Praxis zeigt:Ökostromlabel initiiert innovative Energieprojekte vor Ort
ID: 920326
Ökostromzertifizierer durch breit angelegte Kriterien die
Energiewende / Energieanbieter unterstützen mit GSL-zertifiziertem
Ökostrom zunehmend auch die Systemintegration erneuerbarer Energien
Energieexperten sind sich einig: Als Privatperson oder Unternehmen
auf Ökostrom umzustellen ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch der
Ausbau erneuerbarer Energien gefördert wird. Über das wie wird jedoch
immer wieder diskutiert. Als erster Zertifizierer arbeitet der Grüner
Strom Label e.V. (GSL) seit Anfang 2012 mit einem neuen
Maßnahmenkatalog, mit dem GSL-zertifizierter Ökostrom weiterhin eine
erneuerbare Energieversorgung fördern kann - auch unter heutigen
Gesichtspunkten. Nach einem Jahr Praxiserfahrung wurde der
Maßnahmenkatalog vor kurzem erstmals überprüft und überarbeitet.
"Bei vielen Ökostromangeboten wird nur alte Wasserkraft an neue
Kunden umverteilt. Deshalb wird immer wieder zu Recht darüber
diskutiert, wie garantiert werden kann, dass Ökostromprodukte einen
zusätzlichen Umweltnutzen bewirken", sagt Rosa Hemmers, Vorsitzende
des Grüner Strom Label e.V. "Bei unserer Zertifizierung war das
zentrale Kriterium schon immer, dass durch die Entscheidung des
Verbrauchers unter dem Strich etwas Neues herauskommen muss. Da es
dabei heute nicht mehr allein um den Zubau neuer Ökokraftwerke gehen
sollte, arbeiten wir als erster Zertifizierer seit 2012 mit
Kriterien, die die Energiewende insgesamt in den Blick nehmen. Durch
einen breiten Maßnahmenkatalog lösen wir Investitionen in
verschiedenste Projekte aus, die den Umbau unserer Energieversorgung
unterstützen und beschleunigen."
Nach dem GSL-Maßnahmenkatalog können die Energieanbieter die
Fördergelder, die ihnen durch den Verkauf von GSL-zertifiziertem
Ökostrom zur Verfügung stehen, neben Ökokraftwerken auch in
Infrastrukturprojekte wie Energiespeicher, intelligente
Steuerungsanlagen oder regenerative Kombikraftwerke investieren.
Ebenfalls möglich sind Zuschüsse für innovative Konzepte im Bereich
E-Mobilität, für Pilotprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern
oder für Kleinstprojekte von Genossenschaften oder
Bildungseinrichtungen.
Beispiele belegen, dass die Energieanbieter diese neuen Chancen
nutzen und einen Teil ihrer GSL-Fördergelder inzwischen für solche
Maßnahmen verwenden:
- Die Mainova AG realisiert ein Smart Grid-Projekt zur Steuerung
von Mittel- und Niederspannungsnetzen und an einer Frankfurter
Schule einen Batteriespeicher zur optimalen Netzintegration der
auf dem Schuldach produzierten Solarenergie;
- Die WEMAG AG schaltet mehrere Biogasanlagen zu einem
Kraftwerksverbund zusammen, der mithilft die Frequenz im
Stromnetz zu halten;
- Die MANN Naturenergie GmbH & Co. KG nahm eine Photovoltaikanlage
in Betrieb, deren Strom für den Eigenverbrauch eines
nahegelegenen Industrieunternehmens verwendet wird. Der
Stromverbrauch des Unternehmens wird dabei an das Angebot des
Solarstroms angepasst;
- Die NATURSTROM AG förderte unter anderem E-Mobilitätsprojekte,
Kleinstprojekte in Bildungseinrichtungen in Deutschland und
Leuchtturmprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Weitere Praxisbeispiele finden Sie auf www.gruenerstromlabel.de in
der Rubrik "Energiewende fördern". Den vollständigen
GSL-Maßnahmenkatalog erhalten Sie im Bereich "Grüner Strom Label ->
Material" zum Download.
Grüner Strom Label e.V.
Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziert grüne Energieprodukte.
Der Verein vergibt zu diesem Zweck zwei Gütesiegel: Das Grüner Strom
Label (GSL) für Ökostrom mit Mehrwert und das Grünes Gas Label (GGL)
für umweltverträgliches Biogas. Hinter dem Verein stehen sieben
gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherschutzverbände sowie
Friedensorganisationen. GSL und GGL sind in Deutschland die einzigen
Gütesiegel für Ökostrom und Biogas, die von führenden Umweltverbänden
getragen werden.
Pressekontakt:
Daniel Craffonara, Tel. 0228 9266713,
d.craffonara@gruenerstromlabel.de
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Datum: 02.08.2013 - 10:07 Uhr
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