Europaweiter Protest gegen Botox-Tierversuche
ID: 915925
Europaweiter Protest gegen Botox-Tierversuche
Der Deutsche Tierschutzbund beteiligt sich an einer europaweiten Kampagne gegen Tierversuche für Botox. Er kritisiert unter anderem, dass hierbei das Tierversuchsverbot für Kosmetikprodukte umgangen wird. Denn Botox wird neben dem Einsatz als Medikament, für das es eigentlich deklariert ist, vor allem für kosmetische Anwendungen genutzt, bei denen die Haut glättende Wirkung von Botox im Vordergrund steht. Was wenige wissen: Für den Test jeder einzelnen Produktionseinheit Botox müssen mindestens 100 Mäuse sterben. Dabei sind tierversuchsfreie Alternativen längst anerkannt. Der Marktführer für Botox-Produkte, Allergan, hat einen Zelltest entwickelt, mit dem der Test an Mäusen vollständig ersetzt werden kann.
"Wir geben erst dann Ruhe, wenn auch die anderen Botox-Hersteller, allen voran Merz und Ipsen, keine Tiere mehr sterben lassen", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Ein tierversuchsfreier Zelltest wurde 2011 in den USA und Kanada und Anfang 2012 in der EU offiziell anerkannt. "Es ist ein Skandal, dass uns noch 2009 von Herstellerseite versichert wurde, dass man in absehbarer Zeit keine tierversuchsfreie Prüfmethode entwickeln könne. Nun sehen wir, dass der Druck, den wir auf die Firmen ausgeübt haben, Wirkung zeigt. Wir erwarten, dass die restlichen Hersteller dem guten Beispiel folgen", so Schröder weiter.
Denn nicht alle Botox-Hersteller wenden den Zelltest an, sondern setzen stattdessen weiterhin auf qualvolle Tierversuche. Dem Tierschutzgesetz zufolge dürfte ein solcher Tierversuch nur dann durchgeführt werden, wenn er "von außerordentlicher Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch und Tier" ist. Für eine kosmetische Anwendung trifft das eindeutig nicht zu. In 13 europäischen Ländern machen Tierschutzorganisationen gemeinsam mit dem europäischen Dachverband, der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), in dieser Woche auf das Leiden der Mäuse für Botox aufmerksam. Der Deutsche Tierschutzbund ruft dazu auf, kosmetische Botox-Produkte, die in Tierversuchen geprüft wurden, zu boykottieren. Eine Übersicht, welche Hersteller noch Tierversuche durchführen, hat der Verband hier zusammengestellt.
Mäuse leiden und sterben für Schönheitsmittel
Jährlich sterben weltweit rund 500.000 Mäuse für das beliebte Anti-Falten-Mittel Botulinumtoxin, kurz Botox. Das Nervengift, das auch als Medikament eingesetzt wird, wird aus Bakterien gewonnen und ist das stärkste bekannte Gift. Es hemmt die Signale zwischen Nerv und Muskel. Unter die Haut im Gesicht gespritzt, lähmt es für etwa zwei bis sechs Monate die Muskeln, das Gesicht erscheint dadurch glatter. Jede Produktionseinheit (Charge) wird an Mäusen auf die Giftigkeit hin überprüft. Den Tieren wird das Gift in die Bauchhöhle gespritzt. Es folgt ein mehrere Tage dauernder Todeskampf mit Lähmungserscheinungen, Krämpfen und Atemnot, an dessen Ende ein qualvoller Erstickungstod steht. Neben Allergan (Botox®, Vistabel®) produzieren auch die Merz GmbH Co. KGaA die Produkte Xeomin® und Bocouture® und die Ipsen-Pharma GmbH die Produkte Dysport® und Azzalure® (in Deutschland durch die Firma Galderma vertrieben) für den europäischen Markt.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Deutschland
Telefon: (0228) 60 49 60
Telefax: (0228) 60 49 640
Mail: presse@tierschutzbund.de
URL: http://www.tierschutzbund.de/
PresseKontakt / Agentur:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Deutschland
Telefon: (0228) 60 49 60
Telefax: (0228) 60 49 640
Mail: presse(at)tierschutzbund.de
URL: http://www.tierschutzbund.de/
Datum: 25.07.2013 - 13:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 915925
Anzahl Zeichen: 3776
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 250 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Europaweiter Protest gegen Botox-Tierversuche"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Tierschutzbund e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, startet der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit der Kreativagentur Philipp und Keuntje die innovative Telefon-Hotline „CALL A PET“. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz lernen Tierheimtiere sprechen – und können Interessierte am Telefon selbst von ihr
Silvester mit Tieren: Tiere sollten vor allem sichere Rückzugsmöglichkeiten haben ...
Laute Raketen und Böller verängstigen am Silvesterabend viele Tiere. Einige reagieren sogar panisch. Der Krach ist für sie besonders belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Tierhalter sollten versuchen, ihre Tiere möglichst gut gegen den Lärm abzuschotten und ihne
Tierisch mobil - Deutscher Tierschutzbund übergibt Tierhilfewagen an vier Mitgliedsvereine ...
Zur täglichen Erleichterung ihrer Tierschutzarbeit hat der Deutsche Tierschutzbund gestern Tierhilfewagen an die Tierschutzvereine in Andernach, Recklinghausen, Rendsburg und Reutlingen übergeben. Die von Whiskas und Pedigree gesponserten Fahrzeuge sind auffällig mit Tiermotiven gestaltet und g
Weitere Mitteilungen von Deutscher Tierschutzbund e.V.
Großhändler jms Solar Handel nimmt Module von Innotech Solar ins Portfolio auf ...
utsch-skandinavische Modulhersteller Innotech Solar AS (ITS) und der Photovoltaik-Großhändler jms Solar Handel GmbH starten eine Vertriebspartnerschaft. Ab sofort sind ITS-Module bei jms erhältlich. "jms legt Wert auf hohe Anlagenqualität und sehr zuverlässige Produkte. Wir sehen es al
Die Sonne lüftet auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg ...
Die internationale gartenschau hamburg auf der Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg lädt ein zu einem Besuch unter dem Motto "In 80 Gärten um die Welt". Der "Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V." zeigt die Kleingartenanlage von morgen. Auf einer der modernen Musterparzellen h
Großhändler jms Solar Handel nimmt Module von Innotech Solar ins Portfolio auf ...
Der deutsch-skandinavische Modulhersteller Innotech Solar AS (ITS) und der Photovoltaik-Großhändler jms Solar Handel GmbH starten eine Vertriebspartnerschaft. Ab sofort sind ITS-Module bei jms erhältlich. "jms legt Wert auf hohe Anlagenqualität und sehr zuverlässige Produkte. Wir
NABU fordert mehr Platz für Flüsse ? ?Blaues Band? für den Naturschutz ...
Tschimpke: Naturnahe Fließgewässer und Auen helfen auch bei Hochwasser Der NABU hat an Bund und Länder appelliert, künftig verstärkt in die Renaturierung von Flüssen und Auen zu investieren und ein Bundesprogramm für mehr Naturschutz an Flüssen aufzulegen. "Flüsse brauchen Platz.




