Keine Geburtsurkunde ? keine Perspektive!
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Keine Geburtsurkunde - keine Perspektive!
World Vision unterstützt mit kreativer Patenaktion die Forderung nach Geburtsurkunden für jedes Kind
Friedrichsdorf, (20.06.2013) - Mehr als die Hälfte aller Kinder, die in Südasien oder in Subsahara-Afrika geboren werden, existieren in den Augen ihrer Staaten nicht. Im Mittleren Osten und in Nordafrika ist immerhin rund jedes vierte Kind betroffen, und in der Region Lateinamerika-Karibik ungefähr jedes 10. Kind. Diesen Kindern wird durch das Fehlen einer Geburtsurkunde der Weg in eine bessere Zukunft verbaut. Denn auch in Entwicklungsländern muss dieser "Existenznachweis" vorgelegt werden, wenn das Kind zum Beispiel eine Schule besuchen oder einen Reisepass beantragen will.
Um verstärkt auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat das internationale Kinderhilfswerk World Vision die Aktion "Geburtstags-Paten gesucht" ins Leben gerufen. Nach dem Motto: "Irgendwo auf dieser Welt hat ein Kind am gleichen Tag Geburtstag wie Sie. Finden Sie dieses Kind!" können Interessierte ihr ganz persönliches "Geburtstags-Patenkind" unterstützen.
Und diese Aktion ist schon jetzt nach zwei Monaten ein voller Erfolg. "Wir konnten bereits den 365. Geburtstagspaten begrüßen", freut sich Anika Scholz, Referentin für Online-Marketing bei World Vision. "Also für jeden Tag des Jahres einen Paten. Die Paten ermöglichen mit ihrem Beitrag von 30 Euro im Monat, das Schicksal von Kindern in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Und können sich an ihren Geburtstagen gleich doppelt freuen."
Wie hilft World Vision vor Ort Kindern ohne Geburtsurkunde? Mit Unterstützung von Medien und lokalen Netzwerken werden Informationen über die Bedeutung von Geburtsurkunden und Ausweisen verbreitet. Geeignete Berater wie zum Beispiel Hebammen und Dorfärzte werden darin ausgebildet, die Familien bei der Registrierung zu unterstützen. Schulen, mit denen World Vision zusammen arbeitet, werden dazu ermutigt, ihre Listen mit den staatlichen Registern abzugleichen und Fehler zu korrigieren.
"Nicht registrierte Mädchen und Jungen sind auch eher der Gefahr ausgesetzt, bei Arbeiten ausgebeutet oder von Menschenhändlern über Landesgrenzen geschmuggelt zu werden", erklärt Andrea Müller de Merino, Referentin für Kinderrechte bei World Vision Deutschland. Deshalb setzt sich World Vision bei Regierungen dafür ein, kostenlos Ausweise auszustellen. Nach großen Katastrophen wie dem Tsunami vor Sumatra hat World Vision ebenfalls schon tausenden Kindern zu neuen Geburtsurkunden und Ausweisen verholfen. Andrea Müller de Merino: "Vielen Eltern ist auch die große Bedeutung der Geburtsurkunden nicht klar oder sie finden es ausreichend, nur die Söhne registrieren zu lassen. Mit Hilfe der Geburtstags-Paten können wir das Bewusstsein der Eltern für die Bedeutung der Urkunden ändern. Und das ist ein entscheidender Schritt!"
Weitere Infos zum Thema Geburtstagspaten: www.worldvision.de/geburtstags-paten
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Datum: 20.06.2013 - 15:21 Uhr
Sprache: Deutsch
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