ARD/ZDF-Onlinestudie 2013:
Mobile Internetnutzung steigt rasant / Boom bei Endgeräten führt zu hohem Anstieg der täglichen Nutzungsdauer
ID: 938174
Schnitt 169 Minuten täglich im Internet. Smartphone, Tablet und Co.
treiben die Online-Nutzung unterwegs weiter an: Sie hat sich 2013 im
Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Die wöchentliche
Bewegtbildnutzung steigt binnen eines Jahres um 6 Prozentpunkte auf
43 Prozent - 23 Millionen Nutzer greifen regelmäßig auf
Bewegtbildinhalte im Netz zu. Dies sind einige Ergebnisse der
ARD/ZDF-Onlinestudie 2013.
Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der
ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze: "Mobile Endgeräte führen
zu einer deutlichen Zunahme der Internetnutzung. Dabei werden TV- und
Radio-Inhalte im Netz nicht nur von jüngeren Menschen immer stärker
nachgefragt. Die TV- und Radiomarken der ARD sind auf den neuen
Abrufplattformen sehr beliebt. Die ARD-Marken erreichen die Menschen
heute auf allen relevanten Verbreitungswegen und stehen auch im Netz
für hohe journalistische Qualität und Verlässlichkeit. Statt der
These 'Radio und Fernsehen haben immer weniger Nutzer' gilt: TV- und
Radio-Inhalte haben noch nie so viele Nutzer erreicht wie heute. Dies
belegen auch die Abrufstatistiken der ARD."
ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut, stellvertretender Vorsitzender
der ARD/ZDF-Medienkommission: "Die Grenzen zwischen klassischem
Fernsehen im Wohnzimmer und Fernsehen im Internet über Smart-TV,
Laptop, Smartphone oder Tablet verschwinden zunehmend. Mit den immer
einfacher zu bedienenden Endgeräten wird der Anteil an Fernsehen über
das Internet weiter steigen. Wir haben mit der ZDF-Mediathek sehr
früh auf Bewegtbild im Netz gesetzt und bieten heute unsere Inhalte
auf möglichst allen relevanten Online-Plattformen an."
77,2 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland sind
online (2012: 75,9 Prozent). Damit steigt die Zahl der Internetnutzer
moderat von 53,4 Millionen auf 54,2 Millionen Menschen. Für das
Wachstum ist ausschließlich die Generation der "Silver Surfer" (ab 50
Jahren) verantwortlich. Den größten "Sprung" vom Offliner zum Onliner
machen 2013 die über 70-Jährigen: von 20,1 Prozent (2012) auf 30,4
Prozent (2013). Bei den 50- bis 59-Jährigen steigt die
Internetverbreitung um 6 Prozentpunkte auf 82,7 Prozent, bei den über
60-Jährigen um 3 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent.
Deutlich zugenommen hat die Nutzungsdauer: 2013 ist der deutsche
Internetnutzer im Schnitt 169 Minuten am Tag online, dies ist ein
Anstieg von 36 Minuten im Vergleich zum Vorjahr (2012: 133 Minuten).
5,3 internetfähige Geräte sind in einem durchschnittlichen
Onlinehaushalt vorhanden. Sie kommen in Abhängigkeit von der
jeweiligen Nutzungssituation zum Einsatz. War ein Tablet 2012 erst in
8 Prozent der Online-Haushalte anzutreffen, sind es 2013 bereits 19
Prozent.
Mobile Endgeräte treiben den Internetkonsum voran. Die
Unterwegs-Nutzung steigt binnen eines Jahres deutlich von 23 Prozent
(2012) auf 41 Prozent (2013). Apps werden mittlerweile von 44 Prozent
der deutschen Onliner auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt.
Einen internetfähigen Fernseher besitzen inzwischen 29 Prozent der
Online-Haushalte. Die Zahl derjenigen, die über ihr TV-Gerät
tatsächlich ins Internet gehen, hat sich binnen eines Jahres
versechsfacht: von 2 Prozent (2012) auf 12 Prozent (2013). So rufen
6,5 Millionen Personen zumindest selten mit ihrem Fernsehgerät
Inhalte über das Internet ab.
Auch die wöchentliche Bewegtbildnutzung hat gegenüber dem Vorjahr
deutlich zugenommen. 43 Prozent der Onliner, das sind rund 23
Millionen, nutzen regelmäßig Fernsehsendungen und andere Videos im
Netz - dies entspricht einem Zuwachs von 6 Prozentpunkten. Unter den
14- bis 29-Jährigen schauen bereits drei Viertel (76 Prozent)
wöchentlich Bewegtbilder im Netz an. Originäre Fernsehinhalte, also
TV-Sendungen, werden von 16 Prozent der Onliner mindestens einmal
wöchentlich live oder zeitversetzt genutzt. Unter den 14- bis
29-Jährigen sind es bereits 27 Prozent.
Parallel zur Reichweite steigt die Sehdauer. Rund 5 Minuten, das
sind zwei Prozent des täglichen Fernsehkonsums, werden über das
Internet ferngesehen: 3 Minuten linear und 2 Minuten zeitversetzt.
Bei den 14- bis 29-Jährigen entfallen bereits 12 Minuten des
Fernsehkonsums (linear oder zeitversetzt) und anteilig 8 Prozent auf
das Internet.
Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013, für die im März bis
April dieses Jahres bundesweit repräsentativ 1 800 Erwachsene in
Deutschland befragt wurden, sind in der neuesten Ausgabe der
Fachzeitschrift "Media Perspektiven" (MP 7-8/2013) dokumentiert und
unter www.ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.
Pressekontakt:
Hessischer Rundfunk
Pressestelle
Telefon: 069/155-2482
E-Mail: hr-pressestelle@hr.de
Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120
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Datum: 04.09.2013 - 11:00 Uhr
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