Neue OZ: Kommentar zu Musik / Internet
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Die gute alte CD wird als Tonträger in Deutschland nach wie vor
geschätzt, wie die Branche mitteilt. Totgesagte leben länger. In
diesem Fall überrascht die Nachricht, denn schon vor Jahren schrieben
Experten emotionale Nachrufe auf die Silberscheiben. Tatsächlich
bilden die handlichen Compact Discs aber immer noch das Rückgrat bei
den Gesamtumsätzen im Musikmarkt. Erfreulich für die Industrie, für
Musiker und alle Verbraucher, die der CD die Treue halten.
Gleichwohl ist klar, dass sich auch hierzulande künftig das
Musikgeschäft verändern wird, nur nicht so schnell wie bisher
angenommen. Das liegt auch daran, dass das Online-Kaufverhalten in
Deutschland generell zögerlicher verläuft als anderswo, zum Beispiel
in Skandinavien und den USA. Dort ist der digitale Musikkonsum
bereits wesentlich weiter fortgeschritten.
Doch die Industrie wird sich auch deswegen umstellen müssen, weil
Streaming-Dienste auf dem Vormarsch sind. Immer mehr Kunden finden
Gefallen daran, dass sie die Musiktitel nicht mehr besitzen müssen,
um sie zu hören. Sie bevorzugen preiswerte Abos und Flatrates, um
jederzeit Zugriff auf ihren Lieblingssong zu haben.
Damit lässt sich zwar weniger Geld verdienen, vor allem für die
Musiker selbst fällt deutlich weniger ab. Andererseits kann der
günstige Streaming-Preis Hörer durchaus von illegalen Downloads
abhalten. Die Entwicklung der Musikbranche bleibt spannend.
Marcus Tackenberg
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
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Datum: 19.08.2013 - 22:00 Uhr
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