Projekt "Recall statt Rückzug": Zweite Chance für den Wunschberuf Erzieher
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Perspektive für ausgebildete Sozialassistenten
Der Engpass ist programmiert: Viele Erzieherinnen und Erzieher stehen vor dem Ruhestand, mit dem Geburtenrückgang sinken die Bewerberzahlen, gleichzeitig steigt durch den Krippenausbau der Bedarf an qualifizierten pädagogischen Mitarbeitern. Bundesweit fehlen nach aktuellen Schätzungen derzeit rund 20.000 Erzieher. "Hier setzt das Projekt "Recall statt Rückzug" ein", erläutert Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft und Bildung der Region Hannover: "Wir wollen junge Menschen, die vielleicht schon zweifeln, ob sie in ihrem Wunschberuf jemals eine Anstellung finden, fit für die Erzieherausbildung machen. Bevor sie sich umorientieren, eröffnen wir ihnen so eine neue Chance."
Hanan S. (21 Jahre) hat im letzten Jahr ihre Sozialassistentenausbildung beendet und danach eine Stelle als Sozialassistentin aufgenommen, die jedoch auf drei Monate befristet war. Seitdem hat sie versucht einen Job zu finden, aber nur Absagen bekommen. Wenn sie nicht am Projekt "Recall statt Rückzug" teilnehmen würde, hätte sie sich weiter beworben und sich parallel dazu nach einer anderen Berufsalternative umgeschaut "Ich möchte im nächsten Jahr unbedingt mit der Erzieherausbildung weitermachen, um eine bessere Qualifizierung zu haben. Aus dem Projekt möchte ich viel an praktischen Erfahrungen und theoretischem Wissen mitnehmen und viel Neues dazulernen." Charleen K. (19 Jahre) beendete dieses Jahr erfolgreich ihre Sozialassistentenausbildung. Sie hat sich an vier Erzieherfachschulen beworben, steht bei allen vieren aber auf der Warteliste. "Ich habe mich für das Projekt entschieden, weil ich so die Möglichkeit habe, viele Erfahrungen zu sammeln und im nächsten Jahr (aufgrund der Schulplatzgarantie) mit meiner Erzieherausbildung weiterzumachen. In der Kita bin ich offen und herzlich empfangen worden und fühle mich dort von Anfang an sehr wohl." Heike Berkhan, Leiterin der Kindertagesstätte St. Josefina, ist gespannt auf die Zusammenarbeit mit dem Qualifizierungsprojekt und hat bereits eine Projektteilnehmerin für den Praxisteil bei sich aufgenommen: "Die Teilnehmerin hat sich sehr gut in die Gruppe eingefügt und ist eine Bereicherung für diese. Es ist gut, dass jungen Menschen durch das Projekt die Chance gegeben wird, ihren Wunschberuf zu erlernen und zu ergreifen. Während der 12-monatigen Projektdauer bekommen die Teilnehmer die Chance, ein gesamtes Kindergartenjahr mitzuerleben und können so feststellen, ob sie für den Beruf auch geeignet sind. Die Unterstützung in den schulischen Fächern - vor allem in Deutsch - und die fachliche Unterstützung, die die jungen Menschen im Projekt bekommen, sind sehr gut und wichtig."
Ausgebildete Sozialassistenten können sich noch bis zum 31. August 2013 bewerben. Weitere Informationen: CJS - Jugendberufsvermittlung, Telefon (0511) 358 27 29, E-Mail: info@cjs-hannover.de.
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Datum: 12.08.2013 - 12:58 Uhr
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