Westdeutsche Zeitung: Doping =
von Stephan Esser
ID: 909830
Weltklasse-Sprintern versetzte der Leichtathletik kurz vor der WM
einen Schock und verursachte auf Jamaika ein mittleres Erdbeben.
Knapp einen Monat vor Beginn der WM in Moskau steht die
Leichtathletik unter Generalverdacht. Auffallend sind tatsächlich die
Anzahl der Fälle, sowie der Zeitpunkt und die Namen - Tyson Gay,
Asafa Powell und Sharone Simpson. Jamaikas Megastar Usain Bolt
hingegen bleibt unbehelligt.
Jamaika gilt als Insel der Sprinter, die Olympiasieger Ben
Johnson, Linford Christie und Donovan Bailey sind alle dort geboren,
Johnson und Christie wurden des Dopings überführt. Jamaikas
Sprinterwelt sammelte zwölf Goldmedaillen bei den vergangenen drei
Olympischen Spielen. Das sind mehr als doppelt so viele wie in 56
Jahren olympischer Geschichte zuvor. Die offene Frage, ob da alles
mit rechten Dingen zugeht, scheint sich gerade zu beantworten. Das
Ende des Jamaika-Faktors zieht am Horizont auf.
Reflexartig werden nach dem neuen Skandal Forderungen nach einer
Verschärfung der Sanktionen laut. Doch ist das ein zielführender
Ansatz? Manipuliert wird abseits öffentlicher Beobachtung und
Kontrolle. Daher ist das Ausmaß des Dopingproblems tatsächlich nicht
bekannt. Zumal Dopingmittel stets neu entwickelt werden, Tests werden
unterlaufen, Tricks (z.B. Enzympräparate in den Urinproben)
angewendet, um nicht entdeckt zu werden.
Gleichwohl ist der Sport nicht besser oder schlechter als die
Gesellschaft, in der er betrieben wird. Und so wird vielleicht
verständlich, dass der Spitzensport für den Zuschauer als
Unterhaltung reizvoll ist, weil er vielleicht nicht vollkommen in
Ordnung ist. Doping gehört offensichtlich zu der Art von Drama, wie
es der Spitzensport seinen Zuschauern bietet.
Dennoch benötigt der Sport Regeln und muss auf deren Einhaltung
achten. Sie machen die Idee des Sports aus. Im Profisport indes
schwindet zunehmend die Überzeugung, dass es sich lohne, eben solche
selbst gesetzten Regeln einzuhalten. Insofern muss das System des
Spitzensports saniert werden, damit er mit seinen wichtigen
gesellschaftlichen Funktionen als Kulturgut erhalten bleibt.
Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de
www.wz-newsline.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.07.2013 - 20:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 909830
Anzahl Zeichen: 2668
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Sport
Diese Pressemitteilung wurde bisher 236 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Doping =
von Stephan Esser"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Von Lothar Leuschen In Krisenzeiten sind zwei Verhaltensweisen am wenigsten hilfreich. Die eine ist, in Panik zu verfallen. Die andere ist, Gefahr zu ignorieren. In diesem Spannungsfeld befindet sich auch Deutschland, seit Russland die Ukraine angegriffen hat. Es spricht für die Struktur der Gesel
Kommentar/ Söder - quo vadis? ...
Kommentar WZ: Der nette Herr Söder Von Lothar Leuschen Damit war eigentlich schon nicht mehr zu rechnen. Markus Söder beißt für die Sozialen Medien in keinen Döner mehr, Bäume müssen auf seine zärtliche Umarmung verzichten, und überhaupt geht Bayerns Ministerpräsident seit Wochen und zun
WZ-Kommentar/Das Scheitern der DFB-Elf ist kein Zufall ...
Von Lothar Leuschen Reformen sind schwierig in Deutschland. Bauen oder Sanieren dauert immer länger und wird immer teurer. Autos aus der deutschen Autoschmiede entpuppen sich international zunehmend als Ladenhüter. Und jetzt kann Deutschland nicht einmal mehr Elfmeter schießen. Quo vadis, Wirtsc
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Zeitung
Sanosports bietet Glutamin als Nahrungsergänzung an ...
Glutamin Unser Körper ist in der Lage, die nicht essentielle Aminosäure Glutamin aus den BCAAs eigenständig zu synthetisieren. Glutamin hat im Aminosäurenpool des Körpers mit einem zwanzig Prozentigen Anteil einen sehr hohen Stellenwert im Bereich der Sporternährung. Das Lebensmittel mit de
Tour de France: Bilder-Download für Medien, Unternehmen und Privatpersonen ...
Ob Froome, Contador oder Klöden. Wir von frontalvision.com haben sie alle für Sie abgelichtet und bildtechnisch zum Download bereitgestellt. Mit dabei sind die Teams: Ag2r La Mondiale (ALM), Astana Pro Team (AST), Belkin-Pro Cycling Team (BEL), BMC Racing Team (BMC), Cannondale Pro Cycling (CA
Stärker Schwitzen mit dem Bauch-weg-Gürtel ...
Richtiges Training, kombiniert mit einer guten Ernährung macht eine gute Figur aus. Doch so gut man auch trainiert ist, häufig stellt der Bauch, selbst nach einem starken Gewichtverlust, ein Problem dar. Insbesondere in dieser Körperzone neigt die Haut dazu, schlaff zu sein. Um diesem Problem
Weltmeisterin und Arm-Wrestlerin Camilla Kättström: "Beim Kampf musst du eine Sau sein" ...
Berlin, 15. Juli 2013. Ihr Körper beeindruckt: Allein der rechte Bizeps von Camilla Kättström misst 35,5 Zentimeter, der Unterarm 31. Für diesen Muskelbody setzt die Arm-Wrestlerin "sehr stark auf Eiweiß: Fleisch, Fisch, Quark und andere Milchprodukte. Dazu noch sehr viel Obst, Gemüse und




