Neue OZ: Kommentar zu Papst / Flüchtlinge

Neue OZ: Kommentar zu Papst / Flüchtlinge

ID: 905687
(ots) - Die Ausgestoßenen des 21. Jahrhunderts

Fromme Worte retten kein Menschenleben. Doch Papst Franziskus hat
mit seiner ersten Auslandsreise auf die italienische Insel Lampedusa
ein Zeichen der Solidarität mit den Bootsflüchtlingen gesetzt - und
damit ein öffentliches Bewusstsein für die alltägliche
Ungerechtigkeit geschaffen. Denn es stimmt, was der Papst beklagt. Es
gibt eine Kultur der Gleichgültigkeit in Europas Wohlstandsländern.
Und solange diese Ignoranz herrscht, wird sich an der Tragödie vor
den Toren der Festung Europa nichts ändern.

Zehntausende riskieren jährlich ihr Leben, um auf den gelobten
Kontinent zu gelangen. Wer die kriminellen Schlepper bezahlt und die
gefahrvolle Überfahrt in Holzbooten überlebt hat, landet in
gefängnisähnlichen Abschiebelagern - und später wieder in irgendeinem
Slum Afrikas. Lampedusa war einst eine Urlaubsinsel. Heute ist es
eine Flüchtlingsinsel. Sie steht damit symbolhaft für viele Orte in
Griechenland, Spanien und Frankreich.

Franziskus reicht diesen Flüchtlingen die Hand, die vor Kriegen,
Rebellionen oder Elend geflüchtet sind - und keine neue Heimat
finden. Sie sind die Ausgestoßenen des 21. Jahrhunderts. Eine Lösung
kann jedoch auch der Papst nicht liefern.

Aber wie auch? Afghanistan, Syrien oder Mali - all die Kriege und
Konflikte wird Europa niemals befrieden können. Es wäre auch falsch,
alle Flüchtlinge aufzunehmen. Denn das würde die EU völlig
überfordern.

Dennoch hat Papst Franziskus mit seinem Appell recht: Wir brauchen
mehr Menschlichkeit und Mut, auch scheinbar unlösbare Probleme
anzugehen.

Michael Clasen



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Neue OZ: Kommentar zuÄgypten / Unruhen Neue OZ: Kommentar zu USA / Geheimdienste / Deutschland / Freihandelsabkommen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.07.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 905687
Anzahl Zeichen: 1964

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 258 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Papst / Flüchtlinge"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Krankenkassen: Verwässerung der Gesundheitsreform würde zu höheren Beiträgen führen / GKV-Chef Blatt: "Einsparungen bei Pharma und Ärzten nicht zurücknehmen!" "Kliniken dürfen s ...
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell

Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt

"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


Neue OZ: Kommentar zu Außenhandel / Konjunktur ...
Trübe Aussichten Krise? Welche Krise? Bislang schienen die massiven Probleme in der Euro-Zone keine besonderen Auswirkungen auf die Bundesrepublik zu haben. Während andere Länder in die Rezession absackten, ging es hierzulande bergauf. Dies wird sich jetzt womöglich ändern. Es gibt klare

Neue OZ: Kommentar zu USA / Geheimdienste / Deutschland / Freihandelsabkommen ...
Stunde der Diplomatie Der frühere US-Geheimdienstler Edward Snowden hätte die Diskussion über amerikanische Spionage zu keinem besseren Zeitpunkt auslösen können. Denn die Wirtschaftsmächte EU und USA sprechen jetzt darüber, wie sie in Zukunft auf dem Weltmarkt miteinander umgehen wollen

Neue OZ: Kommentar zuÄgypten / Unruhen ...
Aufgeheizt und unberechenbar Das Eingreifen des Militärs in die ägyptische Staatskrise droht zu einem Desaster zu werden. Großspurig hatten die Generäle in der vergangenen Woche verkündet, einen Plan für die Zukunft des Landes zu verfolgen und alle politischen Fraktionen zu beteiligen. Es

OV: Nur wer regiert, verändert Thema: Zum Start in die heiße Wahlkampfphase Von Ulrich Suffner ...
Vielleicht kommt ja noch ein Skandal. Irgendetwas, das an Angela Merkel haften bleibt. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl regiert das Prinzip Hoffnung bei Sozialdemokraten und Grünen. Am Wochenende haben Peer Steinbrück und Jürgen Trittin noch einmal das rot-grüne Reformprojekt beschworen.


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z