NABU: Europas Gewässer vor ungewisser Zukunft - Studie gibt mangelhafte Noten
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NABU: Europas Gewässer vor ungewisser Zukunft - Studie gibt mangelhafte Noten
Miller: Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nur schleppend
Experten aus Deutschland und weiteren EU Ländern hatten exemplarisch die bislang vorliegenden Entwürfe für die Bewirtschaftung der Gewässer unter die Lupe genommen. Die Kriterien "Transparenz und Wassermanagement in öffentlicher Hand", "Abwasservermeidung und guter Wassergebrauch", "Mehr Platz für lebendige Flüsse", "Gesundes und sicheres Wasser für Mensch und Natur" und "Zukunftsweisende und anpassungsfähige Wasserstrategien" wurden stichprobenartig untersucht und beurteilt. In Deutschland wurden Elbe, Rhein und Weser in die Untersuchung mit einbezogen.
"Die Analyse zeigt auf, dass bislang in keinem der untersuchten europäischen Flußeinzugsgebiete die Entwürfe für die kommende Bewirtschaftungsplanung so ausgestaltet sind, dass Gewässerschutz, Naturschutz, Wassersicherheit und die dazu notwendige Maßnahmen Europas Flüsse auf den richtigen Weg zu bringen", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Insbesondere der Klimawandel werde in den meisten Entwürfen nur unzureichend berücksichtigt.
"Die bislang vorliegenden Entwürfe müssen dringend nachgebessert werden, um die Wasserrahmenrichtlinie zum Erfolg zu führen. Die Analyse zeigt, dass wir noch weit von einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Gewässer entfernt sind", so NABU-Gewässerexperte Magnus Herrmann. Die Elbvertiefung, die Belastung des Grundwassers durch die Landwirtschaft und die massive Verbauung vieler Flüsse verhindere auch in Deutschland den nachhaltigen Umgang mit unseren Gewässern. Dass auch an stark befahrenen Wasserstraßen viel mehr Natur möglich sei, beweise das NABU-Projekt "Lebendiger Rhein".
Für Rückfragen: Magnus Herrmann, NABU-Gewässerexperte, Tel. 030-284984-1618.
Kurzfassung der Studie sowie Langfassung (englisch) unter www.nabu.de
Der NABU am Rhein: www.lebendiger-rhein.de
NABU-Pressestelle, Telefon: 030-28 49 84-1510, -1500,
Telefax: 030-28 49 84-2500, E-Mail: Presse@NABU.de
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Britta Hennigs
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Datum: 29.05.2009 - 17:51 Uhr
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