Pakistan: Flüchtlingssituation bleibt angespannt
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Pakistan: Flüchtlingssituation bleibt angespannt
Die Kämpfe zwischen der pakistanischen Armee und den Taliban im Nordwesten des Landes haben inzwischen weit über zwei Millionen Menschen in die Flucht geschlagen. Inzwischen gibt es in dieser Region 22 Flüchtlingslager, sieben davon werden vom Internationalen Roten Kreuz betreut.
Dr. Erhard Bauer leitet alle Arbeiten des Deutschen Roten Kreuzes in Pakistan: "Die Menschen, die aus dem Kampfgebiet geflohen sind, haben Angehörige verloren oder zurücklassen müssen. Kontakt mit den Zurückgelassenen besteht in den seltensten Fällen, weil die Kommunikation mit den Tälern Swat und Buner unterbrochen ist."
In den nächsten Tagen wird zusätzlich ein deutscher Technik-Experte im Flüchtlingslager Shah Mansoor in Swabi, südlich vom Swat-Tal, seine Arbeit für 12.000 Menschen aufnehmen. Er wird sich vor allem um Hygienestandards, Energieversorgung und Logistik vor Ort kümmern. Er unterstützt damit das Team vom Pakistanischen Roten Halbmond und vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).
Die große Mehrheit der pakistanischen Flüchtlinge ist jedoch bei Bekannten oder Verwandten untergekommen. Oft sind die Gastfamilien mit der Versorgung überfordert und so kommt es nach Einschätzung des Roten Kreuzes zu Engpässen. Sauberes Wasser und Zelte werden dringend benötigt. Aber auch medizinische Versorgung, denn die Krankenhäuser werden durch den Ansturm der Menschen schnell überlastet. Die Schüler wurden bereits in die Sommerferien geschickt, um in den Schulgebäuden Platz für Neuankömmlinge zu schaffen.
Dr. Erhard Bauer steht in Islamabad für Interviews zur Verfügung.
Das DRK bittet weiter dringend um Spenden für die Menschen in Pakistan.
Konto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort: Pakistan
Ansprechpartner
DRK-Pressestelle
Svenja Koch
Tel. 030 85404 158
kochs@drk.de
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Datum: 05.06.2009 - 20:03 Uhr
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