Deposit-Systeme brauchen Zertifizierung nach EN 1143-2
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Speziell für Deposit-Systeme gibt es die Norm EN 1143-2.(firmenpresse) - Frankfurt/M. - Juni 2013. Deposit-Systeme benötigen eine Zertifizierung nach der Europäischen Norm EN 1143-2. Sie berücksichtigt auch Angriffsmethoden auf die Einwurfeinheit. Noch für dieses Jahr ist eine überarbeitete Norm geplant: Sie soll optional die Möglichkeit geben, auch Gasangriffe mit in die Tests einzubeziehen.
Deposit-Safes "D" und "N" - intern oder für jedermann zugänglich
Deposit-Safes "D" stehen in der Regel im Unternehmen - Zugang bzw. Zugriff haben autorisierte Personen. Dagegen sind Tag-/Nacht-Tresoranlagen "N" - früher als Nachttresore bezeichnet - in der Regel für jedermann zugänglich.
Deposit-Systeme: Safes mit Einwurfeinheit
Anders als herkömmliche Safes haben Deposit-Systeme eine Einwurfeinheit zur Aufnahme von Bargeld- oder Wertgegenständen etc. Dies hat den Vorteil, dass der Anwender keinen direkten Zugang zum Haupttresor benötigt. Andererseits ist der Einwurfschacht ein Schwachpunkt von Deposit-Systemen: Bereits in den 70er- und 80er-Jahren nutzten Kriminelle die Einwurfeinheit für ihre Angriffe.
"Herausfischen" und "Abfangen"
Mithilfe von Magneten "fischten" Täter ihre Beute aus dem Tresor heraus. Für große mediale Aufmerksamkeit sorgte ein Fall im westfälischen Hamm: Hier gelang es Kriminellen, 890.000 D-Mark aus dem Safe herauszuholen. In anderen Fällen nutzten Täter "Fangnetze" um Deposits abzufangen, bevor sie überhaupt in den Tresor gelangen konnten.
Europäische Norm für Deposit-Systeme nach EN 1143-2
Im Jahre 2001 erschien erstmals eine einheitliche Europäische Norm EN 1143-2 für Deposit-Systeme. Sie bezieht folgende Angriffsmethoden mit ein: Fishing, Abfangen, Gewaltanwendung am System usw. Das Prüflabor benutzt sowohl einfache Werkzeuge, die keine Spuren hinterlassen - z. B. Greifarme oder Angeln - als auch Werkzeuge, die eine gewaltsame Öffnung herbeiführen. Die Einführung der Norm EN 1143-2 hat die Angriffsquote mit den genannten Methoden massiv gesenkt. Für 2013 ist zusätzlich eine überarbeitete Norm mit optionalen Angriffen mittels Gas geplant.
EN 1143-1 für Deposit-Systeme nicht anwendbar
In der Sicherheitsbranche ist in letzter Zeit verstärkt zu beobachten, dass Deposit-Systeme im Verkauf sind, die nach EN 14450 oder EN 1143-1 zertifiziert sind. Beide Normen sind aber für diese Produktsparte und deren Bauweise nicht vorgesehen. Die EN 14450 verbietet Einwurfeinheiten und ist deshalb generell auszuschließen. Bei den nach EN 1143-1 zertifizierten Deposit-Systemen handelt es sich meist um umgebaute Geldautomatentresore ("ATM-Safes").
Nutzung von EN 1143-1 bei Deposit-Systemen könnte Angriffszahlen wieder erhöhen
Einwurf- oder Ausgabeschacht sind bei Deposit-Systemen die Gefahrenzonen - der Anforderungskatalog der EN 1143-1 berücksichtigt aber das Abfangen aus diesem Bereich gar nicht. Prüflabore testen bei Tresoren, zum Beispiel für Geldautomaten, nur den Widerstand gegen Einbruch. Experten sehen daher die Gefahr, dass die Nutzung von nach EN 1143-1 zertifizierten Systemen die Angriffszahlen im Deposit-Bereich wieder erhöhen könnte.
Nur EN 1143-2 bezieht Einwurfeinheit und Ausgabeeinheit mit ein
Die Europäische Norm EN 1143-2 unterzieht Behältnisse einem kompletten Systemtest und berücksichtigt dabei auch Angriffsmethoden auf Einwurf- oder Ausgabeeinheit. Unternehmen, die sich vor manipulativen Attacken sicher schützen wollen, sollten deshalb auf die "2" hinter dem Bindestrich achten: Die ECB-S-Zertifizierung nach EN 1143-2 erhalten nur Produkte, die nachweisen, dass sie auch nicht sichtbaren Angriffen standhalten, mit denen Unbefugte Deposits entnehmen wollen.
Unterschiedliche Widerstandsgrade bei Deposit-Systemen "D" und "N"
Auch die Klassifizierung dieser Deposit-Systeme gibt Aufschluss: Während Tresore und ATM-Safes in den Widerstandsgraden L, 0, I, II, III, IV ... erhältlich sind, werden nach EN 1143-2 zertifizierte Systeme durch einen Buchstaben ergänzt: Deposit-Safes "D" sind in den Widerstandsgraden D-0 bis D-IV erhältlich. Bei Tag-/Nacht-Tresoranlagen ("N") für eine öffentlich zugängliche Aufstellung, die stärker gefährdet sind, gibt es die Widerstandsgrade N-II bis N-IV.
Anerkannte Zertifizierung gibt Anwendern Sicherheit
Bei allen Tresorarten sollte der Anwender stets darauf achten, dass das Wertbehältnis von einer anerkannten Stelle zertifiziert ist. Führend in diesem Bereich ist die European Certification Body (ECB) mit über 1.000 ECB-S-Zertifikaten. Text 4.335 Z. inkl. Leerz.
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Die European Certification Body (ECB) GmbH ist neutrale Zertifizierungsstelle nach EN 45011. Die von ihr vergebene ECB*S-Zertifizierungsmarke garantiert höchste Sicherheitsmerkmale nach den Europäischen Normen. Zurzeit sind über 1.000 gültige ECB*S-Zertifikate im globalen Sicherheitsmarkt. Für Einbruchdiebstahl-Produkte, brandschutztechnische Erzeugnisse, einbruchhemmende Türen und Hochsicherheitsschlösser.
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Datum: 18.06.2013 - 10:42 Uhr
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