Mittelstandsunternehmen wollen mehr verschlüsseln
Studie der mikado ag: Jedes zweite Mittelstandsunternehmen fühlt sich als potenzielles Ziel für digitale Wirtschaftsspionage
Höhere Budgets für zusätzliche Security-Maßnahmen und veränderte Projektprioritäten
Der Befragung zufolge empfindet sich jede zweite mittelständische Firma als potenzielles Ziel für die digitale Wirtschaftsspionage. Weitere 16 Prozent sehen sich solchen Gefahren nur eingeschränkt ausgesetzt, in jedem fünften Fall werden sie weitgehend ausgeschlossen. Angesichts der bekannt gewordenen Abhöraktionen durch Geheimdienste und der damit verbundenen Unklarheit, wie ausgespähte Unternehmensinformationen anschließend verwertet werden, gewinnt die Verschlüsselung in der Datenkommunikation im Mittelstand eine wachsende Bedeutung. „Sie befand sich lange Zeit in einem Dornröschenschlaf, weil die tatsächlichen Gefahren deutlich geringer als tatsächlich vorhanden eingeschätzt wurden“, urteilt mikado-Vorstand Reimund Reiter. „Aber die Verschlüsselung stellt einen zentralen Stellhebel dar, um für den notwendigen Schutz vor einem Ausspähen sensibler Unternehmensinformationen wie beispielsweise Kunden- und Geschäftsdaten oder neuen Produktentwicklungen zu sorgen.“
In diese Richtung denkt auch ein Großteil der befragten Unternehmen. So urteilt jeder fünfte Security- bzw. IT-Verantwortliche, dass kurzfristig eine stärkere Verschlüsselung notwendig sei. Diese Notwendigkeit eines höheren Schutzes betonen zusätzliche 39 Prozent, wenden sich aber gleichzeitig gegen aktionistische Maßnahmen. Allerdings schwingt bei einer deutlichen Gruppe an Unternehmen auch so etwas wie Resignation in den Einschätzungen durch. Denn jeder fünfte Befragte zeigt sich skeptisch, ob die gewünschte Wirkung erzeugt werden kann. Sie sind der Auffassung, dass auch mehr Verschlüsselung wenig helfen werde.
Auch Reiter warnt davor, nun hektische Aktivitäten zu starten. „Am Einsatz von Verschlüsselungsverfahren werden die Firmen auf Dauer zwar nicht vorbei kommen, aber es stellt sich ja die Frage, ob damit allein das erforderliche Sicherheitsniveau erreicht werden kann.“ Aus seiner Beratungserfahrung weiß er, dass häufig noch ganz andere Schwachstellen bestehen und demzufolge eine zu eingegrenzte Fokussierung mitunter nicht die gewünschten Effekte erzeugt. Gleichzeitig betont er, dass selbst ein Thema wie die Verschlüsselung nicht zwangsläufig direkt zu Mammutprojekten führen muss. „Es empfiehlt sich meist vielmehr eine Vorgehensweise in überschaubaren Schritten“, betont der mikado-Berater.
In jedem Fall scheint aber die anhaltend breite öffentliche Diskussion zu den Sicherheitsgefahren des Internets deutlich Bewegung in die Planungen von Security-Projekten der Unternehmen gebracht zu haben. So wollen 36 Prozent der Firmen die Budgets hierfür aktuell erhöhen, jedes siebte sogar deutlich. Nicht mehr Geld soll zwar in jedem fünften Fall eingesetzt werden, aber dafür sollen die Projektprioritäten verändert und der neuen Situation angepasst werden. Keinerlei aktuellen Handlungsdruck sehen 21 Prozent der befragten Security-Verantwortlichen, und jedes vierte Mittelstandsunternehmen hat sich noch nicht entschieden, ob und wie es reagieren wird.
Ergebnisse:
Empfinden Sie Ihr Unternehmen als potenzielles Ziel für digitale Wirtschaftsspionage?
* in hohem Maß 51%
* eingeschränkt 16%
* eher nein 21%
* lässt sich nicht klar einschätzen 12%
(n = 302 Mittelstandsunternehmen über 25 Mio €; Quelle: mikado ag)
Müssen Unternehmen nun generell durch stärkere Verschlüsselung auf die systematischen Abhör-Aktionen der Geheimdienste reagieren?
* ja, ist eine kurzfristig notwendige Konsequenz 22%
* ja, aber ohne aktionistische Maßnahmen 39%
* nur wenn tatsächliche Wirtschaftsspionage droht 14%
* mehr Verschlüsselung wird wenig helfen 25%
Werden in Ihrem Unternehmen durch die neu bekannt gewordenen Bedrohungen zusätzliche Budgets für Security-Maßnahmen zur Verfügung gestellt?
