Wenn kein Vertrauen da ist, nützt auch kein Vertrag
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Warum Vertrauen im Privaten wie Beruflichen so wichtig ist
"Ehrlich währt am längsten": Dieser Sprichwortweisheit schließt sich auch Dr. Winfried Prost http://www.winfried-prost.de, Experte für dialektische Überzeugungskommunikation, Rhetorik, Körpersprache und nonverbale Kommunikation, an. Der Persönlichkeitscoach hat jetzt ein Buch mit dem Titel "Vertrauen und Verrat" geschrieben, das in der Winfried Prost Edition Ganzheitlich im Gerhard Hess Verlag http://www.gerhard-hess-verlag.de erschienen ist.
Prost macht deutlich, wie man selbst "Vertrauenskompetenz" erlernen kann. Vertrauen ist nicht allein eine Angelegenheit der Moral. Sie dient nur als Grundlage einer stabilen Beziehung, wenn beide Seiten einen Nutzen aus ihr ziehen. Eine weitere der "Sieben Säulen des Vertrauens" ist die "Kongruenz analoger Situationen". Was man unter dieser etwas sperrigen Formulierung versteht, macht Prost an folgendem Beispiel deutlich: "Auch jemand, der ständig nach Tricks sucht, Regeln zu umgehen oder Steuern im Graubereich zu hinterziehen, zeigt ebenfalls einen egoistischen und vorteilssuchenden Charakter. Das könnte einen zur Vorsicht mahnen. Einen solchen Menschen möchte man vermutlich weder als Vertragspartner auf der Gegenseite noch als Geschäftspartner auf der eigenen Seite haben".
"Folgt man der Argumentation von Prost, dann hat der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nicht zu Unrecht moniert, dass Uli Hoeneß trotz des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und eines Haftbefehls gegen ihn weiterhin Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern geblieben ist", so Zondler. Die Aufsichtsräte hätten die Verhaltensregeln, die sie ihren Unternehmen auferlegten, auch auf das "Fußball-Unternehmen" Bayern München übertragen müssen, so der frühere Bundesfinanzminister Steinbrück.
Doch wie kann der Einzelne daran arbeiten, Vertrauen zu erwecken? Eine innere Balance ist hier die Voraussetzung. Zondler hat dies in vielen Gesprächen erlebt. "Wenn man als Headhunter mit einem Bewerber spricht, merkt man sehr schnell, ob er mit sich im Reinen ist und ob das, was der Bewerber darstellt, und das, was in seinen Unterlagen steht, übereinstimmt. Man erfasst intuitiv, ob jemand bei einem Bewerbungsgespräch nur unter normaler Nervosität oder echtem inneren Druck leidet. Wer das Vertrauen eines potentiellen Arbeitgebers gewinnen will, sollte also erst mal bei sich selbst reinen Tisch machen und sich von Ballast aus der Vergangenheit und Angst vor der Zukunft lösen und rein auf die Situation konzentrieren."
Schon Seneca wusste: "Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst." Wer Selbstbewusstsein ausstrahlt, den Sinn im eigenen Tun erkennt, sich zentriert und nicht verzettelt, zielorientiert und konsequent vorgeht, der wird nicht nur sich selbst, sondern auch andere von sich überzeugen.
Prosts Buch ist eine kurzweilige und mit verschiedenen Praxisbeispielen anschaulich geschriebene Einführung in die Kunst, ein Leben voller Vertrauen und gegenseitiger Offenheit zu führen und so im Privaten wie Beruflichen zu glücklichen Beziehungen zu finden.
Literaturhinweis: Winfried Prost: Vertrauen und Verrat. Wem Sie (nicht) vertrauen können und wie Sie Vertrauen gewinnen. Winfried Prost Edition Ganzheitlich. Gerhard Hess Verlag: Bad Schussenried 2013. 96 Seiten, 12,80 Euro.
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