Connected, aber inaktiv / Deloitte-Studie Mediennutzungsverhalten: Verbraucher kaufen neue Gerätety

Connected, aber inaktiv / Deloitte-Studie Mediennutzungsverhalten: Verbraucher kaufen neue Gerätetypen, nutzen sie aber nicht

ID: 883365
(ots) - Die Deutschen sind gegenüber neuen
Technologien und smarten Geräten in der Unterhaltungselektronik
durchaus aufgeschlossen - in der Praxis hängen sie jedoch eher
traditionellen Medienangeboten und Konsumformen an. So können
Smartphone und Tablet dem bewährten Laptop genauso wenig den Rang als
beliebtestes mobiles Endgerät streitig machen wie der E-Reader dem
Buch oder das Connected TV dem linearen Fernsehen. Im internationalen
Vergleich liegt Deutschland bei der Nutzung neuer elektronischer
Devices häufig zurück. Das zeigt die aktuelle Deloitte-Studie "The
State of the Media Democracy", die in zehn Ländern insgesamt 20.000
Mediennutzer befragte. In Deutschland nahmen mehr als 2.000
Verbraucher teil.

"Der Report zeigt eines deutlich: In Sachen Gerätebesitz sind die
Deutschen weiter als bei der Nutzung. Obwohl die technischen
Voraussetzungen zur Verfügung stehen, hängen viele Menschen an
althergebrachten Konsumformen", erklärt Klaus Böhm, Director Media
bei Deloitte.

TV: Geräte von morgen, Vorlieben von gestern

"Connected TV" lautet der Trend für fortschrittliches Fernsehen.
Entsprechende Geräte finden sich in knapp einem Drittel der deutschen
Haushalte - in etwa so viel wie in Großbritannien, Frankreich und den
USA. Gegenüber 2012 hat die Verbreitung um 167 Prozent zugenommen.
Dennoch ändern sich die Fernsehgewohnheiten kaum: 73 Prozent
bevorzugen die traditionelle, lineare Art des TV-Konsums. Besitzer
von Hybrid-Geräten sehen etwa zwei Drittel aller TV-Inhalte linear.

Smartphone & Co.: Laptop bleibt die Nummer eins

Mobile, internetfähige Endgeräte mit einer entsprechenden Anzahl
von Features und Ausstattungsdetails sind heute weit verbreitet.
Immerhin 62 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über ein
Smartphone, 27 Prozent haben ein Tablet. Die Verbreitung beider


Gerätetypen stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20
Prozentpunkte.

Sowohl Smartphone als auch Tablet bieten ein breites
Leistungsspektrum. Wenn es aber um mobiles Arbeiten oder andere
Aktivitäten abseits der Sprachtelefonie geht, bevorzugen die
Deutschen nach wie vor den Laptop. So würden 57 Prozent unterwegs
eher zum portablen Rechner als zum Smartphone greifen und sogar 71
Prozent den Laptop einem Tablet vorziehen. Das wichtigste Argument
ist dabei sein universeller Funktionsumfang.

E-Reader unter Druck - Print immer noch beliebt

Ebenfalls auf dem Vormarsch sind E-Reader - und auch sie scheinen
trotzdem nicht in der Lage, einen neuen Standard zu setzen. Von fünf
auf 22 Prozent schnellte die Verbreitungsquote von 2012 auf 2013.
Verbraucher schätzen an den elektronischen Büchern vor allem den
leichteren Transport und die günstigeren Preise. Dennoch bevorzugt
der größte Teil der Mediennutzer - anders als beispielsweise in den
USA und Großbritannien - unverändert das gedruckte Buch.

Games: Keine klare Tendenz bei Plattformen

Nahezu ein Drittel aller Deutschen spielt mindestens einmal pro
Woche elektronische Spiele, wobei der Anteil bei der jüngeren
Altersgruppe deutlich höher liegt. Und in annähernd jedem dritten
Haushalt gibt es inzwischen ein Game-Abonnement. Damit haben
Game-Abos die Nische verlassen. Jedoch profitiert keine bestimmte
Plattform von dieser Tendenz: Eine Präferenz für Browser-,
Smartphone- oder Social Media Games ist ebenso wenig erkennbar wie
ein Triumph von Konsolen oder Tablets.

"Die Ausstattung der Haushalte mit innovativen Gerätetypen ist ein
guter Startpunkt für neue Geschäftsmodelle. Wer hier Potenziale
erschließen will, muss die Präsentation der Inhalte auf neuen
Endgeräten attraktiver gestalten. Ansatzpunkte ergeben sich
beispielsweise bei nicht-linearen Diensten für den Second Screen oder
durch eine stärkere Schwerpunktsetzung auf Software bzw.
Bedienoberflächen bei E-Readern", schließt Klaus Böhm.

Den kompletten Report erhalten Sie auf Anfrage.

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für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit
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Datum: 04.06.2013 - 09:21 Uhr
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