Generation Work-Life-Balance fordert mehr Mut zur Teilzeitarbeit
ID: 885773
ifaa-Fachkolloquium"Zukunft der Arbeitszeit - Arbeitszeit der Zukunft"mit Experten von BMW, Audi, HELLA und anderen Unternehmen
Über Teilzeitmodelle in der Produktion denkt aktuell auch die BMW Group nach, die seit den 90er-Jahren eine Vorreiterin flexibler Arbeitszeitmodelle ist. Marc Groenninger, Leiter Arbeitszeitsysteme: "Mehr Arbeitszeitflexibilität und Teilzeitmodelle helfen uns auch, eine stille Reserve am Arbeitsmarkt für produzierende Unternehmen zu gewinnen - zum Beispiel Frauen, die sich wegen der Geburt eines Kindes aus dem Job zurückgezogen haben." Frauen wollen im Anschluss an die Babypause oft wieder arbeiten, "sehen aber bis dato möglicherweise im Schichtsystem keine Chance für sich", so Groenninger. Eine Verwendung von Teilzeitkräften im Schichtsystem ist beispielsweise in Pausendurchläufen möglich. Die Stammbelegschaft geht in die Pause, und Teilzeitkräfte füllen die Lücken, sodass der Betrieb lückenlos weiterarbeiten kann.
BMW-Experte Groenninger stellte Konzernzahlen vor, die zum einen belegen, dass der Bedarf an Flexibilisierungsmaßnahmen im Konzern ständig steigt. Sie zeigen zum anderen aber auch, dass die Belegschaften von den umfassenden Flexibilisierungsangeboten bei BMW Gebrauch machen. Im Jahr 2012 nahmen 514 von rund 80.000 Mitarbeitern deutschlandweit die Möglichkeit eines Sabbaticals in Anspruch. Die Teilzeitquote erhöhte sich in den vergangenen fünf Jahren von 4,2 % (2007) auf 5,4 % (2012). Groenninger: "Vielen Mitarbeitern bei uns ist es schlicht wichtig zu wissen, dass diese Flexibilisierungsmöglichkeiten angeboten und in Anspruch genommen werden könnten, wenn es beispielsweise in der Familie pressiert, weil das Kind krank ist. Die tatsächliche Nutzung beschränkt sich auf die tatsächlichen Bedarfe."
Auch Pflegebedarf in der Familie ist ein wichtiger Nachfragetreiber für mehr Arbeitszeitflexibilität. "Die Babyboomer-Generation, auf deren Arbeitsleistung die Unternehmen angewiesen sind, lebt in einem Sandwich: Auf der einen Seite sind die Kinder noch nicht ganz aus dem Haus. Auf der anderen Seite sind möglicherweise schon pflegebedürftige Eltern vorhanden; das stellt hohe Anforderungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, auf die Unternehmen erfolgreich mit flexiblen Arbeitszeitangeboten reagieren können", erklärte Dr. habil. Sonia Hornberger vom Institut für Arbeits- und Personalmanagement der AUDI AG.
ifaa-Direktor Professor Sascha Stowasser: "Demografische Prozesse und auch neue Lebenseinstellungen der jüngeren Generation lassen den Bedarf nach flexibleren Arbeitszeiten bis hin zum verstärkten Einsatz von Teilzeitarbeit wachsen. Die positiven Erfahrungen der Unternehmen, die wir auch bei diesem Fachkolloquium kennengelernt haben, sind ein ermutigendes Signal, mehr Flexibilität zu wagen."
Das ifaa-Fachkolloquium fand statt in Düsseldorf und endete am Mittwoch, 5. Juni. Referenten der BMW Group, der HELLA KGaA Hueck & Co., der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, der Airbus Operations GmbH und der AUDI AG nahmen zum Thema Arbeitszeitflexibilität Stellung.
Interview-Ansprechpartner: Professor Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Dipl.-Psychologin Corinna Jaeger, Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) über: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa), Dorothée Werry, Telefon: 0211 542263-24, d.werry@ifaa-mail.de.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
arbeitszeit
teilzeit
industrie
schichtarbeit
produktion
standort-deutschland
frauenquote
gute-arbeit
kmu
employer-brandung
human-resources
personalwirtschaft
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Carsten Seim, avaris | konzept, Redaktionsbüro für strategische Kommunikation Bonn-Berlin: Unsere Beratungskompetenz basiert auf langjähriger Erfahrung in der wissenschaftsbasierten Kommunikation.
Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept
Carsten Seim
Spicher Str. 7
53844 Troisdorf
c.seim(at)avaris-konzept.de
+49 179 2043542
http://www.avaris-konzept.de
Datum: 06.06.2013 - 17:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 885773
Anzahl Zeichen: 4832
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Carsten Seim
Stadt:
Troisdorf
Telefon: +49 179 2043542
Kategorie:
Finanzwesen
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 586 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Generation Work-Life-Balance fordert mehr Mut zur Teilzeitarbeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept
Finanzanlagenvermittler:Übergangsfrist endet am 1. Juli 2013 ...
Finanzanlagenvermittler, die noch keine Erlaubnis nach § 34 f Gewerbeordnung (GewO) besitzen, müssen sich sputen: Am 1. Juli endet für sie die Übergangsfrist. Darauf macht Heike Cloß, Justiziarin der IHK Saarland, aufmerksam. In dem Finanzanlagenvermittlerregister, das die Industrie- u
European Food Network gegründet: Lebensmittellogistik in einer neuen Dimension ...
(ddp direct) Zwölf etablierte europäische Lebensmittellogistiker kooperieren zukünftig auf Basis eines schlagkräftigen, europaweiten Verbunds. Das ?European Food Network? steht für zuverlässige, grenzüberschreitende Lebensmittellogistik mit einheitlichen Standards. Ab 1. Oktober wird zudem ne
Genussrechte der MCM Investor Management AG, Magdeburg: Anleger sollten umdenken ...
Magdeburg, 06.06.2013 Frau Meier schüttelt nur den Kopf: Von ihren Einnahmen als Angestellte möchte sie monatlich etwas zurücklegen. Aber wie? Eine zehnjährige Bundesanleihe bringt im Moment 1,5 Prozent Rendite pro Jahr. Das gleiche gilt für Unternehmensanleihen bonitätsstarker Gesellschaften.
Nie wieder Platte! - moderne Architektur in Sachsen ...
(NL/5362655873) Die Firma IMMOBASE präsentiert die aktuellen Architekturtrends in Sachsen. Schkeuditz, 06. Mai 2013 – Leipzig Grünau ist nur eines von vielen Beispielen: In ihrer Spätphase stampfte die DDR eine gesichtslose Plattenbau-Siedlung nach der anderen aus dem Boden. Als Trabantenstäd




