BDI: "Gebäudeeffizienz zur Chefsache machen"
ID: 938965
- Sanierungsquote jetzt verdoppeln
- Wärmesektor mit größten Potenzialen
- Technologieoffen vorgehen
"Die Politik muss das Thema Gebäudeeffizienz nach der Wahl endlich
zur Chefsache machen. Wenn wir jetzt nicht die Sanierungsquote von
einem Prozent bei Gebäuden verdoppeln, ist das Großprojekt
Energiewende zum Scheitern verurteilt." Das sagte Holger Lösch,
Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen
Industrie (BDI), anlässlich der Vorstellung eines
BDI-Zehn-Punkte-Plans zur Gebäudeeffizienz am Donnerstag in Berlin.
Die Politik habe bisher nicht erkannt, dass die Energiewende von
allen Gebäudeeigentümern in Deutschland geschultert werden müsse.
"Politik und Öffentlichkeit diskutieren fast ausschließlich über den
Strombereich. Dabei liegt der größte Verbrauch im Wärmesektor",
kritisierte Lösch. "Wir müssen den schlafenden Riesen
Gebäudesanierung endlich wecken."
Mit seinem 40-prozentigen Anteil am Energiebedarf lägen im
Gebäudesektor die größten Effizienzpotenziale. Technisch könne der
Energieverbrauch durchschnittlich um 85 Prozent reduziert werden.
"Leider fehlt es an einem durchdachten politischen Masterplan", so
Lösch. Dabei dürfe keine Technologie bevorzugt oder benachteiligt
werden. "Bestrebungen, bestimmte technische Lösungen - wie etwa
hocheffiziente Ölheizungen - zu verbieten, sind unsinnig."
Der BDI schlägt in seinem Zehn-Punkte-Plan Sofortmaßnahmen für die
Zeit nach der Wahl vor. Hierzu gehört der Aufbau einer unabhängigen
Energieberatung vor allem für Eigenheimbesitzer, die Handwerker
besser zu qualifizieren oder auch eine steuerliche Förderung in Höhe
von mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich zu etablieren.
Den Zehn-Punkte-Plan finden Sie unter folgendem Link: http://www.g
ebaeude-initiative.de/557_Energieeffizienz-bei-Gebaeuden.htm
Die BDI-Initiative "Energieeffiziente Gebäude" ist das größte
branchenübergreifende Netzwerk seiner Art in Deutschland. Weitere
Informationen finden Sie unter www.gebaeude-initiative.de .
Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
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Datum: 05.09.2013 - 10:32 Uhr
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