Badische Neueste Nachrichten: Der "Tatort"-Ersatz
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Pilcher hatte keine Chance: Nur mit Mühe konnte der Fernsehzuschauer
gestern Abend dem Rede-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und
Herausforderer Peer Steinbrück entkommen. Die parteipolitische Brille
des jeweiligen Zuschauers hat am Schluss entschieden, wer gestern als
Sieger aus dem Ring stieg. Peer Steinbrück nutzte seine Chance und
setzte der Kanzlerin mit markigen Sprüchen zu. Am liebsten hätte der
SPD-Kandidat die Kavallerie losgeschickt, um die Amtsinhaberin vom
Thron zu stoßen. Angela Merkel spielte gekonnt die staatsmännische
Karte und sonnte sich trotz einiger Unsicherheiten in ihren guten
Umfragewerten. Die Jahre im Kanzleramt und auf der internationalen
Bühne haben ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Wo Peer Steinbrück mit
dem Säbel kam, setzte Angela Merkel auf das Florett. Es dauerte eine
ganze Weile, bis die Kanzlerin zu gewohnter Form auflief. Die vier
Moderatorinnen und Moderatoren bemühten sich redlich, ein
aufkeimendes Gefühl der Langeweile schon im Keim zu ersticken, aber
so ganz haben sie es doch nicht geschafft. Selbst Stefan Raab, sonst
bekannt für Wok-Meisterschaften und Turmsprung-Mutproben, tat sich
schwer, den Polit-Talk zum Schenkelklopfer-Ereignis
umzufunktionieren. Eine Unterhaltungsshow sieht anders aus -
stellenweise erinnerte der Abend an ein universitäres Politikseminar
mit prominenten Gästen und altbekannten Fragestellungen. Das zum
"Straßenfeger" hochstilisierte Rede-Duell sorgte aber immerhin dafür,
dass sich so mancher Zuschauer erstmals so richtig für den Wahlkampf
interessierte. Allein schon das war es wert, dass der "Tatort" eine
Zwangspause einlegen musste.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
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Datum: 01.09.2013 - 23:42 Uhr
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