Seehofers atomarer Schrebergarten
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Seehofers atomarer Schrebergarten
"Widerspruch, dein Name ist Seehofer, deine Heimat ist die CSU. Während deutsche Endlagerplanungen buchstäblich absaufen, will Horst Seehofer nicht nur die Nutzung von Atomenergie verlängern, sondern gleichzeitig seine CSU auch noch als Anti-Atom-Bewegung in Stellung bringen, indem die CSU nun Sturm gegen ein Atom-Endlager in Tschechien läuft, nahe der bayerischen Grenze. Die Botschaft des widersprüchlichen Kurses der CSU:
?Atomkraft ? ja bitte!?, aber keine AKWs in Tschechien und keine Endlager in Bayern und um Bayern herum, sondern lieber im entfernten Niedersachsen. Und das, obwohl heute klarer ist denn je, dass Gorleben nicht als Endlager taugt. Der eigene Schrebergarten soll also sauber bleiben ? noch deutlicher hätten die CSU ihr Misstrauen gegenüber der eigenen Atompolitik nicht machen können.
Seit der Gründung eines Atomministeriums 1955 ist die CSU der militanteste Lobbyist für Atomkraft in der Bundesrepublik. Und seit mehr als 50 Jahren verschließt sie offiziell die Augen vor den Gefahren der Atomkraftnutzung und vor dem Endlagerproblem. Hellwach wird die CSU nur, wenn die Gefahren vor der eigenen Haustür stattfinden sollen oder wenn es darum geht, die Verantwortung für die Folgen ihrer Politik möglichst weit weg zu schieben.
Die CSU verweigert seit 50 Jahren jedes Dazulernen in Sachen Atomkraft und dokumentiert so ihre energiepolitische Rückständigkeit. Sie steckt fest in der größten energiepolitischen Sackgasse des 20. Jahrhunderts, der Atomenergie. Damit offenbart die CSU ihre ökologische und ökonomische Ignoranz. Denn wer an der falschen Strukturentscheidung Atomkraft festhält, der erschwert den Übergang zur energetischen Grundlage des 21. Jahrhunderts, zu den Erneuerbaren Energien. Notwendig ist vielmehr die konsequente Umsetzung des von Rot-Grün beschlossenen Ausstiegs aus der Atomenergie sowie eine ergebnisoffene Endlagersuche ? in ganz Deutschland."
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Datum: 02.06.2009 - 14:32 Uhr
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