Flexibel für die Forschung

Flexibel für die Forschung

ID: 884462

TU Darmstadt weiht zukunftsweisenden Hochleistungsrechner ein



(PresseBox) - Die Technische Universität Darmstadt hat heute den neuen Lichtenberg-Hochleistungsrechner offiziell eingeweiht. In einem ebenfalls neuen Gebäude an der Lichtwiese wird der Rechner künftig in wenigen Stunden oder Wochen Probleme lösen, für die ein normaler Büro-Computer Monate oder Jahrzehnte bräuchte, wenn er sie überhaupt bewältigen könnte. Benannt ist der Rechner nach dem Universalgelehrten Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799).
Wettervorhersagen verbessern, Kraftstoff sparende Autos entwickeln, Lernprozesse im Gehirn verstehen, ein neues Material schaffen: Die Aufgaben, für die Wissenschaftler leistungsfähige Computer brauchen, sind vielfältig. Ebenso vielfältig sind die Programme, die sie bei ihren anspruchsvollen Simulationen und Berechnungen einsetzen. Der Lichtenberg-Hochleistungsrechner der TU Darmstadt vereint daher unterschiedliche Rechnerarchitekturen, um die verschiedenen Programme mit ihren komplexen Algorithmen effizient zu nutzen.
Eva Kühne-Hörmann, die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, hat heute gemeinsam mit Finanzstaatssekretärin Prof. Dr. Luise Hölscher den ersten Teil des Rechners mit rund 800 Rechenknoten offiziell in Betrieb genommen. Im Dezember 2014 wird der Rechnerkomplex erweitert. Bis der Hochleistungsrechner komplett ausgestattet ist, wird er rund 15 Millionen Euro kosten. Der Bund und das Land Hessen tragen diese Kosten jeweils zur Hälfte. Gefördert wird auf Grundlage des Artikels 91b des Grundgesetzes.
Ministerin Kühne-Hörmann wies darauf hin, dass über die genannten Kosten für den Rechner hinaus weitere sieben Millionen Euro im Rahmen des hessischen Hochschulbauprogramms HEUREKA für das Gebäude investiert worden sind. "Gebäude und Rechner sind weitere Belege für die Forschungsstärke der TU Darmstadt." Mit der Inbetriebnahme dieses Hochleistungsrechners seien in den vergangenen vier Jahren insgesamt mehr als 23 Millionen Euro in Hochleistungsrechner-Hardware an den Hessischen Universitätsstandorten investiert worden, fügte die Ministerin hinzu. Die Hälfte dieser Mittel sei über bundesweite Förderlinien eingeworben worden: "Das zeigt, dass die auf Hochleistungsrechnen basierende Forschung in Hessen im nationalen Wettbewerb als exzellent anerkannt wird."


Finanzstaatssekretärin Hölscher würdigte den Rechnerbau und hob hervor, dass das Land besondere Anstrengungen unternehme, um Forschung und Lehre stets auf einem international wettbewerbsfähigen Standard weiterzuentwickeln: "Mit dem Hochleistungsrechner erhält die TU Darmstadt einen weiteren Baustein zur Exzellenz." Der Neubau erfülle die modernsten Ansprüche für Effizienz und Nachhaltigkeit.
"Der neue Hochleistungsrecher ermöglicht wissenschaftliche Spitzenforschung, die effizient, zukunftsorientiert und wirtschaftlich relevant ist", sagt Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der Technischen Universität Darmstadt. "Ich freue mich, dass wir den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Darmstadt und anderer hessischer Forschungseinrichtungen einen zukunftsweisenden Rechner in einem energetisch optimierten Gebäude zur Verfügung stellen können."
Für jede Aufgabe gerüstet
Der Lichtenberg-Hochleistungsrechner der TU Darmstadt ersetzt den alten, im Jahr 2002 installierten Rechner, dessen Leistung er bereits mit der ersten Ausbaustufe um das 30-fache übersteigt. Zudem verfügt der von der Firma IBM hergestellte Rechner über eine energiesparende und vielseitig nutzbare Architektur: Einerseits enthält er Rechenknoten für Anwendungen, die eine hohe Rechenleistung benötigen. Andererseits stehen Rechenknoten für Aufgaben zur Verfügung, die viel Hauptspeicher benötigen und schnell auf diesen zugreifen müssen. Zudem gibt es Rechenknoten für Anwendungen, die von speziellen Rechenbeschleunigern profitieren.
Die verschiedenen Rechnersysteme unterstützen nicht nur die effiziente Ausführung der Programme auf der für sie passenden Architektur. Sie unterstützen auch die Entwicklung neuer Programme für zukünftige Parallelrechner. Denn ein Entwickler kann hier das auf seine Algorithmen zugeschnittene Programmiermodell auf der passenden Architektur nutzen und dadurch seine Produktivität in der Softwareentwicklung optimieren. "In Zukunft wird neben der Performanz eines Programmes die Produktivität in der Software-Entwicklung immer wichtiger, also die Frage, wie lange es dauert, bis aus einer wissenschaftlichen Idee ein Programm geworden ist, das verifiziert und dokumentiert ist und sich längerfristig warten und erweitern lässt. Denn die Lebensdauer eines Programms umfasst meist mehrere Rechnergenerationen, insbesondere bei komplexen Ingenieuranwendungen", erklärt Professor Christian Bischof, Leiter des Hochschulrechenzentrums an der TU Darmstadt.
Effizient kühlen und heizen
Das Gebäude, in dem der Rechner steht, ist ebenfalls neu. In seinem Aussehen ähnelt es einem riesigen Computergehäuse. Die Gebäudetechnik erlaubt es, in großen Teilen des Jahres weitgehend mit freier Kühlung zu arbeiten. Dann bleibt die Kältemaschine aus, und das Wasser, das den Rechner kühlt, wird nur über den Rückkühler auf dem Dach wieder abgekühlt. Das spart Energie. In kalten Zeiten heizt die Abwärme des Rechners das Gebäude.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Bioökonomie im Fokus der BIOTECHNICA 2013 / Zwei Tage Konferenz auf dem Marktplatz Industrielle Biotechnologie / Neu:  Wettbewerb Biotech-Industrie erwartet bessere Geschäfte / Trendumfrage der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie bei Mitgliedsunternehmen zur wirtschaftlichen Lage
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 05.06.2013 - 10:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 884462
Anzahl Zeichen: 5418

