassen." Bereits bei den
Beitrittsverhandlungen mit den östlichen EU-Staaten habe man über die
Verhältnisse in Osteuropa gewusst, aber die Städte nicht mit
einbezogen. Heute müsse man "den Familien helfen, die da sind". Die
Auswanderung vieler Sinti und Roma aus ihrer Heimat sei das Resultat
von Ausgrenzung in ihren Heimatländern: "Die Bundesrepublik, andere
westeuropäische Länder und die EU müssen darauf dringen, dass die
Lebenssituation der Roma in diesen Ländern verbessert wird." Zwar
müsse jeder auf Grundlage der Freizügigkeit einen Beruf in einem
anderen Land ausüben dürfen, "aber wir müssen auch dafür sorgen, dass
das Gefälle zwischen Arm und Reich, wie wir es in Osteuropa haben,
verändert wird." Die Menschen aus den Ländern Osteuropas müssten "vor
Ort die gleichen Lebenschancen vorfinden, damit sie nicht mehr
gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen".
Pressekontakt:
PHOENIX-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 190
Fax: 0228 / 9584 198
pressestelle@phoenix.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.05.2013 - 14:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 881654
Anzahl Zeichen: 2055
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 286 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Romani Rose kritisiert NSU-Ermittlungen: "Mit großer Sympathie weggeschaut" / Lebensbedingungen in Osteuropa verbessern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PHOENIX (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer (Bündnis 90/ Die Grünen) hat anlässlich des fünften Jahrestages der Flutkatastrophe von 2021 die Klimapolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Bei phoenix sagte Krischer, ihm fehle der Ansatz einer "systematischen Klimaanpassu
Markus Söder im phoenix persönlich: "Der Faktor Macht ist maßlos überschätzt" ...
Welche Rolle spielt Macht in der Politik - und wie viel Gestaltung ist in Krisenzeiten möglich? Über diese und weitere Fragen spricht Theo Koll in der aktuellen Ausgabe von phoenix persönlich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Im Gespräch blickt Söder
Lettlands Präsident Edgars Rinkevics beim NATO-Gipfel über Europa: "Große Ankündigungen, aber wenig Taten" ...
Lettlands Präsident Edgars Rinkevics forderte am Rande des NATO-Gipfels im Interview mit dem Fernsehsender phoenix die Einheit des Militärbündnisses und äußerte Verständnis für die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach mehr europäischer Verantwortung. Der US-Präsident habe recht, wa
Weitere Mitteilungen von PHOENIX
Europa-Terminvorschau vom 3. bis 9. Juni 2013 ...
Die EU-Terminvorschau ist ein Service der Vertretungen der EU-Kommission in Deutschland für Journalisten. Sie kündigt vor allem Termine der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofes mit besonderer Bedeutung für Deutschla
Sanierungsfall Europa - vom Traum zum Albtraum / Martin Schulz und Peter Altmaier zu Gast bei "2+Leif" am 3. Juni 2013, 23 Uhr im SWR Fernsehen ...
"Europa ist ein Sanierungsfall", so die überraschend schonungslose Lagebeurteilung von EU-Kommissar Günther Oettinger. Der CDU-Politiker zeichnet damit ein düsteres, aktuelles Bild der Europäischen Gemeinschaft und spricht der Bevölkerung aus dem Herzen: Nur noch eine Minderheit der
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Oettinger ...
Seine Analyse, die EU sei ein Sanierungsfall, Italien, Rumänien und Bulgarien kaum regierbar, all das stimmt. Auch an der Einschätzung, dass Frankreichs Regierung nicht verstanden habe, was die Stunde geschlagen hat, ist wenig auszusetzen. Nur, und das ist Oettingers Problem: Er fällt mit sei
US-Drohnenkrieg läuft über Deutschland ...
In die gezielten Tötungen von Terrorverdächtigen in Afrika durch Drohnen sind US-Standorte in Deutschland maßgeblich eingebunden. Insbesondere geht es dabei um "Africom", das 2008 neu eingerichtete Oberkommando des US-Militärs für Afrika in Stuttgart. Auch das Air Operations Cente




