Bundesbürger haben wenig Vertrauen in die Europapolitik / Deutsche befürchten einen Anstieg an gewalttätigen Auseinandersetzungen durch Drohnen
ID: 897736
06.06. bis zum 16.06.2013 eine repräsentative Befragung unter
Internetnutzern mit 1000 Probanden zu verschiedenen tagesaktuellen
Themen durchgeführt.
Bundesbürger haben wenig Vertrauen in die Europapolitik
Politikverdrossenheit und die hohe Erklärungsbedürftigkeit
politischer Sachverhalte sind immer wieder Themen, die im
Politikbereich und auch der Öffentlichkeit insgesamt thematisiert
werden. Jüngst wurden sie durch die alarmierend geringe Beteiligung
an den schleswig-holsteinischen Kommunalwahlen wieder in den Fokus
gerückt.
Die Konkret GmbH hat dies zum Anlass genommen die Einstellung der
Deutschen zu den Politikbereich Landes-, Bundes- und Europapolitik zu
untersuchen. Dabei erwies sich insbesondere die Meinung zur
Europapolitik als problematisch.
So sind die Bundesbürger auf europäischer Ebene in deutlich
geringeren Maßen, dass sie mit ihrer Stimme noch etwas erreichen
können als das auf nationaler Ebene der Fall ist. (26% vs.
(43%-54%)). Ebenso weist die Aussage "hier kann man als Politiker
noch etwas bewegen" für die Europapolitik mit 20% den deutlich
geringsten und für die Kommunalpolitik mit 51% den höchsten Wert auf.
Was die persönlichen Fähigkeiten der Politiker auf den
verschiedenen Ebenen angeht, wird dem Politiker auf Europaebene
sowohl die geringste Kompetenz als auch das geringste Vertrauen
ausgesprochen.
Des Weiteren sind die Themen, die auf Europaebene behandelt werden
für die Bundesbürger auch am wenigsten verständlich. So sagen knapp
über die Hälfte der Bundesbürger, dass sie die Themen auf Europaebene
nicht nachvollziehen können. Das Gegenteil stellt hier wieder die
Kommunalpolitik auf, wo lediglich 12% sagen, dass sie die Themen als
Normalbürger nicht nachvollziehen können.
Deutsche befürchten einen Anstieg an gewalttätigen
Auseinandersetzungen durch Drohnen Im Rahmen der Debatte um die
Anschaffung des Euro Hawk, einer für die Bundeswehr gedachten
Aufklärungsdrohne, sind Drohnen und deren militärischer Einsatz ins
Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gelangt.
Während fast jeder zweite Deutsche glaubt, dass es durch den
Einsatz von Drohnen zukünftig zu einem Anstieg an gewalttätigen
Auseinandersetzungen kommen wird, stimmt lediglich gut jeder fünfte
Deutsche dieser Aussage nicht zu (Enthaltung: 32%). Ebenso meinen 68%
der Deutschen, dass es mit Drohnen vergleichsweise leicht falle,
tödliche Gewalt gegen Ziele einzusetzen.
Die Deutschen bewerten allerdings gewalttätige und nicht
gewalttätige Bundeswehreinsätze von Drohnen unterschiedlich. So
befürworten 50% eine Ausrüstung der Bundeswehr mit Drohnen für
Aufklärungszwecke und nur 35% für Kampfeinsätze.
Allerdings gibt es kein klares Meinungsbild, ob ein Einsatz von
Drohnen bei Konflikten, wie sie heutzutage stattfinden unabdingbar
ist. So empfinden 40% einen Drohnensatz in der heutigen Zeit für
unabdingbar und 31% für nicht unabdingbar (Enthaltung: 30%).
Im Hinblick auf die Euro Hawk Affäre sind die Deutschen dann bei
der Frage nach einem möglichen Rücktritt von Verteidigungsminister
Thomas de Maizière unentschieden. 55% würden einen Rücktritt als
angemessen empfinden und 45% nicht. Als Hauptverantwortliche für die
Drohnenaffäre werden hier mit 36% der Verteidigungsminister selbst
bzw. mit 35% Mitarbeiter im Verteidigungsminister gesehen.
Pressekontakt:
Konkret Marktforschung GmbH
Hartmut Schläfke
Obernstraße 76
28195 Bremen
www.konkret-mafo.de
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Datum: 25.06.2013 - 15:30 Uhr
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