Badische Neueste Nachrichten: Strompreisturbo
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Oktober, also wenige Wochen nach der Bundestagswahl, werden die
Energiekonzerne die Höhe der von den Stromverbrauchern zu zahlenden
Umlage für die Förderung der erneuerbaren Energie mitteilen. Sie wird
steigen, das prognostizieren jedenfalls zwei neue Studien. Und wieder
wird es bei den Betroffenen eine ziemliche Verärgerung geben.
Wahrscheinlich ist, dass der statistische
Drei-Personen-Durchschnittshaushalt 2014 erstmals mehr als 1 000 Euro
für seinen Stromverbrauch zahlen muss. Bundesumweltminister Peter
Altmaier ist mit der geplanten Strompreisbremse grandios gescheitert.
Nun muss er zusehen, wie die Energieriesen den Konstruktionsfehler
des Gesetzes zur Förderung von Öko-Strom dazu nutzen, den
Strompreisturbo anzuwerfen. Für die Verbraucher kommt kostensteigernd
hinzu, dass die Bundesregierung Industrie und Handel großzügig mit
Rabatten bedacht hat, die von den übrigen Verbrauchern finanziert
werden. Dabei geht es nicht nur, wie von der Bundesregierung
dargestellt, darum, mit der Befreiung von der EEG-Umlage große
Industriebetriebe und deren Arbeitsplätze in Deutschland zu halten,
sondern Rabatte erhalten auch Handelsriesen, Stromkonzerne und
Golfclubs. Das heizt nur die Wut noch zusätzlich an. Das alles ließe
sich ändern. Doch vor der Bundestagswahl wird nichts mehr geschehen.
Und nach der Wahl wird erst einmal der Strompreis weiter steigen.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
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Datum: 01.07.2013 - 22:50 Uhr
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