Hotelimmobilien in Großbritannien: Potential trotz Krise
Der Stellenabbau in der Branche nimmt mit solcher Geschwindigkeit zu, wie schon seit über zehn Jahren nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Confederation of British Industry, eine Nichtregierungsorganisation, die die Interessen britischer Betriebe vertritt. Laut CBI tendierten die Verkaufszahlen von britischen Hotel- und Gastronomiebetrieben bereits im zweiten Quartal in Folge gen Null. Das Ergebnis: Der Wert der Betriebe sinkt und steigende Kosten wirken sich negativ auf die Rentabilität aus.
Dennoch ist noch Leben im Markt. Damit eine Transaktion jedoch auch in der aktuellen Krise von Erfolg gekrönt ist, seien nach Meinung von Rodell vor allem zwei Dinge zu beachten: eine realistische Preisvorstellung des Verkäufers und ein enger Kontakt mit potentiellen Käufern - vor allem solchen, die entweder über genügend Bargeld oder eine gute Bonität und einen seriösen Kreditgeber verfügen. "Wenn diese Zutaten stimmen, können wir innerhalb weniger Tage einen Vermarktungsplan erarbeiten, auf dessen Grundlage ein Experte für Betriebssanierungen den Maximalwert aus dem Unternehmen herausholen kann", erklärt Rodell.
Eine Marktuntersuchung von Plimsoll Publishing geht bis zum Ende dieses Jahres von einem Anstieg der Hotelinsolvenzen in Großbritannien aus. Laut der Studie sehen sich derzeit 639 Hotelbetriebe einem erhöhten Insolvenzrisiko ausgesetzt. Die Marktkennzahlen zeigen auch weiterhin eine Negativ-Tendenz. Im Januar mussten Hotels außerhalb der klassischen A-Standorte bereits Rentabilitätseinbußen von rund 29 Prozent hinnehmen. Der durchschnittliche RevPAR war zuvor um circa 13 Prozent gesunken. Christie + Co wird daher zunehmend von den Asset-Managern der Finanzinstitutionen konsultiert, die nach operativen Lösungen suchen.
Ein Verkauf ist dabei stets das letzte Mittel - denn soweit muss es nicht kommen. Um Unternehmen zu helfen, mit der derzeit angespannten Situation umzugehen, setzt Christie + Co auf einen Dialog zwischen Eigentümer und Pächter. So lautete auch der Tenor des "Business Intelligence Seminar", welches kürzlich von Christie + Co in London veranstaltet wurde. 70 führende Banker, Juristen, Insolvenzexperten und -verwalter hatten an dem Event teilgenommen. Chris Day, International Managing Director bei Christie + Co, ist der Ansicht, dass solche Eigentümer und Pächter, die eng zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, am ehesten Chancen haben, unbeschadet die Krise zu überstehen und auch langfristig Erfolg haben werden. "Im derzeitigen Klima will jeder Eigentümer Leerstände vermeiden. Daher sollten Verpächter wissen, wie ihre Betriebe geführt werden und gemeinsam mit den Pächtern Lösungsansätze zur Effizienzsteigerung erarbeiten", erläutert Day. Dabei sei bereits zu beobachten, dass Eigentümer mehr Flexibilität zeigten. So stimmten manche gar Pachtminderungen zu, um dem Cashflow der Betreiber wieder auf die Sprünge zu helfen.
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Christie + Co wurde 1935 in London gegründet und ist die Nummer 1 für Hotelimmobilien in Europa. Das Unternehmen begleitet auch Transaktionen von Gastronomie-, Freizeit-, Senioren- sowie Einzelhandelsimmobilien und bietet fundierte Beratungs- und Bewertungsdienstleitungen an. Christie beschäftigt über 300 Experten, die neben ihrer Kenntnis der regionalen und überregionalen Märkte auch über ein breites Know-how in Bezug auf aktuelle Markttrends und örtliche Besonderheiten verfügen. Christie + Co unterhält europaweit 27 Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.christie.com sowie www.christiecorporate.com.
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Datum: 12.05.2009 - 15:25 Uhr
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