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Ehningen



Kategorie:

Forschung und Entwicklung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 393 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Flexibel für die Forschung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

IBM Deutschland GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

KIck-Start– das goldene Ticket für die KI-Zukunft ...
Erinnern Sie sich an die Geschichte von Willy Wonka und dem goldenen Ticket? Eine seltene und wertvolle Chance, die nur wenigen Glücklichen die Tür zu einer Welt voller Wunder und Möglichkeiten öffnete. IBM verlost unter teilnehmenden Unternehmen fünf dieser goldenen Tickets – für einen exkl

COMMON-Konferenz für mittelständische IT-Anwender in Schweinfurt am 13. und 14. November 2018 ...
Die COMMON-Benutzervereinigung für mittelständische IT-Anwender macht auf den kommenden Konferenztermin am 13. und 14. November in Schweinfurt unter dem Motto ?Neues Lernen. Erfahrungen teilen. Netzwerken.? aufmerksam. Der Kongress dient als Wegweiser insbesondere für Mittelständler in der Thema

Universität der Bundeswehr München und IBM starten IBM Q Hub ...
Die Universität der Bundeswehr München und IBM unterzeichneten heute einen Kooperationsvertrag zur Gründung eines IBM Q Hubs in München - dem ersten Hub in Deutschland und zweiten in Europa. Dieser neue, am Forschungsinstitute Cyber Defence CODE der Hochschule angesiedelte "Knotenpunkt"


Weitere Mitteilungen von IBM Deutschland GmbH


Kölner Hostessenagentur zufrieden mit den Aufträgen auf der ANGA Com 2013 ...
Heute beginnt auf dem Kölner Messegelände die Fachmesse ANGA Com 2013. Die Messe richtet sich an Netzbetreiber, Ausrüster, Dienstleister, Programmanbieter, Beratungsunternehmen, Behörden und andere Institutionen der Telekommunikations- und Medienbranche. Die Veranstaltung ist seit mehr als 10 Ja

Gesund mit App / Sport treiben, gesund ernähren, Rauchstopp - überraschend erfolgreich mit Smartphone ...
Endlich mit dem Rauchen aufhören? Mehr Sport treiben? Besser Essen? Mit Internet, Smartphone oder Tablett-Computer lasse sich das Vorhaben leichter in die Tat umsetzen, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Wie die Gesundheitspsychologin Professor Sonia Lippke von der Jac

Umweltpreis der LBS-Stiftung "Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz" für Dr. Thilo Jungkind ...
Für seine Forschungsarbeit zum Umweltrisiko-Verhalten der deutschen chemischen Industrie wurde der Konstanzer Historiker und Wirtschaftspädagoge Dr. Thilo Jungkind mit dem mit 10.000 Euro dotierten Umweltpreis der Stiftung "Umwelt und Wohnen an der Universität Konstanz" der LBS Land

Bill Gates und Tenaya Capital investieren in ResearchGate um die Idee von Open Science voranzutreiben ...
Dragoneer Investment Group, Thrive Capital sowie bestehende Investoren Benchmark und Founders Fund beteiligen sich an der dritten Finanzierungsrunde um mit insgesamt 35 Millionen USD das weitere Wachstum der Firma zu fördern ResearchGate, das professionelle Netzwerk für Wissenschaftler, gab


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z