Schlaflos in Deutschland / Ursachen von Schlafstörungen sowie Tipps zur Vermeidung / Ein Dossier von therapie.de
ID: 898976
Schwierigkeiten einzuschlafen oder sind nachts länger wach. Rund 15
Prozent sind tagsüber zu müde und nicht leistungsfähig. Noch sechs
Prozent leiden chronisch unter Schlafstörungen. In Stresssituationen
oder Lebensumstellungen schläft fast jede/r manchmal schlecht.
Besonders Schichtarbeitszeiten und viele Reisen über Zeitzonen hinweg
sind belastend. Aber nach über einem Monat sprechen Fachleute dann
von behandlungsbedürftigen Schlafstörungen, wenn die Betroffenen in
ihrem beruflichen und privaten Leben stark beeinträchtigt sind und
darunter leiden.
Die Auslöser von Schlafstörungen sind häufig emotionaler Art.
Belastende und dauerhaft stressige Situationen einerseits oder
unregelmäßige Schlafenszeiten, unpassende Schlafsituationen - zu
heiß, zu laut, falsche Matratze - andererseits können bleibende
Schlafstörungen hervorrufen. Medizinisch betrachtet neigen an
Insomnie Erkrankte zu erhöhter körperlicher, emotionaler und
gedanklicher Erregung. Sie sind also ständig überaktiviert und haben
deswegen Probleme, einzuschlafen.
Zwei Drittel Frauen und ein Drittel Männer erkranken an Insomnie
(Schlaflosigkeit). Vor allem Menschen zwischen 45 und 55 Jahre und
älter als 85 Jahre sind davon betroffen. Ohne Behandlung der Insomnie
können andere psychische Krankheiten wie Angststörungen oder
Depressionen sowie Abhängigkeiten von Alkohol oder Medikamenten
folgen.
Folgende Tipps helfen das Einschlafen und Durchschlafen zu
verbessern:
- Vor dem Schlafen gehen keinen Alkohol, Koffein oder Nikotin zu
sich nehmen
- Verzicht auf Schlafmittel, da deren Effekt sehr schnell abnimmt
und Abhängigkeiten auslösen kann
- Für passende Raumtemperatur sorgen
- Bequemes Bett samt passender Matratze
- Im Bett nur Schlafen und nicht Lesen, Fernsehen oder
Telefonieren
- Bei Nicht-(Wieder)-Einschlafen nach 20-30 Minuten das Bett
verlassen und erst wieder richtig müde zurück kehren
- Einüben von Entspannungstechniken wie progressive
Muskelentspannung, Autogenes Training, Meditation oder
Biofeedback-Methoden
- Einführen einer "Sorgenstunde" vor dem Zubettgehen, bei der
Sorgen aufgeschrieben werden
- Einüben eines entspannten "Ruhebildes" wie Meereswogen,
Bergpanorama oder beliebte Plätze
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Ulrike Propach
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Datum: 27.06.2013 - 10:25 Uhr
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