VCD zum Weltverkehrsforum in Leipzig
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VCD zum Weltverkehrsforum in Leipzig
Berlin, 26.05.09 - Anlässlich des ab heute in Leipzig stattfinden Weltverkehrsforums weist der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) auf die erheblichen Umweltschäden durch den weltweiten Güterverkehr hin. Zwar sei aufgrund der Wirtschaftskrise in den letzten Monaten ein Rückgang beim Transport zu verzeichnen, diesem stünden jedoch durchschnittliche jährliche Zuwachsraten von fünf bis acht Prozent beim weltweiten Güterverkehr in den letzten Jahren gegenüber. Aufgrund fehlender internationaler Umweltstandards für den Verkehr belaste dieser Zuwachs in erheblichem Maße die Umwelt. So hätten die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr insgesamt seit 1970 um mehr als 120 Prozent zugenommen, sein Anteil am gesamten CO2-Ausstoß betrage heute ca. 25 Prozent. Durch die hohe Feinstaub- Stickoxid- und Schwefeldioxidbelastung aus Dieselfahrzeugen und mit Schweröl betriebenen Schiffen würden jährlich mehrere hunderttausende Menschen frühzeitig sterben.
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: *Statt über den kurzfristigen Rückgang im Welthandel zu wehklagen, sollten die 52 Verkehrsminister in Leipzig lieber Signale für einen umwelt- und gesundheitsschonenden und damit zukunftsfähigen Verkehr setzen. Der Welthandel wird trotz Wirtschaftskrise mittelfristig wieder zunehmen und damit auch wieder der Verkehr. Um dessen negative Folgen für die Umwelt endlich einzuschränken, benötigen wir in allen Ländern verbindliche Grenzwerte für Luftschadstoffe. Wir brauchen weltweit gültige Ziele zur CO2-Reduktion im Verkehr und der Flug- und Schiffsverkehr muss in den Emissionshandel eingebunden werden."
Außerdem müssten die Verkehrsunternehmen endlich die durch den Verkehr verursachten Kosten aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsschäden übernehmen. Seit 1950 hätten sich die weltweiten Exporte fast verzwanzigfacht. Die Transportkosten seien hingegen um rund 65 Prozent für Seefracht und um ca. 88 Prozent für Lufttransporte gesunken.
Aufgrund des billigen Transports käme es im Welthandel zu solch irrsinnigen Fällen wie bei der Nordseekrabbe. Diese werde von der Nordseeküste nach Marokko geschifft, um sie dort von billigeren Arbeitskräften pulen zu lassen und anschließend zum Verkauf wieder nach Europa zu schicken.
Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: *Die Wirtschaftskrise darf auf keinen Fall dazu benutzt werden, die Verkehrsunternehmen aus der Verantwortung für die von ihnen verursachten Umweltschäden zu nehmen. Im Gegenteil: Wer in Zukunft auf den Weltmärkten bestehen will, tut gut daran, jetzt auf effiziente und schadstoffarme Technologien umzusatteln."
Bei Rückfragen:
Almut Gaude, VCD-Pressesprecherin
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Datum: 26.05.2009 - 11:41 Uhr
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