Neue OZ: Kommentar zu Türkei/EU
ID: 897951
Es ist ein fauler Kompromiss, dass die 27 EU-Regierungen mit der
Türkei weiter über einen Beitritt verhandeln wollen. Trotz der
gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in Istanbul verschieben sie
den Verhandlungstermin für ein neues Beitrittskapitel lediglich
einige Monate nach hinten.
Das ist das völlig falsche Signal an den autoritär regierenden
Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Denn statt ihm Grenzen
aufzuzeigen, wird so der Anschein erweckt, als wäre in Istanbul
nichts Schlimmes passiert. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die
Demonstranten aber widerspricht dem Geist der EU.
Die Europäische Union will nach ihrem Selbstverständnis mehr sein
als eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie ist zu Recht stolz auf Werte
wie die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, auf Demokratie
und Menschenrechte. Wenn aber die wirtschaftlich aufstrebende Türkei
irgendwann als Vollmitglied zur EU gehören will, muss sich die
Regierung in Ankara an diese Regeln halten.
Erdogan ist es, der sich bewegen und seinen harten Kurs
zurückfahren muss. Auch die Erkenntnis, dass Europa die Türkei
braucht und umgekehrt die Türkei Europa, darf die EU-Regierungschefs
nicht zu faulen Kompromissen verleiten. Zumal gerade den westlich
orientierten Demonstranten in Istanbul am ehesten damit gedient ist,
wenn die EU Druck auf Erdogan ausübt.
Christof Haverkamp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.06.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 897951
Anzahl Zeichen: 1720
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 444 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Türkei/EU"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts der aktuellen Spardebatte der Bundesregierung hat der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, vor fatalen finanziellen und sozialen Rückschlägen durch Einschnitte im Pflegebereich gewarnt. "Was man ambulant kurzfristig spart, kommt mit höheren
Paritätischer Wohlfahrtsverband missbilligt geplante Wohngeld-Kürzung / Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnt vor steigender Armut und Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten ...
Angesichts der laufenden Haushaltsverhandlungen warnt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, eindringlich vor den geplanten Einschnitten bei der sozialen Sicherung. "Die Kürzungspläne der Bundesregierung machen uns wirklich große Sorgen. Vor allem, d
Paritätischer Wohlfahrtsverband missbilligt geplante Wohngeld-Kürzung / Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnt vor steigender Armut und Existenznot bei mehr als einer Million Haushalten ...
Angesichts der laufenden Haushaltsverhandlungen warnt der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Joachim Rock, eindringlich vor den geplanten Einschnitten bei der sozialen Sicherung. "Die Kürzungspläne der Bundesregierung machen uns wirklich große Sorgen. Vor allem, d
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität/Extremismus ...
Kein Grund zur Panik Was wie ein Lausbubenstreich klingen mag, stellt schon eine gewisse Bedrohung dar: Islamisten können relativ leicht ein Modellflugzeug-Attentat verüben. Grund zur Panik vor einem Terrorkomplott im großen Stil besteht deshalb nicht. Zwar wird in Sicherheitskreisen s
Neue OZ: Kommentar zu Afghanistan/Konflikte ...
Kapitulation des Westens Eine ernsthafte Friedenslösung wird es in Afghanistan in absehbarer Zukunft nicht geben. Das sollte der Taliban-Angriff auf den Präsidentenpalast im Herzen Kabuls auch jenen deutlich vor Augen geführt haben, die allzu große Hoffnungen in die Verhandlungen in Kata
Neue OZ: Kommentar zu EU/Auto/Klima/Umwelt ...
Goldene Brücken Bullig, geräumig und schnell: In Deutschland erfreuen sich sportliche Geländelimousinen und andere schwere Premium-Fahrzeuge großer Beliebtheit. Fahrspaß und Komfort sind garantiert - mit den Zielen des Klimaschutzes lassen sich solche Autos allerdings nicht vereinbaren.
"MitÜbergewichtsprävention lassen sich anscheinend keine Wahlen gewinnen" (BILD) ...
Weight Watchers (Deutschland) fehlt klares Bekenntnis in den Wahlprogrammen zur Stärkung der Prävention und Bekämpfung der Volkskrankheit Übergewicht in Deutschland. Anlässlich der Veröffentlichung aller Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien zur Bundestagswahl 2013 for




