Robert Geisendörfer Preis für SWR-Hörfunkserie
ID: 934850
Leben in Zeiten der Euro-Krise" von SWR3 und der Chefredaktion
Hörfunk
Baden-Baden. Die SWR-Hörfunkserie "Sechs Tage - sechs Länder.
Leben in Zeiten der Euro-Krise" wird mit dem renommierten Robert
Geisendörfer Preis ausgezeichnet. Die im Juli 2012 in SWR 3 und
anderen Hörfunkprogrammen ausgestrahlten Reportagen konzentrierten
sich auf junge Menschen, auf deren Zukunftsängste und darauf, wie
sie mit der schwindenden Perspektive für sich selbst umgehen. Die
teilweise sehr persönlichen Einblicke machten so spürbar und bildhaft
erlebbar, was die Krise für den Alltag und die Zukunftsplanungen und
Hoffnungen junger Menschen bedeutet. Entstanden ist die Serie in
abteilungsübergreifender Zusammenarbeit innerhalb der
SWR-Hörfunkdirektion. Das Urteil der Jury: "Die 18 kleinen Hörstücke
aus sechs Ländern sind farbig gestaltete Facetten eines Kaleidoskops,
das Ausmaß und Tiefe der Eurokrise erlebbar macht. Das
Hörfunk-Projekt zeigt, wie kluge Programmpolitik auch in einer
Popwelle Informationen unterbringt, die gleichsam nebenbei den Blick
öffnen für einzelne Menschen, andere Länder, politische Strukturen
und Zusammenhänge."
SWR-Hörfunkdirektor Gerold Hug gratulierte den Ideengebern und
Machern: "Diese Auszeichnung freut mich besonders, denn hier werden
nicht nur hervorragende journalistische Beiträge gewürdigt, die
politische und gesellschaftliche Entwicklungen mit Sachkompetenz und
Erzählkraft spürbar und nachvollziehbar machen. Hier werden auch ein
bereichsübergreifendes Team und eine hervorragende,
partnerschaftliche Zusammenarbeit vom gemeinsamen Brainstorming über
die Planung bis hin zu jedem einzelnen Beitrag der Serie gewürdigt.
Die preisgekrönte Serie zeigt wie gut der SWR bei journalistischer
Information über Bereichsgrenzen hinweg aufgestellt ist."
Spanierinnen, die Eizellen spenden, um ein bisschen Geld zu
verdienen, englische Banker, die zum Schneider umschulen, weil sie
der Kapitalismus-Exzess nicht mehr befriedigt, eine griechische
Ex-Stuttgarterin, die von der Euro-Krise profitiert. Solche
Geschichten haben Barbara Lampridou, Evi Seibert, Stephan Lochner,
Oliver Neuroth, Johannes Schmid-Johannsen und Stefan Troendle in der
Serie "Leben in Zeiten der Euro-Krise" im vergangenen Juli in der
Urlaubszeit erzählt. Im Zentrum standen nicht Rating-Agenturen,
Staatsanleihen und Europäische Zentralbank, sondern der Alltag der
Menschen in Europa. Sechs Tage lang wurden jeden Tag Beiträge aus
jeweils einem anderen Land gesendet. Die Serie wurde auch von SWRinfo
übernommen, weitere Programme strahlten einzelne Beiträge aus. Der
"SWR3 Report" von Juli 2012 war ein Gemeinschaftsprodukt von SWR3 und
der Chefredaktion Hörfunk mit der Zentralen Information und der
Fachredaktion Wirtschaft. Für SWR3 ist es die zweite Auszeichnung mit
dem Robert-Geisendörfer-Preis. Genau vor zehn Jahren wurde dem
SWR3-Topthema-Team der Preis verliehen.
Der nächste abteilungsübergreifende Schwerpunkt ist bereits
realisiert. Die Redaktion "Reporter und Recherche" in der
Chefredaktion hat gemeinsam mit SWR3 eine Serie zur Bundestagswahl
produziert, die derzeit gesendet wird. Auch diesmal waren wieder
Reporterinnen und Reporter aus beiden Bereichen unterwegs. Ihr
Auftrag war es, zu beobachten und zu berichten, welche Auswirkungen
die politischen Themen des Wahlkampfs für die Menschen in Deutschland
haben.
Der Robert Geisendörfer Preis ist der Medienpreis der
Evangelischen Kirche für Hörfunk und Fernsehen und wird seit 1983
vergeben. Er zeichnet herausragende publizistische Leistungen aus,
insbesondere Sendungen, die das persönliche und soziale
Verantwortungsbewusstsein stärken, zur gegenseitigen Achtung der
Geschlechter und zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen und
Völkern beitragen und die christliche Orientierung vertiefen. Dabei
soll insbesondere hervorragende journalistische, konzeptionelle und
gestalterische Qualität gewürdigt werden. Ausgezeichnet werden jedes
Jahr bis zu vier Sendungen, davon je zwei von Hörfunk und Fernsehen.
Der Preis ist mit jeweils 5.000 Euro und der Robert Geisendörfer
Medaille verbunden.
Pressekontakt:
Pressekontakt: Wolfgang Utz, Tel.: 0711/929-11030,
wolfgang.utz@swr.de
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Datum: 29.08.2013 - 11:10 Uhr
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