Mittelschicht - Vielfältig und stabil
ID: 914882
Vom Facharbeiter bis zum Gymnasiallehrer - die Mittelschicht in
Deutschland ist bunter und vielfältiger geworden. Sie ist aber
weiterhin eine stabile Säule der Gesellschaft, weil eng gefasst nach
wie vor rund 50 Prozent der Bevölkerung zur Mittelschicht zählen. Das
zeigt die jetzt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW)
vorgelegte Studie "Arm und Reich in Deutschland: Wo bleibt die
Mitte?". Neben soziokulturellen Merkmalen wie Bildung und Beruf ist
das Monatseinkommen ein wichtiger Maßstab dafür, ob jemand zur
Mittelschicht gehört oder nicht. Besonders stark vertreten ist die
soziokulturelle Mitte in einem Band, das von 80 bis 150 Prozent des
mittleren Einkommens reicht. Für einen Alleinstehenden entspricht
dies beispielsweise einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 1.310
und 2.457 Euro. Die Familie ist in der gesellschaftlichen Mitte kein
Auslaufmodell. Jeder Zweite, der dazugehört, lebt in einem
Paarhaushalt mit Kindern. Die Mittelschicht in Deutschland kann auch
auf nennenswerte Vermögen zurückgreifen. So besitzt ein
Mittelschichts-Ehepaar ein durchschnittliches Nettovermögen von gut
160.000 Euro; ein Gutteil davon steckt in selbst genutztem
Wohneigentum. Vermögensmillionäre sind in der Mitte ebenfalls keine
Seltenheit. Insgesamt vereint die Mittelschicht 42 Prozent des
Nettovermögens in Deutschland auf sich. Die Pläne der Politik,
Vermögen künftig stärker zu belasten, treffen also nicht nur
Topverdiener, sondern auch die Eigenheimbesitzer aus der
Mittelschicht, warnen die Autoren der Studie.
Judith Niehues, Thilo Schaefer, Christoph Schröder: Arm und Reich
in Deutschland: Wo bleibt die Mitte? Entstanden im Rahmen des von der
Carl-Deilmann-Stiftung geförderten Forschungsprojekts "Wer ist die
gesellschaftliche Mitte?", Analysen Nr. 89, Köln 2013, 64 Seiten,
18,90 Euro
Pressekontakt:
Dr. Judith Niehues, Telefon: 0221 4981-768 und
Christoph Schröder, Telefon: 0221 4981-773
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.07.2013 - 10:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 914882
Anzahl Zeichen: 2184
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 198 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelschicht - Vielfältig und stabil"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln presse35-13.pdf (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln presse35-13.pdf
Kathrin Vogler: PKV ist nichtüberlebensfähig ...
"Mit der Forderung der PKV nach einer Absenkung der Beitragsbemessungsgrenze zeigt sie erneut ihre eigene Schwäche. Die PKV lebt von der Rosinenpickerei und von den permanenten Finanzspritzen, die ihr die Regierungen aus SPD, Union, FDP und Grünen gewährt haben. Sie ist allein nicht über
Acht Gründe, gerade jetzt über Organspende nachzudenken / Jetzt erst recht, denn die Entscheidung zählt ...
Die Anzahl der Organspenden ist im ersten Halbjahr 2013 weiter gesunken. Es kann folglich immer weniger Menschen mit einer Transplantation geholfen werden. Die Manipulationen in der Organvergabe haben einen erheblichen Vertrauensverlust in der Bevölkerung verursacht, aber leider auch viele Vor
"Sport-Stipendiaten des Jahres" - Mareike Adermann im Kurzinterview / Deutsche Bank und Sporthilfe suchen Gewinner / Top5 inöffentlicher Online-Abstimmung: Heute Paralympics-Siegerin Mareik ...
Mareike Adermann studiert im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkt Management) an der University of Wisconsin-Whitewater in den USA. Den gesamten letzten Sommer hat sie mit der Rollstuhlbasketball- Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Paralympics genutzt. Dort gewann sie mit de
770.000 Haushalte erhalten Wohngeld ...
Im Jahr 2011 erhielten 770.000 Haushalte in Deutschland Wohngeld. Der durchschnittliche Mietzuschuss betrug 2011 112 Euro im Monat, womit knapp ein Drittel der Bruttokaltmiete abgedeckt wurde. Den weitaus größten Anteil der Wohngeldempfänger stellen Einpersonenhaushalte. Je nach Region unters




