EFFIZIENZDIALOG / Effiziente und bezahlbare Gebäudesanierung als Beitrag zur Energiewende
ID: 885834
für Hauseigentümer und Mieter eine große Herausforderung dar. Bis
2020 sollen im Wärmemarkt insgesamt rund 93 Millionen Tonnen CO2 im
Vergleich zu 2008 eingespart werden. Während konkrete Regelungen wie
die Energieeinspar-Verordnung weiter auf sich warten lassen, läuft
die Diskussion über eine sozialverträgliche energetische Sanierung
bereits auf Hochtouren.
"Die Hängepartie bei der Novelle der Energieeinspar-Verordnung
schadet der Energiewende und verunsichert die Gebäudeeigentümer.
Dringend notwendige Sanierungsinvestitionen in den Gebäudebestand
werden so verhindert", erläutert Andreas Prohl, Mitglied des Round
Table der ERDGAS Kampagne, zum Auftakt des Effizienzdialogs, zu dem
die ERDGAS Kampagne am Donnerstag geladen hatte. Diskutiert wurden
die Instrumente und Kosten des Energiekonzepts mit Oliver Krischer
MdB, Sprecher für Energiewirtschaft von Bündnis90/Die Grünen im
Bundestag, und Volkmar Vogel MdB, Berichterstatter über
Gebäudeenergieeinsparung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie
Entscheidern aus Wirtschaft, Verbänden und Verwaltung. Während
bereits heute rund 75 % der Heizungsanlagen nicht dem Stand der
Technik entsprechen und die Gebäudesanierungsquote der Zielvorgabe
von 2 % weit hinterher hinkt, könnte die Novelle der
Energieeinspar-Verordnung vorerst sogar scheitern, wenn sich
Bundesrat und Bundestag in den kommenden Tagen nicht einigen. "Die
Eigentümer wollen klare, verlässliche Bedingungen. Sie wollen
erkennen können, wie sich energetische Sanierungsmaßnahmen rechnen,
um sich dann zu entscheiden, wann sie welche Maßnahme umsetzen", so
Prohl weiter.
Mit welchen Mitteln und Regelungen die deutschen Klimaschutzziele
erreicht werden sollen, ohne die volkswirtschaftlichen noch die
individuellen Belastungsgrenzen zu überschreiten, muss letztlich der
Gesetzgeber entscheiden. Ob eine finanzielle Förderung von
Energieeinsparmaßnahmen sinnvoll ist, hat die Prognos AG im Auftrag
der KfW-Bankengruppe untersucht. Der Autor der Studie Dr. Michael
Böhmer schlussfolgert, dass "zum Erreichen der in den Szenarien zum
Energiekonzept gesteckten Ziele, eine deutliche Steigerung der
energetischen Sanierungstätigkeit notwendig ist und zugleich von den
Sanierungsinvestitionen positive Wertschöpfungs- und
Beschäftigungsimpulse zu erwarten sind."
Die Gebäudeeigentümer werden diese Impulse am ehesten auslösen
können, so die ERDGAS Kampagne, wenn sie ihre "eigene"
Sanierungsstrategie umsetzen können. Die Sanierungsbereitschaft wird
sich jüngsten Erhebungen zufolge trotz Förderangebote weiterhin stark
an der Liquidität orientieren. So werden energiesparende
Modernisierungsmaßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern zu 75 %
ausschließlich aus Eigenkapital finanziert. Auch wenn energetische
Sanierungen an gebäudebezogene Investitions- und Sanierungszyklen
angepasst werden, sind Investitionshürden leichter zu überwinden. Der
Gesetzgeber ist demnach gut beraten, offen zu sein für alle
technologischen Verbesserungsmaßnahmen, die ggf. Schritt für Schritt
umgesetzt werden und so zum Erreichen des Klimaschutzziels der
Bundesregierung beitragen.
Pressekontakt:
ERDGAS Produkt- und Systemkampagne
John Werner
030 / 30 01 99-12 62
info@effizienzdialog.de
Meldung im Internet
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Datum: 06.06.2013 - 18:30 Uhr
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