* ja, in deutlichem Umfang 16%
* ja, mit überschaubarem Volumen 20%
* nein, aber die Projektprioritäten werden verändert 19%
* nein, es besteht kein akuter Handlungsdruck 21%
* noch nicht entschieden 24%Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Mehr über mikado ag
Seit drei Jahrzehnten beschäftigt sich die mikado mit dem effizienten Management und der kompromisslosen Sicherheit von IT-Strukturen. Wir entwickeln individuelle, präventive Strategien und Produkte, die auf die spezifischen Anforderungen der IT-Organisation der unterschiedlichsten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ausgerichtet sind. Mit dieser Ausrichtung bietet die Unternehmensberatung eine Fülle von Dienstleistungen zur Bewertung und Verbesserung Ihrer IT-Sicherheitssituation. Dazu gehören neben Penetrationstests beispielsweise das IT-Sicherheitsmanagement, das IT-Notfall- und IT-Risikomanagement sowie die Beratung zum Datenschutz und zum IT-Grundschutz. Zudem hält die mikado ag verschiedene Security-Services für unterschiedliche Anforderungen ihrer Kunden bereit. Zum Kundenstamm gehören u. a. Bundesministerien, Volkswagen, Investitionsbank Berlin, Total, KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Sparkassen und Volksbanken. Firmensitz der mikado ag ist Berlin. mikado ist Mitglied bei BITKOM und dem SIBB.
Weitere Informationen
mikado ag
Wolfgang Dürr, Geschäftsführung
Bülowstraße 66, D-10783 Berlin
Tel. +49 - 30 / 217 90-0
wolfgang.duerr(at)mikado.de
www.mikado.de
denkfabrik groupcom gmbh
Robin Heinrich
Pastoratstr. 6, 50354 Hürth
Tel. +49 2233 / 6117-75
robin.heinrich(at)denkfabrik-group.com
www.denkfabrik-group.com
Datum: 26.08.2013 - 15:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 932706
Anzahl Zeichen: 4866
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Sicherheit
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 26.08.2013
Diese Pressemitteilung wurde bisher 419 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelstandsunternehmen wollen mehr verschlüsseln"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
mikado soft gmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der jüngste Datendiebstahl von rund 1,2 Milliarden Nutzerprofilen im Internet mit Benutzername und Passwort weist nach Einschätzung der mikado ag deutlich darauf hin, dass viele Websites gegen solche Angriffe nur unzureichend gesichert sind. Das Beratungshaus plädiert deshalb für eine großfläc
Führender deutscher NAC-Hersteller durch deutschen Security-Investor gekauft ...
(Hille, den 04. April 2012) IT-Sicherheit aus Deutschland hat Zukunft! Das ist ein klares Statement der RPC Verwaltungs-GmbH, die mit der Akquisition des Berliner Softwareherstellers „mikado soft GmbH“ ihre zweite Beteiligung erworben hat. „Wir haben uns nach intensiver Marktrecherche für die
Produktionsnetze oft nicht ausreichend vor Datenmissbrauch geschützt ...
(Berlin, 27. März 2012) Fertigungssysteme stellen wegen der darin enthaltenen Produktinformationen ein sehr interessantes Ziel für die Wirtschaftsspionage dar, doch sind sie nach den Beobachtungen der Consultants des Security-Spezialisten mikado vielfach nicht ausreichend gegen Innentäter geschü
Weitere Mitteilungen von mikado soft gmbH
Eindeutige Identifizierung von Sicherheitshelmen durch RFID-Transponder von smart-TEC ...
Oberhaching / 22.09.13 – Feuerwehrleute, Polizisten, Flugzeugeinweiser und Spezialeinheiten in vielen Staaten der Welt verlassen sich auf die Spezialhelme der Ulbrichts Witwe GmbH. Künftig werden diese auch mit integrierter RFID-Technologie von smart-TEC hergestellt und geliefert, wodurch Produ
Sicheres Single Sign-on: Forschungsprojekt macht OpenID sicherer ...
Karlsruhe, 13. August 2013. Nach 16-monatiger Entwicklung ziehen die Projektpartner CAS, FZI, Wibu-Systems und fun communications eine positive Bilanz. Das dezentrale Authentifizierungssystem für Web-Dienste "OpenID" wurde, neben der Anmeldung über Nutzername und Passwort, um die Authent
Modulares USV-System Tri-Power X33 MOD HP mit kleinen Leistungsmodulen für einfachen Einbau und maximale Flexibilität ...
Mit der neuen Tri-Power X33 MOD HP bringt Alpha Technologies ein modulares USV-System auf den Markt, das mittelständische Unternehmen sowie Anwender dezentraler Systeme ansprechen dürfte. Die in ihrer Funktionseinheit zueinander redundanten Powermodule mit 3,4, 5,0 und 6,7 kVA lassen sich beliebig




