Alte Heizung: Komplett erneuern oder nur modernisieren?
Wer sich für den Kauf eines älteren Hauses interessiert, will wissen, was finanziell auf ihn zukommt. Christoph Blumenthal zeigt, welche Maßnahmen sofort notwendig und welche später noch möglich sind.
Christoph Blumenthal - Architekt(firmenpresse) - Jedes Haus hat seine eigene Bau- und Technikgeschichte, jeder Eigentümer hat seine eigenen Vorstellungen und Prioritäten, wenn es um die Modernisierung seiner Immobilie geht. Für wen sich ein kompletter Heizungstausch lohnt, lässt sich deshalb nur individuell entscheiden. Als Entscheidungshilfe können Hausbesitzer sich zumindest an einigen Fakten orientieren, die sie mit Hilfe eines Fachmanns leicht nachprüfen können.
Klarer Fall: Heizungsanlage älter als 30 Jahre
Ein kompletter Austausch lohnt sich für alle, deren Technik so sehr veraltet ist, dass sie ihre maximale Lebensdauer ohnehin überschritten hat. Das ist der Fall, wenn die Heizungsanlage älter als 25 bis 30 Jahre ist. Oft müssen dann auch die Leitungen (nach circa 40 Jahren) oder zumindest die Heizkörper erneuert werden.
Energetische Verbesserung der Gebäudehülle wirkt sich auf Größe der Heizung aus
Der jetzige und der geplante Zustand des Hauses sind unabdingbar mit der Frage nach der Heizungsanlage verbunden. Grundsätzlich empfiehlt sich, die Gebäudehülle eines Hauses zuerst zu verbessern, bevor man eine neue Heizung einbaut.
Denn der Wärmebedarf eines energetisch sanierten Hauses weicht stark von dem eines unsanierten ab. Er bestimmt somit, wie leistungsstark die neue Anlage sein muss. Es gilt also zunächst zu prüfen, ob die Hülle in ihrer vorhandenen Form energetisch noch verbessert werden kann oder ob ihre Dämm- und Dichtheitsqualität bereits ausreichend sind.
Wer sich je nach Ergebnis dieser Prüfung entschließt, sein Haus noch besser gegen Wärmeverluste zu schützen, wird nach der Modernisierung erheblich weniger Heizwärme brauchen. Die alte Heizung ist dann überdimensioniert und kann bei dem nun geringeren Bedarf nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Meist sind vorhandene Heizungsanlagen aufgrund zu großzügig berechneter "Sicherheiten" viel zu leistungsstark ausgelegt und laufen daher schon im unsanierten Gebäude nicht wirtschaftlich. Deshalb ist ein kompletter Austausch im Sanierungsfall die naheliegende Lösung.
Zuerst das Gebäude sanieren oder einfach nur die Heizung tauschen?
Ob Eigentümer nun zuerst die Gebäudehülle verbessern sollen, ist eine Frage ihres Zustands und der Investitionskosten. Wer die folgenden Fragen frühzeitig mit einem Fachmann erörtert, findet leichter heraus, was für seine Situation angemessen ist.
- Wie hoch ist der Bedarf an Wärmeenergie aktuell?
- Ist unabhängig von Energiefragen eine Modernisierung der Bausubstanz geplant?
- Welche energiewirksamen Maßnahmen ließen sich gleich sinnvoll damit verbinden?
- Welchen künftigen Wärmeenergiebedarf kann man für den modernisierten Zustand annehmen?
- In welchem Zeitraum wird sich der Investitionsaufwand voraussichtlich amortisieren?
Schlagwort Wirtschaftlichkeitsberechnung
Zur Klärung der Amortisationsfrage gibt es viele verschiedene Rechenwege. Sie alle haben den Nachteil, dass sie theoretische Modellrechnungen sind, die bestimmte Zahlenwerte nur annehmen, aber nicht garantieren können. Dazu zählt beispielsweise die zukünftige Preisentwicklung für Brennstoffe oder Strom.
Das sowohl von Herstellern als auch von Forschungsinstituten am häufigsten genutzte Verfahren ist der sogenannte Vollkostenvergleich nach VDI 2067. Er berücksichtigt neben der Lebensdauer der einzelnen Bauteile immer vier Kostenfaktoren: Investitions-, Kapital-, Betriebs- und Verbrauchskosten.
Bewährt hat sich die Faustformel, dass die Einsparungen, die man voraussichtlich aufgrund niedrigerer Betriebs- und Verbrauchskosten erzielen wird, im Laufe von 20 Jahren den Preis für die Investition wieder eingespielt haben sollten.
Weiterführende nützliche Artikel dazu gibt es auf der Webseite des Architekten. Hausbesitzer und Immobilienprofis finden sein Geschäftsprofil außerdem auf Xing und als Expert-Beirat im Bundesverband der Immobilienwirtschaft.
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?Planen und Bauen mit Durchblick ? Fachwissen einfach verstehen und leichter entscheiden?
Christoph Blumenthal ist Architekt. Mit seinen Werkzeugen zur Entscheidungshilfe beim Planen und Bauen bringt er Bauherren in schwierigen Entscheidungen den Durchbruch. Sein Ziel ist, dass Bauherren genau das Zuhause bekommen, worin sie sich langfristig wohlfühlen.
Weil man als Grundlage für seine Bauentscheidungen auch Fachwissen braucht, erklärt er Bau- und Haustechnik so einleuchtend, dass jeder es leicht versteht.
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Datum: 28.06.2013 - 17:50 Uhr
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Die Studie ist keine theoretische Abhandlung, sondern der Abschlussbericht eines groß angelegten Versuchs unter realen Bedingungen. Im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten LED-Leitmarktinitiative wurde als eine erste Maßnahme im Mai 2009 der bundesweite We
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