Dividende auf Staatskosten

Dividende auf Staatskosten

ID: 92343

Dividende auf Staatskosten



(pressrelations) - Anlässlich der Auszahlung einer Dividende von über 280 Millionen Euro an die Aktionäre der Deutschen Bank erklärt Sahra Wagenknecht, Mitglied des Vorstands der Partei DIE LINKE:

Es hat den Anschein, als würden die größten Zocker ungeschoren aus der Krise hervorgehen. Während Millionen Menschen um ihren Arbeitsplatz fürchten und durch Kurzarbeit empfindliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, schütten die deutschen Konzerne Dividenden in zweistelliger Milliardenhöhe aus. Selbst die Deutsche Bank, die im Handel mit giftigen Schrottpapieren eine zentrale Rolle gespielt hat, wird ihre Aktionäre heute mit einer Dividende von 0,50 Euro je Aktie beglücken.

Begründet wird diese Ausschüttung mit dem Märchen, dass die Deutsche Bank als einzige deutsche Großbank keine Steuergelder in Anspruch nehmen musste. "Ich bin daher - insbesondere auch im Sinne unserer Aktionäre - sehr froh, dass wir die Regierung nicht um Steuergelder haben bitten müssen", tönte Deutsche Bank-Chef Ackermann auf der gestrigen Hauptversammlung und bekräftigte gleichzeitig das Ziel, an einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent festhalten zu wollen.

Nun mag es sein, dass Herr Ackermann nicht um Unterstützung bitten musste, sondern die Regierung freiwillig dafür gesorgt hat, dass die Deutsche Bank nicht auf offenen Forderungen sitzen bleibt. Klar ist jedenfalls, dass die Dividende der Deutschen Bank nur deshalb gezahlt werden kann, weil der Steuerzahler am Ende für die gigantischen Spekulationsverluste des Finanzsektors aufkommt. Denn wem kommen die Steuermilliarden zugute, die der Staat für die Rettung der Hypo Real Estate, der Commerzbank oder der IKB mobilisiert hat? Doch nicht zuletzt der Deutschen Bank, die andernfalls gezwungen wäre, einen weitaus größeren Teil ihrer Forderungen abzuschreiben. Allein die US-amerikanischen Steuerzahler haben die Deutsche Bank mit mehr als 12 Milliarden Dollar unterstützt ? hierbei handelt es sich allein um die Verbindlichkeiten, die der Versicherungskonzern AIG gegenüber der Deutschen Bank eingegangen war. Und was die IKB betrifft, so lässt sich sogar nachweisen, dass die Deutsche Bank selbst ihre Schrottpapiere an die IKB weitergegeben hat ? für die dann anschließend der Staat aufgekommen ist.



Es ist daher höchste Zeit, mit dem Märchen aufzuräumen, dass die Deutsche Bank die Krise aus eigener Kraft bewältigen kann. Und es ist höchste Zeit, nicht nur gegen überzogene Boni und Managergehälter vorzugehen, sondern auch die großen Vermögensbesitzer und Aktionäre, die allein in diesem Jahr mehr als 22 Milliarden Euro an Dividenden einstreichen konnten, zur Kasse zu bitten. Statt über die Gründung einzelner bad banks nachzudenken, muss endlich der gesamte Finanzsektor in öffentliche Hand überführt werden. Dies ist nicht nur die für den Steuerzahler billigste Lösung, sondern auch der einzige Weg, um sicherzustellen, dass die deutschen Banken wieder ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen und nützliche Investitionen finanzieren statt windige Spekulationsgeschäfte zu tätigen.


URL: www.die-linke.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  THIELE: FDP fordert mehr Steuerentlastungen für Arbeitsplätze Nicht gewappnet für den Brand auf den Finanzmärkten
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 27.05.2009 - 16:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 92343
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 325 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Dividende auf Staatskosten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

DIE LINKE (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Der größte Waffennarr der Großen Koalition ...
Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesinnenminister Lothar de Maizière wollen den Zustrom von Flüchtlingen "spürbar und nachhaltig reduzieren." Auf die Kritik zu den massiven Rüstungsexporten unter Sigmar Gabriel reagiert der Wirtschaftsminister mit dem Vorschlag

Merkel macht weniger Schutz bei Zeitarbeit und Werkverträgen zur Chefsache ...
Bundeskanzlerin Merkel will nach dpa-Informationen die Pläne von Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD) für eine stärkere Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen entschärfen. Sie will maximal die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag umsetzen. Die CSU soll gar über einen Bruch des Koalitionsv

Militärmissionen im Irak und Mali nicht ausweiten, sondern beenden ...
"Diese Bundeswehreinsätze sind kein Beitrag für Frieden, sondern Ausdruck einer militarisierten Außenpolitik", erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand und verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute vom Bundeska


Weitere Mitteilungen von DIE LINKE


Nicht gewappnet für den Brand auf den Finanzmärkten ...
Zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission zur Regelung der Finanzaufsicht erklärt Reinhard Bütikofer, Spitzenkandidat für die Europawahl von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Die europäische Kommission hat mit ihren Vorschlägen zur Finanzaufsicht eindeutig das Ziel verfehlt. Statt einer ze

THIELE: FDP fordert mehr Steuerentlastungen für Arbeitsplätze ...
BERLIN. Zum Abschluss der Beratungen des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages zum Entwurf eines Bürgerentlastungsgesetzes erklärt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Carl-Ludwig THIELE: Das Bürgerentlastungsgesetz ist ein weiterer Beleg für die Widersprüchlichke

Mehr Biss fuer Verbraucherverbaende ...
Zur heutigen Anhoerung "Einfuehrung eines Marktwaechter als Konsequenz aus der Finanzkrise" im Verbraucherausschuss des Deutschen Bundestages erklaeren die Sprecherin der Arbeitsgruppe Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Waltraud Wolff und die zustaendige Berichterstatterin Ma

Bitte keine weiteren Wahlgeschenke! ...
steuerpolitischen Vorschlägen der Großen Koalition erklärt Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Nach der Abwrackprämie ist vor der Steuerentlastung beim Agrardiesel. Die Bundesregierung schmeißt weiter Geld zum Fenster hinaus, dass sie sich beim Steuerzahler von


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z