Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
G-8-Gipfel erhöht Druck auf Steueroasen
Moderne Seeräubernester
HANNES KOCH, BERLIN
ID: 893379
wirtschaftsfreundliche britische Premierminister James Cameron will
Kapitalflucht in Steueroasen jetzt erschweren. Zwei Beweggründe
spielen dabei eine Rolle: Cameron brauchte ein Thema für den
G-8-Gipfel. Außerdem benötigt auch eine konservative Regierung Geld.
Öffentliche Mittel aber sind auf den Britischen Inseln auch deshalb
knapp, weil Unternehmen, Banken und Fonds viel Kapital außerhalb des
Landes verstecken und damit der Steuer entziehen. Isle of Man,
Jersey, die Jungfern- und Kaimaninseln . . . die ehemalige
Kolonialmacht verfügt noch immer über ein Dutzend moderner
Seeräubernester, deren schädliche Praktiken sie bisher toleriert.
Damit soll angeblich bald Schluss sein. Die Regierung in London will
ihren abhängigen Territorien aufzwingen, dass diese Firmenregister
führen müssen. Wenn das funktioniert, könnten britische Finanzämter
leichter Informationen über hinterzogenes Kapital beschaffen - ein
Schritt zu mehr Gerechtigkeit. Denn warum sollen die normalen Bürger
zahlen, die Kapitalinvestoren aber nicht? Idealtypisch könnten auch
die deutschen Finanzämter an der Informationsfülle teilhaben. Das
wäre gut, denn hiesige Steuerpflichtige verstecken ihr Geld ebenso
gerne auf den Palmeninseln. Die Bundesregierung verspricht nun, dass
eine neue Phase der Kooperation beginnt. Mal sehen. Es bleiben noch
einige Fragen zu klären. Können deutsche Finanzbeamte dann mit Hilfe
der Briten auf den Kaimaninseln ohne Komplikationen recherchieren?
Werden die dortigen Banken und Stiftungen Auskunft über Namen,
Kontobewegungen und angelegtes Kapital erteilen, das ihnen aus
Wuppertal, Starnberg und Baden-Baden zugeflossen ist? Wenn ja, wäre
das ein wichtiger Schritt zur Zivilisierung der globalen Wirtschaft.
Wenn nein, hätte der G-8-Gipfel eine weitere hohle Phrase produziert.
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Datum: 18.06.2013 - 19:14 Uhr
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