Mängel in der Versorgung
ID: 892020
zu leben haben, und ihre Familien werden in Deutschland nicht immer
optimal versorgt.
Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverband
Kinderhospiz e.V., die die Versorgungssituation in den Regionen
Ostwestfalen, Berlin und Stuttgart analysiert. Die Untersuchung des
Instituts "AGP Sozialforschung" an der Evangelischen Hochschule
Freiburg zeigt beispielsweise Mängel in der ambulanten
Kinderkrankenpflege auf: So wurde etwa deutlich, dass in Berlin und
Stuttgart vielfach geeignete Pflegekräfte fehlen und die Flexibilität
der Dienste erhöht werden müsste. Kurze Einsätze, um einem
schwerstkranken Kind eine Spritze zu geben, sind häufig unmöglich.
Die Nachfrage nach Kinderkrankenpflege übersteigt oft die Kapazitäten
der Anbieter, so dass sie betroffene Familien abweisen müssen. Hinzu
kommt: Nicht alle jungen Patienten, die ambulant von einem
Kinderschmerztherapeuten versorgt werden müssten, bekommen diese
Unterstützung - schlicht deshalb, weil es einen solchen Experten in
ihrer Heimatregion nicht gibt. Ebenfalls besteht dringender
Handlungsbedarf in der Umsetzung einer deutschlandweiten SAPV für
Kinder. Dabei geht es um die spezialisierte ambulante pädiatrische
Palliativversorgung.
Mangelhaft sind der Studie zufolge auch die Beratungsangebote zu
sozialrechtlichen Fragen, die Familien mit schwerstkranken Kindern in
Anspruch nehmen können. Oft geht es dabei um die Kostenübernahme von
Hilfsmitteln, um die kleinen Patienten angemessen zu versorgen. Immer
wieder fühlen sich die Familien bei Rechtsstreitigkeiten mit Kranken-
oder Pflegekassen allein gelassen. Weitere Informationen finden Sie
unter www.bundesverband-kinderhospiz.de.
Die aktuelle Studie ist bei medhochzwei erschienen und ab sofort
erhältlich: Bundesverband Kinderhospiz e.V. (Hrsg.), Von Pionieren zu
Partnern: Bedarfsanalyse zu Kinderhospiz-Angeboten. Exemplarische
Studien zu den Regionen Ostwestfalen, Berlin und Stuttgart. 2013. 88
Seiten. Softcover. EUR 24,95. ISBN 978-3-86216-128-7
Pressekontakt:
Bundesverband Kinderhospiz e.V., Rainer Rettinger, M: 0160 903 89 798
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Datum: 17.06.2013 - 11:00 Uhr
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