EU verbietet weiteres Pflanzenschutzmittel
ID: 911094
Insektizids eingeschränkt. Ab 2014 darf das von der BASF hergestellte
Fipronil nicht mehr zur Behandlung von Mais- und Sonnenblumen-Saatgut
verwendet werden. Bei Pflanzen, die in Gewächshäusern wachsen, darf
das Mittel dagegen noch eingesetzt werden. Grund für diese Maßnahme
ist die Risikobewertung der Europäischen Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA), die im Mai Fipronil als gefährlich für
Honigbienen eingestuft hat, wenn es zur Saatgutbehandlung von Mais
eingesetzt werde. Laut der Behörde sind Bienen beim Einsatz des
Mittels im Maisanbau vor allem durch Staubabdrift akut gefährdet. Für
andere Nutzpflanzen, wie z. B. Sonnenblumen, kann laut Behörde das
Risiko wegen unzureichender Studienlage nicht vollständig
eingeschätzt werden. 23 Staaten stimmten für die Einschränkung von
Fipronil, zwei dagegen, drei enthielten sich. Nach dem erst kürzlich
ausgesprochenen befristeten Zulassungsstopp für die drei
Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam ist dies
das zweite Verbot in kurzer Zeit, das die EU ausspricht.
Der Präsident des Deutschen Imkerbundes e. V., Peter Maske, sagt
dazu: "Grundsätzlich ist zu begrüßen, dass dem Bienenschutz von der
EU-Kommission größere Beachtung geschenkt wird. Unsere Aufgabe in den
nächsten zwei Jahren wird sein, nachzuweisen, dass diese Wirkstoffe
für unsere Bienen eine Gefahr darstellen. Die Verbote können
allerdings auch dazu führen, dass auf den Äckern wieder mehr
gespritzt wird. Deshalb ist mir besonders wichtig, jetzt noch enger
den Austausch mit den Landwirten zu suchen, um gemeinsam eine für
alle Seiten gute und schnelle Lösung zu finden. Die bisherigen
Ergebnisse des Deutschen Bienenmonitorings haben klar ergeben, dass
drei Ursachen, nämlich Nahrungsmangel, Pflanzenschutz und Parasiten,
für die Bienenverluste in Deutschland in Frage kommen und diese im
Gesamtkontext betrachtet werden müssen. Unsere Aufgabe ist es, die
Gewichtung der Komponenten zu ermitteln."
Die BASF kritisierte die Entscheidung der EU, da das Mittel
bereits seit 1993 weltweit eingesetzt werde und es keine neuen
Erkenntnisse für die Risikobewertung für Bienen gäbe. Den Wortlaut
der EFSA-Bewertung unter:
http://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/doc/3158.pdf.
Pressekontakt:
Petra Friedrich, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547,
E-Mail: dib.presse@t-online.de
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Datum: 17.07.2013 - 12:29 Uhr
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