Burnout - Ein nicht klar definierbarer Erschöpfungszustand
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Burnout - Ein nicht klar definierbarer Erschöpfungszustand
Mit Burnout bringen die meisten Menschen die Begriffe Arbeitsüberlastung und Depression in den Zusammenhang. Dabei muss Letztere nicht unbedingt aufgetreten sein. Vielmehr gehen Wissenschaftler davon aus, dass etwa 80 bis 85 Prozent der Burnout-Betroffenen an einer Vorstufe der Depression leiden.
Tatsächlich beruht das Burnout-Syndrom auf einer beruflichen Überlastung. Ständiger Stress und Leistungsdruck führen zunächst zu einer steten Leistungssteigerung, die mit einem enormen Engagement des Arbeitenden und mit sehr viel Ehrgeiz verbunden ist. Irgendwann ist ein sehr hohes Leistungslevel erreicht, welches dann allerdings über eine lange Zeit gehalten werden soll. Ein ständig auf Hochbetrieb laufender Körper brennt allerdings aus. Dann setzt die Phase des Burnouts ein.
Nicht wenige Krankschreibungen in den hoch entwickelten Ländern gehen auf eine körperliche und emotionale Erschöpfung zurück. Für die Arbeitswelt und die Krankenkassen bedeutet dies einen erheblichen Arbeitsausfall sowie hohe Kosten, die auf unterschiedliche Art gedeckelt werden müssen.
Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen ist es nicht einfach, einen Burnout zu diagnostizieren. Schließlich sind über 150 verschiedene Symptome bekannt, die in diesem Zusammenhang auftreten können. Unter anderem werden von den Betroffenen Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsabfälle, Ruhelosigkeit sowie die Unmöglichkeit zur Erholung angegeben. Und gerade letzteres Symptom veranlasst sie dann, sich noch mehr in die Arbeit zu stürzen, um an alte Leistungen wieder anknüpfen zu können.
Auch Schlafstörungen sind Erkennungszeichen für den Burnout. Diese wiederum verleiten den Betroffenen während der Nacht zum Grübeln und treiben ihn morgens frühzeitig aus dem Bett. Er gesteht sich nicht ein, dass er dringend eine Auszeit benötigt. Vielmehr erscheint er eine Stunde eher am Arbeitsplatz, um die geforderten Leistungen abliefern zu können.
Das Fatale ist, dass Burnout-Patienten ihren Zustand erst sehr spät erkennen. Die Anfangssymptome, in denen eventuell eine recht schnelle Hilfe möglich wäre, werden heruntergespielt in der Hoffnung, dass sie von allein wieder verschwinden. Doch genau das ist nicht der Fall. Spätestens, wenn eine weitere belastende Situation oder ein stressauslösendes Ereignis hinzukommen, hat der Betroffene seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Dieser schaltet ab, weil er die Impulse nicht mehr verarbeiten kann.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass zum Perfektionismus neigende Personen besonders häufige Burnout-Opfer werden sowie diejenigen, die sich über ihren Beruf identifizieren. Wenn Sie denken, Tendenzen eines Verhaltens, das in Richtung Burnout-Syndrom führen kann, zu zeigen, können Sie dies mit einem kurzen Online-Burnout-Test prüfen.
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Datum: 29.07.2013 - 14:39 Uhr
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