5,1 % mehr Einbürgerungen im Jahr 2012
ID: 932267
300 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Dies waren nach
Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 5 400 Einbürgerungen
mehr als 2011 (+ 5,1 %) und 10 800 mehr als 2010 (+ 10,6 %). Damit
setzte sich die Entwicklung der letzten Jahre fort. Seit der
Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 war die
Zahl der Einbürgerungen zunächst zurückgegangen - von 186 700 im Jahr
2000 auf 94 500 im Jahr 2008. Seither steigen die Zahlen wieder
kontinuierlich an.
Gegenüber dem Vorjahr haben vor allem Einbürgerungen aus den
Mitgliedsländern der EU (+ 3 200 oder + 19,1 %) sowie aus den
Kandidatenländern der EU (+ 4 861 oder + 15,0 %) zugenommen.
Demgegenüber wurden aus den sonstigen europäischen Ländern weniger
Personen eingebürgert als im Vorjahr (- 136 oder - 1,0 %). Noch
größer ist der Rückgang bei den Eingebürgerten aus Afrika, Amerika,
Asien und Australien beziehungsweise Ozeanien (zusammen - 2 200 oder
- 5,2 %).
Innerhalb Deutschland ist die Zahl der Einbürgerungen vor allem in
Baden-Württemberg angestiegen (+ 2 200 beziehungsweise + 15,2 %),
gefolgt von Hessen (+ 1 700 beziehungsweise + 12,8 %),
Nordrhein-Westfalen (+ 900 beziehungsweise + 3,2 %) und Bayern (+ 700
beziehungsweise + 5,7 %). Rückläufige Zahlen gab es demgegenüber in
Berlin (- 600 beziehungs- weise - 8,1 %) und in Brandenburg (- 300
beziehungsweise - 40,8 %) sowie bei den Einbürgerungen im Ausland (-
800 beziehungsweise - 24,2 %).
Wie schon in den Vorjahren wird die Liste der am häufigsten
eingebürgerten Staatsangehörigkeiten von türkischen Staatsbürgern
angeführt (33 200 Fälle), gefolgt von Personen aus dem ehemaligen
Serbien und Montenegro und seinen Nachfolgestaaten (6 100 Fälle) und
aus Polen (4 500 Fälle). Die am häufigsten eingebürgerten
Staatsangehörigkeiten sind seit mehreren Jahren unverändert, ihre
Reihenfolge verschiebt sich aber dabei von Jahr zu Jahr.
Das ausgeschöpfte Einbürgerungspotenzial - also das Verhältnis von
erfolgten Einbürgerungen zur Zahl jener Ausländerinnen und Ausländer,
die seit mindestens zehn Jahren in Deutschland leben und damit alle
Voraussetzungen erfüllen - betrug im Jahr 2012 durchschnittlich 2,4
%. Staatsbürger aus den Mitgliedsländern der EU weisen dabei
traditionell unterdurchschnittliche Werte auf (1,2 %) -
wahrscheinlich weil es für sie weniger zusätzlichen Nutzen bringt,
die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben, als dies bei vielen
Personen aus Drittstaaten der Fall ist. Die höchsten Werte traten bei
Kamerun (26,5 % bei 900 Einbürgerungen), Nigeria (12,5 % bei 800
Einbürgerungen) und beim Irak auf (12,2 % bei 3 500 Einbürgerungen).
Weitere Ergebnisse bietet die Fachserie 1, Reihe 2.1
"Einbürgerungen", die unter www.destatis.de abrufbar ist.
Detaillierte Einbürgerungszahlen für die Jahre ab 2000 sind in der
Datenbank GENESIS-Online verfügbar.
Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit
Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im
Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.
Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Gunter Brückner, Telefon: (0611) 75-4365,
www.destatis.de/kontakt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
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Datum: 26.08.2013 - 08:00 Uhr
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