Neue OZ: Interview mit Rainer Brüderle, FDP-Spitzenkandidat
ID: 908850
"Lange Reihe von Merkwürdigkeiten" - "Wirtschaftsspionage nach
oben auf die Agenda"
Osnabrück.- Die FDP sieht in Edward Snowden "keine unbefleckte
Lichtgestalt". In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Samstag) sagte der liberale Spitzenkandidat für die Bundestagswahl,
Rainer Brüderle, die Motive des früheren amerikanischen
Geheimdienstmitarbeiters seien ihm unklar. Klar sei dagegen: "Er hat
Gesetze gebrochen." Für eine abschließende Bewertung gebe es zu viele
Merkwürdigkeiten. Dies gelte auch für den Asylantrag des früheren
amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters in Russland.
In der von Snowden enthüllten Späh-Affäre kritisierte Brüderle die
Ergebnisse des Treffens von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
(CSU) mit Regierungsvertretern in den USA als unzureichend. Der
FDP-Fraktionschef forderte, den Fokus stärker auf das möglicherweise
systematische Ausspähen deutscher Unternehmen durch die USA zu legen.
Das Thema Wirtschaftsspionage gehöre "ganz oben auf die Agenda",
sagte Brüderle. Die USA hatten zuvor laut Friedrich bestritten,
Wirtschafsspionage gegen deutsche Unternehmen zu betreiben.
Was den privaten Sektor betreffe, warnte der FDP-Fraktionschef vor
einer "trickreichen Arbeitsteilung". Es könne nicht sein, "dass die
Amerikaner das erledigen, was die Deutschen nicht dürfen". Auch wenn
Deutschland von Erkenntnissen der US-Geheimdienste profitiert habe,
handele es sich um eine "unzulässige Umgehung der vom Bundestag
gesetzten Grenzen", kritisierte der 68-Jährige. Brüderle wies darauf
hin, dass sich die Liberalen von Beginn an massiv gegen eine
anlasslose Vorratsdatenspeicherung gewehrt und dafür "von der Union
und der SPD Prügel bekommen" hätten.
________________________________________________________________
Brüderle: Union sollte sich auf ihre Wurzeln besinnen
Spitzenkandidat sieht beim Wahlergebnis "keine Grenzen nach oben"
Osnabrück.- FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat CDU und CSU dazu
aufgerufen, nicht zu sehr nach links zu driften. In einem Interview
mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Brüderle, er
wünsche sich eine Union, die "etwas mehr hat von Ludwig Erhard, dem
Erfinder der sozialen Marktwirtschaft, und etwas weniger von Ursula
von der Leyen".
Der Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl verwahrte
sich dagegen, auf eine Leihstimmenkampagne zu setzen und nur mit
Stimmen aus dem Unionslager im Herbst die Fünf-Prozent-Hürde
überspringen zu können. "Parteien verleihen keine Stimmen. Die
Wählerinnen und Wähler entscheiden sich sehr bewusst, wie sie ihre
beiden Stimmen vergeben", sagte Brüderle. Er sei sich sicher, dass
die FDP gut abschneide: "Wir haben uns bei aller Bescheidenheit nach
oben keine Grenze gesetzt."
Die Diskussion über eine Ampel-Koalition halte er für "abwegig",
stützte Brüderle die Position von Parteichef Philipp Rösler. Die
Grünen wollten eine Verbotsrepublik mit vielen neuen Steuern.
"Zucker- und Fettsteuer, Plastiktütensteuer - sie verpassen den
Menschen für alles und jedes Vorschriften", kritisierte der
Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl die Grünen.
________________________________________________________________
FDP will Umweltministerium Zuständigkeit für Energiepolitik
entziehen
Brüderle außerdem gegen separates Energieministerium
Osnabrück.- FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle hat gefordert, dem
Bundesumweltministerium seine Teilzuständigkeit für das Feld Energie
zu entziehen. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Samstag) sagte der Fraktionschef der Liberalen im Bundestag,
stattdessen solle die Kompetenz für das Thema nach der Bundestagswahl
im September komplett auf das Wirtschaftsministerium übergehen. Damit
wandte sich Brüderle auch gegen die Idee, ein eigenständiges
Energieministerium einzuführen.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.07.2013 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 908850
Anzahl Zeichen: 4561
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 265 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Interview mit Rainer Brüderle, FDP-Spitzenkandidat"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Russland / USA / Geheimdienste / Datenschutz / Internet ...
Verlogen und scheinheilig Die Empörung ist immens, seit der Computerexperte Edward Snowden enthüllt hat: Die US-Geheimdienste spionieren. In Deutschland, im übrigen Europa. Auf der ganzen Welt. Auch vor dem Internet machen sie nicht halt. Die übertriebenen Warnungen der Opposition vor eine
Neue OZ: Kommentar zuÄgypten / Demonstrationen / Präsident ...
Kurzsichtiger Blick Als die Muslimbrüder im Januar 2012 aus den ersten freien Parlamentswahlen seit Jahrzehnten in Ägypten als stärkste Kraft hervorgingen, erklärten manche Beobachter dies mit dem Wunsch der Menschen nach Stabilität. In den Wirren, die dem Sturz von Langzeit-Machthaber
Neue OZ: Kommentar zu Rüstungsindustrie / Saudi-Arabien / Deutschland ...
Klare Linie finden Die Chancen der deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall, den Milliarden-Auftrag aus Saudi-Arabien nach Hause zu fahren, schwinden dahin. Es ist kurios: Weder die saudischen Kaufinteressenten noch die hiesigen Hersteller wissen, woran s
Neue OZ: Kommentar zu Islam / Innere Sicherheit / Niedersachsen ...
Warum eigentlich erst jetzt? Woran erkennt man einen muslimischen Extremisten? Am Gewichtsverlust zum Beispiel. Das stand tatsächlich so in einer mit Steuergeldern finanzierten Broschüre, die Innenministerium und Verfassungsschutz in Niedersachsen vor etwas mehr als einem Jahr veröffentli




